MacBook Pro 2018: Alle versteckten Neuerungen auf einen Blick

Die unspektakuläre Präsentation der neuen MacBook Pros legt nahe, dass es im Vergleich zu den Vorgängermodellen nur geringfügige Änderungen gibt. Das stimmt jedoch nur auf den ersten Blick, denn unter der Haube hat Apple einiges optimiert. Wir haben für euch alle Neuerungen zusammengefasst.

Optimierungen, die alle Modelle betreffen

Sowohl das 13, als auch das 15 Zoll große MacBook Pro haben eine Tastatur mit überarbeitetem Butterfly-Mechanismus erhalten. Die Verbesserungen konzentrieren sich auf die Reduzierung von Tippgeräuschen. Eine kleine Enttäuschung ist hingegen, dass Verunreinigungen wie Staub und Krümel weiterhin Schäden an der Tastatur verursachen könnten. Wir berichteten.

Darüberhinaus kommt die mit dem iPad Pro der zweiten Generation eingeführte True Tone-Technologie nun erstmals in einem Mac zum Einsatz. Sensoren messen hierbei das Umgebungslicht und passen die Farbdarstellung des Displays entsprechend an, um ein natürlicheres Nutzererlebnis zu ermöglichen.

Die neuen MacBook Pros sind zudem die ersten Macs, die Bluetooth 5.0 an Bord haben. Für Verbesserungen beim Klag dürften die verbauten High Fidelity-Lautsprecher sorgen, die direkt auf die Stromversorgung des MacBooks zugreifen können. Wie groß die Verbesserungen der Lautsprecher ausfallen, wird sich in der Praxis zeigen müssen.

Dank des bereits im iMac Pro verbauten T2 Chips, können dem Hautprozessor nun weitere Aufgaben abgenommen werden. Die FaceTime-Kamera, die Lautsprecher, das System-Managment und die SSD werden fortan vom Zusatzprozessor gesteuert. Zudem übernimmt der Prozessor die Ver- und Entschlüsselung von auf der SSD abgelegten Dateien und erhöht sie Sicherheit beim Bootvorgang.

Die für Nutzer merklichste Neuerung des Zusatzchips dürfte jedoch sein, dass mit dem T2-Chip nun auch „Hey Siri“ am Mac genutzt werden kann. Mit macOS Mojave und der kommenden Home-App für Macs lässt sich das Smart Home künftig direkt vom MacBook aus steuern. Die Möglichkeit Siri direkt Befehle zurufen zu können, dürfte hier für mehr Komfort sorgen.

MacBook Pro 2018

13 Zoll MacBook Pro (Mit Touchbar)

Erstmals hat Apple in einem MacBook Pro mit 13 Zoll Display einen 4-Kern-Prozessor verbaut. Dieser hat eine Leistung von 2,3 bis zu 3,8 GHz, was den Werten des 15-Zoll-Basismodells aus dem vergangenen Jahr entspricht. Allerdings kommt statt eines i7, ein i5 Prozessor zum Einsatz.

Für einen Aufpreis von 360 Euro ist ein Upgrade auf einen i7-Prozessor mit einem Turbo-Boost von bis zu 4,5 GHz möglich. Zum Vergleich: Im Vorjahresmodell war lediglich ein Turbo-Boost von bis zu 4,1 GHz möglich. Statt der Intel Iris Plus 650 kommt nun die Intel Iris Plus 655 Grafikeinheit zum Einseitz. Der Speicher kann auf bis zu 2TB PCI-E Flash erweitert werden, im Vorjahresmodell war dies lediglich bis zu einer Kapazität von einem Terabyte möglich.

Die verbaute Batterie besitzt nun 58, statt der im Vorjahresmodell verfügbaren 49,2 Wattstunden. Da Apple jedoch keine Angaben zu einer veränderten Akkulaufzeit macht, wird sich in der Praxs zeigen müssen, ob es hierdurch zu Verbesserungen kommt.

Das Einstiegsmodell kann zu einem Preis von 1.999 Euro erworben werden.

15 Zoll MacBook Pro (mit Touchbar)

Mit dem 15 Zoll MacBook Pro kommt Apple einer langen Forderung seiner Nutzer nach. Der Arbeitsspeicher kann künftig auf bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. Zudem kommt nun grundsätzlich 2.400 MHz DDR4, statt des im letzten Jahr verbauten DDR3-Speichers zum Einsatz.

Damit die Optimierungen beim Arbeitsspeicher nicht in einer geringeren Akkulaufzeit resultieren, hat Apple die Kapazität des verbauten Akkus um 10 Prozent von 76 auf 83,6 Wattstunden erhöht.

Das Highlight des neuen MacBook Pros ist der verbaute Intelprozessor der 8. Generation mit 6 Kernen und einem Takt von 2,2 bis zu 4,1 GHz. Der Turbo-Boots entspricht dem, des am besten ausgestatteten MacBook Pros aus dem letzten Jahr. Dank Erhöhungen des Caches und der Geschwindigkeit dürfte das aktuelle Basismodell demnach das Spitzenmodell des vergangenen Jahres im Single-Core-Benchmark schlagen.

Im Multi-Core-Benchmark dürfte das aktuelle 15 Zoll MacBook das Vorjahresmodell hingegen absolut in den Schatten stellen. Grund hierfür sind die zusätzlichen zwei Kerne. Sollte euch das nicht reichen, könnt ihr dem MacBook für Merkosten von 480€ einen Core i9 Prozessor mit einer Taktrate von 2,9 bis zu 4,8 GHz spendieren. Das ist der höchste Turbo-Boost, der jemals in einem Mac ermöglicht wurde.

Der  des MacBooks lässt sich auf bis zu 4 Terabyte erweitern. Wählt man zusätzlich die beste Prozessor-, Grafik-, und Arbetsspeicherausstattung landet man bei einem Preis von 7.479 Euro. Bei der Grafikkarten kann zwischen einer Radeon 555X und einer Radeon 560X gewählt werden. Welche Verbesserungen hier zu erwarten sind ist aktuell jedoch noch unklar.

MacBook Pro (ohne Touchbar)

Dieses Modell hat Apple nicht angetastet. Das Modell ist somit auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr. Die Änderungen bei den Modellen mit Touchbar sind dafür um so größer. Wir sind gespannt, was die ersten Reviews zu Tage führen werden.

-----
Willst du keine News mehr verpassen? Dann folge uns auf Twitter oder werde Fan auf Facebook. Du kannst natürlich in Ergänzung unsere iPhone und iPad-App mit Push-Benachrichtigungen hier kostenlos laden.

Oder willst du mit Gleichgesinnten über die neuesten Produkte diskutieren? Dann besuch unser Forum!

Gefällt Dir der Artikel?

Sascha Boldt
twitter Google app.net mail

4 Kommentare zu dem Artikel "MacBook Pro 2018: Alle versteckten Neuerungen auf einen Blick"

  1. ProfDr 13. Juli 2018 um 18:11 Uhr · Antworten
    Nur 7500€? Direkt zwei bestellt!
    iLike 14
    • Onkel Sam 13. Juli 2018 um 18:40 Uhr · Antworten
      Nur zwei ? 😂
      iLike 13
  2. bmbsbr 14. Juli 2018 um 09:32 Uhr · Antworten
    Beim MacBook Pro handelt es sich wohl unbestritten um ein Gerät – ausgelegt auf die Business-Welt. Umso lustiger finde ich die Vorstellung, wenn in den vielen Großraumbüros auf der ganzen Welt (wie auch in Cupertino), plötzlich alle anfangen mit ihren PCs zu reden.
    iLike 1
    • xigmatek2906 15. Juli 2018 um 07:43 Uhr · Antworten
      Es reden doch schon alle mit ihren Smartphones, da fällt das Reden mit dem Computer gar nicht weiter auf 🤣
      iLike 0