Noch mehr Werbe-Spam? iOS 12 erlaubt Benachrichtigungen ohne vorherige Zustimmung

In iOS 12 bringt Apple eine grundlegende Neuerung in den Mechanismus zum Versenden von Benachrichtigungen, dessen Auswirkungen aktuell für uns noch nicht ganz abschätzbar sind: EntwicklerInnen können ohne Zustimmung der NutzerInnen Benachrichtigungen versenden.

WWDC-Session 710, Thema „What's New in User Notifications“, hatte in diesem Jahr eine besonders große Überraschung im Handgepäck: Mit iOS 12 müssen Apps ihre NutzerInnen nicht mehr zwangsläufig nach einer Erlaubnis fragen, sondern können erstmal ein paar Benachrichtigungen senden. Das mag zuerst nach einem offenen Tor für Werbe-Spam klingen, Apple hat dahinter aber einen anderen Gedanken: Mit iOS 12 wird es deutlich leichter, störende Benachrichtigungen auszuschalten, Siri kann dazu sogar Vorschläge machen.

Auch mit iOS 12: Störende Benachrichtigungen leichter abstellen

Bisher musste man zum Ändern von Benachrichtigungseinstellungen immer den Weg in die Systemeinstellungen gehen, mit iOS 12 ändert sich das: Direkt vom Lockscreen aus können Benachrichtigungen für einen bestimmten Zeitraum oder sogar für immer stummgeschaltet werden. Außerdem erkennt das System, wenn bestimmte Benachrichtigungen regelmäßig weggeklickt oder ignoriert werden und schlägt dann eine Änderung der Einstellungen vor.

Mit der neuen Möglichkeit für EntwicklerInnen versucht Apple, ein Gleichgewicht zwischen nerviger Abfrage bei der Installation einer Anwendung und störenden Push-Nachrichten zu finden. In der Entwicklung der App muss die Nutzung der neuen „Abfrage-freien“ Benachrichtigungen aktiviert werden, um die NutzerInnen damit von einer Berechtigungsabfrage zu befreien. Unklar ist aktuell, ob das System bei entsprechenden Apps dann im Umkehrschluss eher dazu neigt, eine Änderung der Einstellungen vorzuschlagen als bei Anwendungen, denen von den NutzerInnen aktiv die Erlaubnis zum Benachrichtigen erteilt wurde – das wird sich in der Praxis zeigen müssen.

Wie steht ihr zu dem neuen Feature? Fürchtet ihr euch vor mehr Werbe-Spam oder freut ihr euch über die wegfallende Benachrichtigung? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


Die wichtigsten iOS 12-Funktionen im Apfelpage.de-Überblick:

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Yannik Achternbosch
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10 Kommentare zu dem Artikel "Noch mehr Werbe-Spam? iOS 12 erlaubt Benachrichtigungen ohne vorherige Zustimmung"

  1. macmarx 14. Juni 2018 um 09:46 Uhr · Antworten
    Solange es nur NutzerInnen betrifft, kann das dem normalen Nutzer egal sein. Aber woher weiß das System dann, ob der Benutzer linksintellektuell ist?
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    • Yannik Achternbosch 14. Juni 2018 um 10:01 Uhr · Antworten
      So schwer ist gerechte Sprache gar nicht. Probier‘s einfach mal aus. In den Kommentaren reden wir nämlich am liebsten über Inhalte und nicht über Sprache, die ein paar Leser stört.
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      • Tom 14. Juni 2018 um 12:19 Uhr ·
        Wieder eine klassische, arrogante und vor allem ignorante Antwort seitens der Apfelpage-Redaktion. Sagt doch uns Lesern einfach, dass ihr auf unsere Kritik scheißt. Nicht jeder hier ist ein Speichelecker. Aber das muss man anscheinend sein, bei euch tollen Redakteuren.
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      • Yannik Achternbosch 14. Juni 2018 um 12:30 Uhr ·
        Ich habe unter mehreren Artikeln eine Grundlage zur Diskussion geboten, das wurde alles direkt beleidigend und war überhaupt nicht sachlich – dein Kommentar ist das leider auch nicht. Du darfst gerne konstruktive Kritik üben, aber auf dieser unsachlichen, beleidigenden Grundlage können wir einfach nicht diskutieren.
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    • Jan T. 14. Juni 2018 um 14:29 Uhr · Antworten
      Und ich dachte immer, dass man Gleichberechtigung vor allem durch gleiche Bezahlung, angemessene Bestrafung von häuslicher und/oder sexueller Gewalt, respektvollem Umgang etc. erreicht… von Umbenennungen hat sich bisher irgendwie wenig verändert, oder? Man Frage den Niedriglohnsektor oder die bildungsfernen Schichten…
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      • Tabea W 18. Juni 2018 um 22:35 Uhr ·
        Schon die Debatte über dieses Thema ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und zu Gleichberechtigung gehört auch, dass Frauen sprachlich adäquat repräsentiert werden. Besonders schön zu sehen, das dies auch hier – also in einem „männlich dominierten“ Bereich – geschieht!
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  2. Tom 14. Juni 2018 um 10:08 Uhr · Antworten
    „….. nervige Abfrage bei Installation…“, meine Güte! Wie oft installiert man denn Apps? Lieber (z. B. 1x am Tag) die Abfrage entschieden, als weitere Bombardements für nervige Entwickler/Werbetreibende.
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  3. michasmobile 14. Juni 2018 um 17:20 Uhr · Antworten
    Hallo Yannik, Du bist mir als Verfasser mehrerer Beiträge auf unterschiedlichen Seiten/App’s bekannt geworden. Die Einladungen zur Diskussion im Forum werden doch oft falsch verstanden. Es werden Foren mit Sozialen Netzwerken verwechselt. Manchmal frage ich mich, ob so ein Forum Sinn macht. Auf der Suche nach neuen Denkansätzen kommen stattdessen Nörgeleien von gelangweilten und mit der Gesamtsituation unzufriedenen Lesern. Aus diesem Grund habe ich schon Maclife runtergenommen. Wird Apfelpage die nächste App? Ich bin neugierig.
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  4. pat 14. Juni 2018 um 17:32 Uhr · Antworten
    Die sollen erst einmal NFC für die deutschen Banken freigeben! Dann kann ich entscheiden, wer alles mein Kaufverhalten mitbekommt!
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