Trump zum Streit um verschlüsselte iPhones: Apple schützt Mörder und Drogendealer

Apple steht im Streit um die iPhones des Florida-Schützen weiteres Ungemach ins Haus. Auch Präsident Trump hatte sich unlängst in die Debatte eingeschaltet, in seinem typischen, sehr direkten Stil. Unterdessen bereitet sich Apple auf einen Rechtsstreit mit dem FBI vor.

Apple musste sich im Streit um die verschlüsselten iPhones des Attentäters von Florida nun auch erboste Worte von Präsident Donald Trump anhören. Dieser äußerte sich auf seinem gewohnten Kommunikationskanal Twitter und er war ungnädig zu Apple.

In gewohnt vereinfachender Art fasste er den Zusammenhang für sich so zusammen: Die Regierung helfe Apple die ganze Zeit und zum Dank weigere sich Apple, die iPhones von Drogendealern, Mördern und anderen Kriminellen zu entsperren.

Trump: Apple soll unserem großartigen Land helfen

Schlussendlich solle Apple einfach seinem großartigen Land helfen, so der Präsident auf Twitter und schloss mit seinem gebetsmühlenartig vorgebrachten Motto „MAKE AMERICA GREAT AGAIN“. Man merkt, der Wahlkampf hat begonnen. Das Verhältnis zwischen Apple und Trump ist von wechselvoller Geschichte. Einerseits pflegt Cook ein recht enges Verhältnis zum Weißen Haus, mit der andauernden Hilfe, die Trump erwähnte, bezog er sich unter anderem auf die Unterstützung, die die Regierung Apple bei der Vermeidung von Einfuhrzöllen auf seine Produkte, die in China gefertigt werden, immer wieder zukommen ließ. Ers Heute wurde ein Abkommen zwischen den USA und China unterzeichnet, das die noch im Raum stehenden 15% auf iPhones, die in die USA eingeführt werden, wohl bis auf weiteres obsolet werden lässt. Andererseits kritisiert Trump Apple immer wieder dafür, dass die Firma zu wenig Engagement in den USA zeige. Trump wünscht sich große Fabriken, die viele Arbeitsplätze für potenzielle Wähler schaffen.

Apple bereitet sich inzwischen auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit dem FBI vor, denn der Behörde geht es wohl weniger um die im konkreten Fall des Florida-Schützen beschlagnahmten iPhones, an deren Daten man auch ohne Apples Hilfe heran kommen könnte, sondern nach wie vor um eine generelle Hintertür in allen Apple-Produkten.

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Roman van Genabith
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14 Kommentare zu dem Artikel "Trump zum Streit um verschlüsselte iPhones: Apple schützt Mörder und Drogendealer"

  1. Yordan 15. Januar 2020 um 21:59 Uhr ·
    Und da soll einer sagen Datenschutz ist Apple egal…
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    • Blub 16. Januar 2020 um 09:31 Uhr ·
      Apple hat alle Daten Herausgegeben die angefordert wurde. Irgendwas läuft da wider.
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  2. iPhoner 15. Januar 2020 um 22:06 Uhr ·
    Da dem US Präsidenten alles zuzutrauen ist, wird das noch spannend….
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  3. NBrock 15. Januar 2020 um 22:10 Uhr ·
    Der Trump soll endlich mal seine Steuerklärung abgeben und immer die Wahrheit sagen. Der Mann sägt aber nur Zwietracht und ist auf der Welt überall nur am Zündeln.
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  4. Catweazle 15. Januar 2020 um 22:37 Uhr ·
    Naja, Trump kennt sich eben aus. Der weiß, wie man Verbrecher schützt, er gehört ja zu den größten.
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    • lstolley@t-online.de 16. Januar 2020 um 06:20 Uhr ·
      Das stimmt
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      • Gast 16. Januar 2020 um 06:52 Uhr ·
        Eventuell sollte man ihm mal sagen das dann auch seine iPhones so eine Hintertür haben werden , wenn er es fordert. Das FBI kann dann auch ihn mal durchleuchten.
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  5. Marco 16. Januar 2020 um 09:30 Uhr ·
    Leider hat Trump hier auch mal recht, Apple schützt Verbrecher mit dieser Einstellung.
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  6. Blub 16. Januar 2020 um 09:38 Uhr ·
    Apple schützt nicht nur Mörder sondern auch alle Apple Nutzer. Würde Apple eine Hintertür einbauen dann würde das alle betreffen. Genau das wollen die vermutlich. Wegen 6 Verbrecher machen die nicht so einen Aufriss. Die sollten lieber iPhones für Straftäter verbieten! Das könnte auch wieder nur Werbung für Apple sein. Ich kann mir keine bessere Werbung für Apple vorstellen als eine Twitter Kommentar von Donald T. Alle Welt schaut drauf.
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    • Marco 16. Januar 2020 um 15:52 Uhr ·
      Die Idee mag zwar gut sein aber wie sollte Apple das durchsetzen? Die meisten Waffen zb sind auch verboten und dennoch kann ich mir jeden Tag eine Knarre besorgen und genauso wäre es dann mit nem iPhone, deshalb wäre es am einfachsten wenn Apple eine spezielle Hintertür programmiert. Das FBI scheint übrigens dazu dazu in der Lage zu sein, Daten selbst aus jüngster iPhone-Hardware auslesen zu können. Im vergangenen Oktober nutzten Ermittler im US-Bundesstaat Ohio offenbar eine „GrayKey“ genannte Box, um eine forensische Analyse der aktuellen Gerätegeneration iPhone 11 Pro Max durchzuführen, wie aus einem Durchsuchungsbeschluss hervorgeht, den das Magazin Forbes veröffentlicht hat.
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  7. skymind 16. Januar 2020 um 09:52 Uhr ·
    Dieser Präsident ist so ein Witz… unglaublich.
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  8. Maxi 16. Januar 2020 um 15:04 Uhr ·
    Hoffentlich wird er bald abgesetzt!!!
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  9. Gast 16. Januar 2020 um 18:16 Uhr ·
    Na ja , das Thema dürfte ja nun vom Tisch sein wo das FBI in einer Presseerklärung vollmundig behauptet mit einer Software von Gray Kay ein iPhone 11 Pro entsperren konnte. Dann ist doch alles gut und Trump kann seine TerrorPhones selbst öffnen.
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  10. Thorsten 16. Januar 2020 um 19:45 Uhr ·
    Die brauchen die Hilfe von Apple gar nicht. Alles nur Show.
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