Warum Apple das MacBook Air aus dem Sortiment streichen sollte

Das MacBook Air ist nun rund 10 Jahre alt. Das erste Modell wurde 2008 noch von Steve Jobs höchstpersönlich präsentiert. Es war damals mit Abstand der spektakulärste Laptop, der auf dem Markt für normale Konsumenten war. Das Hauptaugenmerk aller Tester und Käufer lag natürlich auf dem Design. Das dünne Gehäuse und die dennoch gute Akkulaufzeit in Verbindung mit ordentlichem Display und guter Tastatur verschlug sogar der Konkurrenz die Sprache. Apples Ingenieure hatten ein wahres Meisterwerk gebastelt. Doch ist es das heute immer noch? Wo bzw. hat das MacBook Air noch einen verdienten Platz im Apple Sortiment? Schauen wir uns die Lage an.

Wir wollen das Ganze jetzt schon einmal spoilern. Unsere Meinung lautet nämlich: Nein, das MacBook Air sollte weg. Und das, obgleich es Gerüchte zu einer Neuauflage des Air im zweiten Quartal dieses Jahres gibt. Warum, erfahrt ihr jetzt.

Das MacBook Air ist für den Preis absolut veraltet. Und das ist noch untertrieben. Die gebotene Leistung ist in einem komischen Zwischenbereich, das Gehäuse-Design seit Jahren nicht aktualisiert worden und vor allen Dingen das Display ist katastrophal. Apple müsste bei einem neuen Gerät also mindestens ein neues Display verbauen und damit einhergehend wohl auch einige Design Änderungen am Gerät vornehmen. Und dann kommt man sehr schnell in Territorien, die nache am MacBook 12 Zoll liegen.

Gleichzeitig würde Apple bestimmt die Leistung verbessern. Und jetzt nochmals zu der Aussage „die Leistung ist im komischen Zwischenbereich“. Damit ist eine Hardware gemeint, die zu schwach für richtig krasse Aufgaben ist, aber eigentlich zu gut für den Alltag. Den besten Kompromiss liefert da das 2015 eingeführte MacBook 12 Zoll. Und damit wären wir bei unserem Hauptargument und dem Vorschlag für Apple:

Zwei neue MacBook 12 Zoll, dafür kein MacBook Air

Statt die Ressourcen in neue Air Modelle zu stecken, sollte Apple unserer Meinung nach zwei Varianten seines „MacBook“ auf den Markt bringen: Ein billiges Einsteigergerät mit absoluter Alltagsleistung und ein hochpreisiges Gerät mit ansehnlicher Leistung. Letzteres könnte ein Update der aktuellen Geräte sein, während ersteres quasi eine Verbilligung der aktuellen MacBook 12 Zoll bedeuten würde. Das MacBook Air wird damit völlig überflüssig. Denn wer ein großes und leistungsstarkes MacBook möchte, der greift ohnehin zum Pro.

Wofür die meisten ihr MacBook Air verwenden

Bevor jetzt manche sagen: Toll, dann muss ich also bald ein Vermögen ausgeben, wenn ich halbwegs Leistung haben möchte in meinem MacBook. Doch man sollte sich schon auch Gedanken machen, wozu denn die meisten Apple Kunden ein MacBook Air haben: Es stellt einen billigen Einstieg in die Mac Welt dar. Studenten, Schüler und Otto-Normalverbraucher, die darüber hauptsächlich surfen oder Dokumente verfassen, benötigen keine krassen Intel Chips. Im Gegenteil: Eine geringe Leistung fördert ja die Akkulaufzeit.

Und Spielen? Tja, das ist so eine Sache. Denn dafür waren MacBooks noch nie ausgelegt. Die Grafik ist selbst in den MacBook Pros ziemlich schlecht. Natürlich wären die Air Modelle da noch besser, doch mal im Ernst: Die meisten spielen heute online und irgendwelche Mini-Spiele wie slither.io. Auch immer mehr Beliebtheit erfreuen sich neuartige Online Simulationen echter Begebenheiten wie Casino Portale, die mit Gutscheinen locken und somit Zeitvertreib, Nervenkitzel und Spaß vereinen. Doch wir schweifen ab. Fassen wir lieber zusammen.

Fazit

Nein, ein MacBook Air braucht heute wirklich keiner mehr. Es sei denn, Apple ist sich zu gut, um den Preis der MacBook 12 Zoll Geräte zu senken. In diesem Fall müssten wir weiterhin mit dieser etwas komischen MacBook LineUp leben und werden wohl 2018 eine Neuauflage des Air bekommen. Warten wir es ab. Unsere Meinung kennt ihr aber jetzt.

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Toni Ebert
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