iPhone-Verkaufsverbot: Qualcomm erwirkt nutzloses Urteil in China

Symbolbild China | MaoNo / Pixabay

Apple muss auf der Stelle damit aufhören, bestimmte iPhones einschließlich des iPhone X in China zu verkaufen – theoretisch. So lautet das Urteil eines chinesischen Gerichts. Der Kläger hieß Qualcomm und Apple verkauft seine Geräte trotzdem weiter.

Apple und Qualcomm tragen ihren Dauerstreit an verschiedenen Fronten aus. Jüngst fiel ein Urteil in China. Qualcomm hatte in der Vergangenheit wiederholt Verkaufs- und Ein-beziehungsweise Ausfuhrverbote für iPhones in aller Welt angestrengt und war damit fast immer gescheitert. Nun aber hat tatsächlich ein chinesisches Gericht einen Verkaufsstopp für ältere iPhones angeordnet. Betroffen sind Modelle wie das iPhone 6s, iPhone 7, aber auch das noch recht aktuelle und beliebte iPhone X.

Apple wird iPhones trotzdem weiter verkaufen

Das Urteil betrifft vier chinesische Töchter von Apple und müsste theoretisch bewirken, dass Apple den Verkauf seiner Geräte in China umgehend einstellt. Denn die Richter sahen es offenbar als erwiesen an, dass Apple verschiedene Patente, die unter anderem die Bearbeitung von Fotos und die Bedienung von Apps über einen Touchscreen betreffen, verletzt haben soll, Qualcomm hatte hierzu eine einstweilige Verfügung erwirken wollen.

Während Qualcomm seinen vermeintlichen Sieg feiert, erklärte Apple indes, wieso man durch das Urteil nicht beunruhigt sei. Das beträfe nämlich ausschließlich Geräte mit installiertem iOS 11, in China und sonst überall verkaufe man aber die betroffenen Modelle ausschließlich mit vorinstalliertem iOS 12, also werde man in China auch nicht den Verkauf einstellen.

Ob sich das Urteil tatsächlich auf diese spitzfindige Weise interpretieren lässt, ist nicht gesagt, es zeigt aber erneut das bizarre Verhältnis der beiden Unternehmen.

Apple nennt das Verhalten von Qualcomm im aktuellen Fall einen verzweifelten Versuch, seine Lizenzgebühren von Apple doch noch einzutreiben, Qualcomm wiederum fiel in den letzten Wochen durch verschiedene realitätsfremde Statements in Richtung Apple auf.

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Roman van Genabith
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