Mein geklautes MacBook 1/4: Ein Blick auf Apples neues Line-Up

Back to School 2019 - Apple

Am letzten Dienstag hat Apple seine neue MacBook-Linie präsentiert, einen Tag später wurde ich genötigt, mich damit näher auseinanderzusetzen. Ein paar Gedanken zum Auftakt einer Serie aus vermutlich vier Artikeln.

Als Apple am Dienstag der letzten Woche die komplett überarbeitete MacBook-Serie präsentiert hat, habe ich diese zwar in mehreren Nachrichten an Kollegen positiv bewertet, hätte aber niemals mit dem Gedanken gespielt, mir ein neues Gerät zu kaufen. Mein MacBook Pro aus 2014 kam zwar langsam in die Jahre und hatte vor allem eine kleine, ständig volle Festplatte, machte aber abgesehen davon einen ziemlich zuverlässigen Job. Keine 24 Stunden später wurde mir genau dieses MacBook geklaut und ich musste mich gezwungenermaßen doch intensiver mit den neuen Geräten auseinandersetzen. In einer (vermutlich vierteiligen) Artikel-Serie will ich nun an dieser Stelle über verschiedene Stadien meines MacBook-Diebstahls berichten.

Die neuen MacBooks: Retina weg, logische Abstufung rein

Die größte Änderung bei der Präsentation von Apples neuer MacBook-Reihe besteht optisch vermutlich darin, dass der Konzern selbst keine Laptops ohne Retina-Display verkauft. Weniger direkt sichtbar ist, dass die gesamte Reihe mobiler Macs seit Dienstag endlich wieder Sinn ergibt, seit Präsentation des MacBook Pro mit Touchbar fehlte der Reihe meiner Meinung nach nämlich jegliche Einheitlichkeit.

Erinnern wir uns zurück an den Zustand vor dem 9. Juli 2019: Verkauft wurde das alte MacBook Air ohne Retina-Display, ein 12“ MacBook, ein 13“ MacBook Air mit Retina-Display, ein 13“ MacBook Pro mit Retina-Display ohne Touch Bar, ein 13“ MacBook Pro mit Touch Bar und Retina-Display sowie ein 15“ MacBook Pro mit Touch Bar und Retina-Display. Ich komme – ohne verschiedene Hardware-Konfigurationen zu bedenken – auf sechs verschiedene Modelle. Die Tatsache, dass diese von Apple am Dienstag auf drei Modelle (MacBook Air, MacBook Pro 13“ und MacBook Pro 15“) eingedampft werden konnten, spricht für ein ziemlich überladenes und kompliziertes Line-Up.

Schauen wir uns aber nochmal das neue Line-Up mit seinen drei Produkten etwas genauer an: Ich habe über Jahre gezögert, Menschen aktuelle MacBooks zu empfehlen, weil ich die angebotenen Varianten preislich nicht sonderlich attraktiv und die verschiedene Modelle leicht verwirrend fand. Die drei Modelle, die Apples Aufräumaktion überstanden haben, sprechen hingegen meiner Meinung nach ziemlich eindeutig ihre Zielgruppen an: Das MacBook Air ist – vor allem preislich – als Einsteiger-MacBook positioniert, hat aber jetzt in allen Ausstattungen ein Retina-Display, Touch ID und den T2-Chip. Das MacBook Pro zielt auf Menschen mit Bedarf an mehr Leistung ab, kostet entsprechend mehr und kommt jetzt in allen Ausstattungen mit der Touch Bar, Touch ID und dem T2-Chip. Außerdem hat das True Tone-Display, bekannt aus einigen Vorgängermodellen sowie aktuellen iPads und iPhones, Einzug in alle verfügbaren Macs erhalten. Lediglich der erweiterte Farbraum ist (noch) Apples Pro-MacBooks vorenthalten.

Ein MacBook Air für mich

Das einzige Problem, das ich bei der Suche nach einem Ersatz für mein gestohlenes MacBook Pro hatte war, dass ich alle neuen MacBooks interessant finde und mich daher zwischen einem MacBook Air* und einem MacBook Pro* mit 13“-Display entscheiden musste. Am Ende ist die Entscheidung auf das Air gefallen, weil es noch etwas mobiler ist und ich den Aufpreis für die Touch Bar nicht zahlen wollte. Touch ID, Retina-Display mit True Tone, der T2-Chip und Hardware-Tasten waren mir wichtig, bunte Buttons auf einem winzigen Display waren es weniger. Damit war die Entscheidung, stark beschleunigt durch das aufgeräumte Line-Up, in überschaubarer Zeit gefallen: Ich habe ein MacBook Air bestellt, allerdings mit 16GB Arbeitsspeicher und 512GB SSD. Auch das ist ein Vorteil der Aufräumaktion vom vergangenen Dienstag: Die Preise für ein Upgrade des SSD-Speichers sind deutlich gesunken – allerdings ist Apple immer noch dreist genug, um 128GB-SSDs als Standardkonfiguration anzubieten, selbst in den „Pro“-Geräten. Als Student profitiere ich zudem von Apples Back To School-Aktion und bekomme Beats-Kopfhörer geschenkt – die ich allerdings direkt an eBay-Kleinanzeigen oder interessierte Leser weitergeben würde.

Das bestellte MacBook Air ist aktuell unterwegs in einen Apple Store in meiner Nähe und wird dort hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft von mir in Empfang genommen werden. Bis dahin versuche ich möglichst viel meiner alltäglichen Arbeit mit meinem iPad zu erledigen, Teil 2 dieser kleinen Artikel-Reihe wird dann genau dieses Thema behandeln. Falls bis dahin jemand in der Umgebung von Berlin (oder gern auch im Rest Deutschlands) vermutet, mir entweder aus Versehen mein MacBook Pro geklaut zu haben oder es zum Kauf angeboten zu bekommen (Mid 2014, 13“, 128GB SSD, 8GB RAM, ein toter Pixel, Kamera abgedeckt, Akku im Eimer), freue ich mich natürlich über Hinweise! Denn auch wenn ich mich ein wenig auf mein neues MacBook Air freuen, mein altes Pro noch ein paar Jahre zu verwenden wäre mir deutlich lieber.

Vielleicht ist dieser Gedanke ein guter Abschluss dieses ersten Teils der Serie: Ich weiß, dass ich mir irgendwann ein neues MacBook hätte kaufen wollen oder müssen und wie bei jedem Apple-Produkt besteht auch bei dem bestellten MacBook Air meinerseits eine gewisse Vorfreude darauf, den neusten Computer nutzen zu können und von der größeren Festplatte und mehr Arbeitsspeicher zu profitieren. Allerdings geben die Umstände, unter denen es zu diesem Kauf gekommen ist, dem neuen Air einen unguten Beigeschmack, ich hätte die Entscheidung lieber selbstständig (und mit dem Finanzpolster des verkaufbaren MacBook Pro) getroffen.

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Yannik Achternbosch
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3 Kommentare zu dem Artikel "Mein geklautes MacBook 1/4: Ein Blick auf Apples neues Line-Up"

  1. H 18. Juli 2019 um 14:38 Uhr ·
    Endlich seit gefühlter Ewigkeit ein guter Artikel von Apfelpage. Ich bin echt gespannt auf die restlichen drei Artikel. Ich hab für meinen kleinen Bruder das Einsteiger MBP 13“ mit 16GB RAM mit einer 256 GB SSD gekauft. Nachdem nun die Benchmarks veröffentlicht wurden, bereue ich es überhaupt nicht zur 2.4 GHz Variante gegriffen zu haben.
    iLike 16
  2. klauss 18. Juli 2019 um 18:38 Uhr ·
    Was ist an einem MacBook Air 13″ ’noch mobiler‘ als an einem MBP 13″? Außer die eigene Einbildung? Weil es keilförmig ist? An einer Steller flacher, an der anderen höher als ein MBP (was sich dann wieder ausgleicht)?
    iLike 1
    • Toni Ebert 18. Juli 2019 um 19:15 Uhr ·
      Reichen die 2 Stunden, die das Air länger ohne Steckdose durchhält für eine Klassifizierung als „mobiler“? ;-)
      iLike 7

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