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Ausgerechnet Corellium: Lauffähiges Linux auf M1-Mac gezeigt

Auf den neuen M1-Macs läuft auch Linux: Eine weitere funktionsfähige Installation wurde nun gezeigt – von Corellium ausgerechnet. Das Unternehmen verbindet ein getrübtes Verhältnis mit Apple, das zuletzt zu Ungunsten des iPhone-Konzerns vor Gericht in eine neue Phase eintrat.

Der M1-Mac kommt zunächst ohne Boot Camp oder eine entsprechende Vorrichtung, die die Nutzung eines alternativen Betriebssystems möglich macht. Boot Camp war seiner Zeit von Apple entwickelt und für den Mac zur Verfügung gestellt worden, das Ziel war, auch Windowsnutzer für das Lager des Apfels zu gewinnen. Mit den Apple Silicon-Macs wechselt Apple erneut die Prozessorarchitektur und diesmal gibt es keine Starthilfe für andere Systeme aus Cupertino. Die war aber auch nicht nötig, um zu zeigen, dass nicht nur macOS auf dem M1-Mac läuft.

iOS-Virtualisierer zeigt lauffähiges Linux auf dem M1-Mac

Bereits nach recht kurzer Zeit wurde demonstriert, wie Windows auf dem M1-Mac läuft. Hier kommt die ARM-Version von Windows 10 zum Einsatz, wie wir in einer entsprechenden Meldung berichtet hatten. Auch Linux ist prinzipiell auf dem M1-Mac lauffähig und ein Entwickler arbeitet bereits an einem entsprechenden Port, Apfelpage.de berichtete. Doch er ist damit nicht allein: Corellium hat dieses Ziel ebenfalls verfolgt.

Am Wochenende machte man nun Fortschritte und konnte zuletzt eine Installationsanleitung für Linux auf dem M1-Mac vorlegen. Indes, noch gibt es Einschränkungen: Die GpU-Beschleunigung funktioniert noch nicht. Das Linux wurde via USB auf dem Mac gestartet, USB- Netzwerkunterstützung und andere grundlegende Funktionen sind nutzbar.

Corellium steht in einem Spannungsverhältnis zu Apple: Das Unternehmen liefert eine Virtualisierung von iOS, die Sicherheitsforschern hilft, Sicherheitslöcher in iOS zu finden, doch Apple sah hierin einen Verstoß gegen seine Lizenzbedingungen und wollte Corellium sein Geschäftsmodell mit dem virtualisierten iOS untersagen – vergeblich: Die Gerichte konnten Apples Position nicht folgen.

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Roman van Genabith
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