Apple und Google sollen in Frankreich verklagt werden: Bessere Konditionen für Startups und Entwickler

EU Flagge

Apple und Google erschweren Startups das Geschäft, sagt der französische Finanzminister Bruno Le Maire. Daher möchte er die beiden Unternehmen nun verklagen. Außerdem stellt er ein Ultimatum im Steuerstreit.

Apple wird bekanntlich ständig verklagt, eine weitere Klage könnte den iPhone-Konzern in nächster Zeit aus Frankreich ereilen. Bruno Le Maire ist Finanzminister in Paris und ihm gefällt nicht, dass die Unternehmen Apple und auch Google den lokalen Startups das Leben schwer machen.

Sehr viele konkrete Details, wie die beiden Tech-Konzerne den französischen Entwicklern und Startups das Geschäft vermiesen, hatte der Minister überraschenderweise nicht zu bieten.

Apple Store Paris, Bild: Moritz Krauß

Apple Store Paris, Bild: Moritz Krauß

Er beklagte in erster Linie die Marktmacht, die es den Unternehmen erlaube, einseitig Vorgaben und Verträge aufzudrängen, gegen die man sich kaum wehren könne.

Zumindest ein Punkt dürften dabei die Provisionen sein, die die beiden Firmen von ihren Entwicklern verlangen, die Apps in die App Stores einstellen. Bei Apple sind es 30% und das hat schon häufiger zu bösem Blut geführt.

Ultimatum im Steuerstreit

Auch die bereits sattsam bekannte Thematik der Steuerpolitik wurde von dem Minister erneut auf die Agenda gebracht. Bis Anfang 2019 wolle er der EU-Kommission noch Zeit geben, eine akzeptable Lösung dafür zu finden, wie sich multinationale Unternehmen in der EU zu verhalten haben, wird er in Agenturberichten zitiert.

Die Steuerproblematik wird bekanntlich bereits sehr nachdrücklich von der EU verfolgt, die etwa Irland nötigte, 13 Milliarden Euro entgangener Steuereinnahmen von Apple zu fordern.

Alles in allem wirkt der Vorstoß des Politikers etwas unpräzise und mehr wie eine Geste ans Wahlvolk mit der Aussage: „Seht her, wir tun was!“

Zudem stellt sich immer die Frage, wie ein ausländisches Gericht gegen ein Unternehmen in den USA wirksame Urteile verhängen kann.

Das ist prinzipiell nicht unmöglich, jedoch sehr erheblich von den Ausgangsvoraussetzungen abhängig. Häufig erklären Gerichte sich in solchen Fällen von selbst für nicht zuständig. In anderen Fällen bleiben Urteile weitgehend ohne Wirkung.

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Roman van Genabith
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7 Kommentare zu dem Artikel "Apple und Google sollen in Frankreich verklagt werden: Bessere Konditionen für Startups und Entwickler"

  1. Deplorable ispeedy 14. März 2018 um 17:12 Uhr · Antworten
    Die franzecken sind eben sozialsten pack! Aber weit wird der kleine kommi damit nicht kommen! Das nennt sich Marktwirtschaft, gegen die der feine Herr amtscheinend was hat! Und wenn ich einen Marktplatz betreibe ( App Store) auf meine Kosten, dann eben auch zu meinen Bedingungen! Gäbe es Apple nicht , gäbe es keinen AppStore ( und auch keinen playstore!!) und die Entwickler würden gar nichts verdienen! Das Apple und Irland beim steuerstreit mit der eu sich nicht mehr wehren, ist nicht nachvollziehbar und ärgert mich als Aktionär sehr! Unter Steve hätte es das nicht gegeben!!!
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    • Peter 14. März 2018 um 17:51 Uhr · Antworten
      Eigentlich heißt das soziale Marktwirtschaft, aber macht ja nix. 🤓 Zum Rest will ich mich mal gar nicht erst äußern, aber: Ohne Gesetze würden die uns entweder ausbeuten (was sie eh schon tun mehr oder weniger) oder wir würden denen die Schädel einschlagen.
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    • EiSchbixi 14. März 2018 um 17:53 Uhr · Antworten
      Way erzählst du für Unsinn? Du und Aktionär haha,eine Aktie macht dich nicht zum Helden und vom Steuerrecht hast du keine Ahnung wie man sieht. Typisch Fanboy.
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      • Deplorable ispeedy 14. März 2018 um 19:47 Uhr ·
        Ich hab nicht behauptet ein Held zu sein. Aber das begründet meinen persönlichen Ärger! Und ich habe schon ein bissl Ahnung vom Steuerrecht! Was die eu da macht ist illegal und u a Erpressung! Irland und Apple sollten sich bis aufs Messer dagegen wehren! Oder um Steves Worte zu nutzen: nuklearen Krieg führen!😉💪
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    • Pat 14. März 2018 um 17:58 Uhr · Antworten
      Nur dumm, dass der Kunde nicht auf einem anderen Marktplatz rennen kann um sich günstigere Apps zu kaufen! ;-)
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      • Deplorable ispeedy 14. März 2018 um 18:43 Uhr ·
        Nein, das ist gut so! Auf ein Apple device gehört nur von Apple geprüfte und zugelassen Software. Und für diesen sicherheitsservice stehen Apple auch die 30 Prozent zu!
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      • Pat 14. März 2018 um 19:37 Uhr ·
        Wenn man der einzige ist, der das so bestimmen kann, dann kann man das so machen ! ;-)
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