Echo von Schülern gebaut: Amazon gelobt Besserung

Amazon Echo 2017

Amazons Echo-Lautsprecher wurden zum Teil von Jugendlichen zusammengebaut: Der taiwanische Auftragsfertiger Foxconn hatte zwischenzeitlich auf zusätzliche Arbeitskraft von Schülern gesetzt, um Produktionsziele einhalten zu können. Das allein ist in China nicht verboten, es kamen jedoch zusätzliche Faktoren hinzu.

Apples iPhone wird zu großen Teilen vom Auftragsfertiger Foxconn gebaut, das ist wohl vielen bekannt. Der taiwanische Konzern, der in den letzten Jahren vor allem auf eine Massenproduktion in großen Standorten in China gesetzt hat, erhält allerdings nicht nur Aufträge von Apple. Viele Technikriesen lassen bei Foxconn fertigen, so auch Amazon, das unter anderem die Modelle der Echo-Familie, aber auch die Kindle-Reader in Foxconn-Fabrikien zusammenbauen lässt. Und genau hier kam es nun offenbar zu einem Problem, das bei Foxconn schon früher beobachtet wurde.

Schüler haben illegal Echos gebaut

Foxconn geriet schon in der Vergangenheit in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass Jugendliche in einem illegalen Ausmaß in der Produktion von iPhones eingesetzt wurden. Ähnlich ist es nun wieder: Wie aus britischen Medienberichten hervorgeht, wurden Jugendliche bei der Produktion der Echos beschäftigt und zwar im Rahmen eines Schülerpraktikums, auch dies ein bekanntes Muster. Ihre Lehrkräfte wurden, von Foxconn bezahlt, zur Aufsicht in den Fabriken eingeteilt. Insgesamt waren rund 1.000 Schüler in verschiedenen Foxconn-Fabriken im Einsatz, teilweise für bis zu zwei Monate. Nun ist die Beschäftigung von Schülern ab 16 in China grundsätzlich legal. Verboten sind jedoch Nachtschichten und Überstunden.

Genau diese hatte es aber offenbar massenhaft gegeben, damit Foxconn Fertigungsziele einhalten konnte. Inzwischen hat das Unternehmen die illegale Beschäftigung von Schülern eingeräumt und auch Amazon hat sich zu dem Vorgang geäußert: Man werde alles tun, um diese Vorfälle schnellstmöglich zu klären und ähnliches für die Zukunft zu verhindern, teilte das Unternehmen mit.


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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "Echo von Schülern gebaut: Amazon gelobt Besserung"

  1. Septimus 12. August 2019 um 12:07 Uhr ·
    Und wie ist es in Deutschland? Auch da gehen viele Schüler in Betrieben arbeiten,um sich etwas Geld zu verdienen. Viele auch, weil wegen Armut,die Eltern nur Hartz 4 bekommen. Bekommt das aber die Sanktions-Behörde von der ARGE mit, wird dieses Geld mit dem Hartz4 der Eltern verrechnet, und man nimmt diesen Kindern auf diesem Weg das Geld wieder weg! Ähnlich beim staatlichem Kindergeld, was dann auch mit dem Hartz4 verrechnet wird und gerade diese armen Menschen, für die es sein sollte, leer ausgehen! DAS ist Deutschland, aber mal wieder mit dem Finger auf den neuen von den USA verordneten Klassenfeind zeigen….
    iLike 10
    • ProfDr 12. August 2019 um 16:03 Uhr ·
      Gehts noch!? Du vergleichst ernsthaft Schüler in Deutschland mit den Jugendlichen in China die ZWEI Monate in einer Fabrik gearbeitet haben wo sie Nachtschichten und Überstunden leisten mussten?
      iLike 3
  2. Der Gütige 12. August 2019 um 13:37 Uhr ·
    Du hast den Sinn des Artikels nicht verstanden…
    iLike 2
  3. Halb&Halb 12. August 2019 um 19:11 Uhr ·
    In den sozialistischen Zeiten gab es PA-Unterricht. Da wurde in vielen Produktionsstätten für den Staat, von Schülern ganze Gerätschaften zusammen gebaut.
    iLike 2

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