Weltweite PC-Verkäufe rückläufig, Apple gewinnt minimal gegen den Trend

Der PC-Markt ist im letzten Quartal zwar geschrumpft, Apple konnte seinen Marktanteil aber leicht steigern. Die Mac-Verkäufe gingen dennoch leicht zurück.

Der weltweite Computerabsatz war im abgelaufenen Quartal rückläufig. Es wurden 4,3% weniger Rechner verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zum elften Mal in Folge sanken die Zahlen, wie die Marktforscher von Gartner ermittelten.

Apple setzte demnach rund 4,24 Millionen Macs ab. Im Vorjahresquartal waren es noch 4,26 Millionen Einheiten. Dennoch konnte Apple minimal Marktanteile hinzugewinnen.

PC-Markt 2017 Q2 - Gartner

PC-Markt 2017 Q2 – Gartner

Der Marktanteil des Mac stieg auf 6,9%. Apple konnte sogar an Asus vorbeiziehen, das gemeinsam mit Acer schmerzhafte Verluste hinnehmen musste.

Teure Komponenten bremsen Verkäufe

Insgesamt wurden zuletzt rund 61,4 Millionen Rechner verkauft. Den Rückgang führt Gartner auf gestiegene Preise für diverse wichtige Komponenten zurück. So waren DRAM-Speicher, LCD-Displays und SSDs zuletzt teurer. Die Unternehmen reagierten verschieden auf den Preisanstieg. Während einige Hersteller die gestiegenen Stückpreise nicht auf die Produktpreise aufschlugen, stieg anderswo der Preis für die Endkunden.

However, in the business segment, vendors could not increase the price too quickly, especially in large enterprises where the price is typically locked in based on the contract, which often run through the quarter or even the year,“ Ms. Kitagawa said. „In the consumer market, the price hike has a greater impact as buying habits are more sensitive to price increases. Many consumers are willing to postpone their purchases until the price pressure eases.“

Die Preise für Firmenkunden können nicht allzu rasch erhöht werden, gerade große Unternehmen haben hier oft Verträge mit längeren Laufzeiten, die das verhindern. Im Endkundenbereich geht das sehr wohl, drückt dann aber umgehend die Nachfrage.

An der Spitze wechselte der Staffelstab von China in die USA. HP löste Lenovo als Nummer eins ab und verkaufte 12,7 Millionen Rechner, ein Plus von 3,3% gegen den weltweiten Trend. Der Marktanteil der Amerikaner stieg damit um 1,6% auf 20,8%. Lenovo setzte 8,4% weniger Computer ab und hat Dell im Nacken. Während der Rückgang der PC-Verkäufe in den USA mit 5,7% noch etwas kräftiger ausfällt als weltweit und die EMEA-Region schwächelt, zeigte sich die Nachfrage in Deutschland solide. Sie wird, genau wie in den USA, vor allem vom Businesssektor getrieben und der ist bekanntlich nicht Apples Spezialgebiet. Deutsche Unternehmen investieren derzeit verstärkt in neue Rechner mit Windows 10. Apple unterhält allerdings diverse Programme, um Macs im Unternehmensumfeld präsenter zu positionieren. Insbesondere eine enge Partnerschaft mit IBM ist hier zu nennen, die in der Vergangenheit gezeigt hat, dass im Unternehmen die laufenden Kosten des IT-Supports drastisch gesenkt werden konnten.

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Roman van Genabith
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Roman van Genabith

3 Kommentare zu dem Artikel "Weltweite PC-Verkäufe rückläufig, Apple gewinnt minimal gegen den Trend"

  1. moeNES 13. Juli 2017 um 15:49 · Antworten
    Ich nehme an dass es einfach keinen wirklichen Bedarf nach neuer Hardware gibt, weil durch das Intel-Monopol, was auch noch in den Notebook-Bereichen zu brechen gilt, keine signifikante Weiterentwicklung zu verzeichnen war.
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    • Onkel Sam 13. Juli 2017 um 16:47 · Antworten
      AMD Ryzen?
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  2. gast22 13. Juli 2017 um 17:10 · Antworten
    Ich nehme eher an, das die bevorstehende Urlaubszeit sowie die einen knappen Monat zur Verfügung stehende neue Hardware bei Apple und deren gemäßigte Verfügbarkeit Ursachen dafür sind. Aber letztlich zählen nicht die Zahlen von IDC oder Gartner sondern die von Apple. Und die gibt es ja bald.
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