Apple vs. EU: Cupertino zahlt ab 2018 Steuern zurück

Ab Beginn kommenden Jahres zahlt Apple die fälligen 13 Milliarden Euro an Steuernachzahlungen an Irland. Das Land wollte die Gelder eigentlich gar nicht haben, beugt sich nun aber dem Druck aus Brüssel.

13 Milliarden Euro an Steuern ist Apple Irland schuldig geblieben, so sieht es die EU-Kommission. Dieses Geld soll Cupertino an Irland überweisen, doch das wollte es gar nicht haben. Die irische Regierung fürchtet nicht ganz zu Unrecht um das Wirtschaftsmodell des Landes, das nicht unwesentlich durch günstige Unternehmenssteuersätze profitiert. Nun hat Irland doch die strittigen 13 Milliarden Euro von Apple nachgefordert, das das Geld im kommenden Jahr überweisen will. Wie der irische Finanzminister Paschal Donohoe erklärte, werden die Milliarden auf einem Treuhandkonto geparkt, bis die Angelegenheit durch den Europäischen Gerichtshof letztinstanzlich geklärt werden kann.
Apple ist nicht das einzige Unternehmen, das durch die niedrigen Steuern in Irland profitiert hat. Auch Microsoft und Facebook sind in dem Land mit Ablegern aktiv. Sollte die Rückzahlung von Apples Steuermilliarden an Irland Bestand haben, könnte sich das erheblich auch auf deren Geschäfte außerhalb der USA auswirken. Zuletzt brachten die sogenannten Paradise Papers verstärkt Bewegung in die lang anhaltende Debatte der Unternehmensbesteuerung multinationaler Konzerne.

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Roman van Genabith
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Roman van Genabith

18 Kommentare zu dem Artikel "Apple vs. EU: Cupertino zahlt ab 2018 Steuern zurück"

  1. cult82 5. Dezember 2017 um 10:55 Uhr · Antworten
    Frechheit! Man wolle das Geld nicht haben.
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    • iZen 5. Dezember 2017 um 13:14 Uhr · Antworten
      Ja weil sehr viel auf dem Spiel für das Land steht! Es kann nämlich sein das Apple und Co. ihre Zelte dort abbauen und dann Abertausende Arbeitsplätze verloren gehen!! Also immer mal etwas weiter denken als nur bis zur nächsten Tür ^^
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      • ZeroCool 5. Dezember 2017 um 18:44 Uhr ·
        Dein denken geht aber auch nicht sehr weit! Entweder Steuern bezahlen oder den Marktzutritt verweigern. …im übrigen sind die Schulden des Staates nicht gezahlte Steuern. …ich würde wetten du bist einer der ersten der sich über Schlaglöcher in den Straßen und eine schlechte Pflege im Krankenhaus aufregt!
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  2. Trump 5. Dezember 2017 um 11:04 Uhr · Antworten
    Würde Irland sämtliche Gelder kürzen .
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    • Hmbrgr 5. Dezember 2017 um 14:19 Uhr · Antworten
      In der Krise wurden Banken gerettet, u.a. auch deutsche Banken, die sich in Irrland verzockt hatten. Das sollte man nicht verwechseln. Irland hat hat davon relativ wenig gesehen. Dafür darf aber Irland die Tilgung übernehmen. Und die Banken reiben sich die Hände. Heute wird wieder gezockt. Nur jetzt übernimmt Dragi die Verluste, und somit wieder wir!
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  3. henzijonas 5. Dezember 2017 um 11:10 Uhr · Antworten
    Sie können es mir schicken😎
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  4. Deplorable ispeedy 5. Dezember 2017 um 11:58 Uhr · Antworten
    Hoffentlich fällt die Eu hinten runter und muss Apple das Geld verzinst zurückzahlen!!! Sie können ja gerne für die Zukunft die Steuergesetze ändern, aber nicht im Nachhinein und nicht nur bei Apple ein Exempel statuieren! Aber Apple s Anwälte werden das schon regeln! Fuck eu!
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    • iZen 5. Dezember 2017 um 13:15 Uhr · Antworten
      Die EU macht das eh nur da die Pleite sind und das Geld von dem Konto für sich haben wollen.
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    • jobs 5. Dezember 2017 um 14:33 Uhr · Antworten
      Dir ist aber schon bewusst, dass Apple das Geld an Irland überweisen muss und dass sich der europäische Gerichtshof als Gericht eingemischt hat? Ich habe nämlich den Eindruck du hast keinen Plan davon und bist einfach nur gegen die EU
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      • Deplorable ispeedy 5. Dezember 2017 um 14:45 Uhr ·
        Eine unsägliche eu Kommission und Kommissarin ( mit fast passenden Namen ( verstager-versager) hat meines Wissens nach das alles eingeleitet; entscheiden werden es Richter
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      • inuli 6. Dezember 2017 um 02:02 Uhr ·
        Genau so ist es, Deplorable ispeedy!
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    • inuli 6. Dezember 2017 um 02:01 Uhr · Antworten
      Deplorable ispeedy, ich hoffe, daß in diesem Verfahren am Ende der Gerichtsvollzieher auf Apple warten wird!! Apple steht mitnichten über dem (Steuer-) Gesetz!!!!!! Apple: Zahlemann und Söhne!
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      • Deplorable ispeedy 6. Dezember 2017 um 11:58 Uhr ·
        Die Eu versucht sich über bestehende Steuergesetze hinwegzusetzen; nämlich über die irischen! Und das wird hoffentlich zum Misserfolg für die eu!
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  5. RIP 5. Dezember 2017 um 12:37 Uhr · Antworten
    Schön dass doch mal jemand Steuern zahlen muss! Jetzt die anderen auch gleich hinterher Steuern nachzahlen lassen 👍🏻
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  6. Erik 5. Dezember 2017 um 13:25 Uhr · Antworten
    Nur weil etwas legal ist, muss er nicht zwangsläufig ethisch richtig sein. Apple selbst spricht immer davon, dass sie die Welt zu einem besseren Ort machen. Dann können die gleich mal damit anfangen. Und Arbeitsplätze gehen gar keine verloren, die verlagern sich nur dort hin wo sie hin gehören von Anfang an, nämlich in das Land wo die Gewinne gemacht und zu versteuern sind! Pfui Apfel!
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    • Deplorable ispeedy 5. Dezember 2017 um 14:43 Uhr · Antworten
      Apple spendet viel, agiert umweltfreundlich (was mitunter teuer sein kann); ich denke, Apple kann besser mit Geld umgehen und somit mehr gutes tun mit dem Geld als die failing EU!
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      • inuli 6. Dezember 2017 um 02:06 Uhr ·
        Deplorable ispeedy, genau das ist der Grund, warum Apple-Produkte überteuert sind! Gerade von Apple erwarte ich aber, daß diese Firma zugunsten seiner Kunden agiert – und eben nicht zugunsten der, wie Du hochtreffend erkannt hast, ach so teuren Umwelt; der Kunde hat von preiswerterer Hard- und Software, welche ihm selber zugutekommen, erheblich mehr als von Umweltspenden, von denen sich niemand etwas kaufen kann!!!!!!
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      • 6. Dezember 2017 um 02:32 Uhr ·
        Im Endeffekt haben alle was von „Umweltspenden“ oder gehörst du zu denen, die den Klimawandel für ein Märchen halten?
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