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Facebook sieht Kartellrechtsprüfung der EU und Großbritanniens entgegen

Facebook sieht mehreren neuen Ermittlungen wegen möglicher Kartellrechtsverstöße entgegen: Die Wettbewerbsbehörden in Großbritannien und der EU halten es für möglich, dass Facebook dem Wettbewerb geschadet habe, indem man die Daten von Werbetreibenden auf der eigenen Plattform sammelt und auswertet.

Facebook muss mit weiteren Untersuchungen aufgrund seiner Geschäftspraxis rechnen. Am Freitag teilten die Wettbewerbsbehörde Großbritanniens und auch der EU mit, man habe sich entschlossen, eine formelle kartellrechtliche Untersuchung des Zuckerberg-Unternehmens einzuleiten, wie aus Medienberichten vom Vormittag hervorgeht. Hintergrund ist die Praxis von Facebook, Daten aller Art zu sammeln und zu seinem eigenen Vorteil einzusetzen.

Hat Facebook dem Markt geschadet?

Konkret ist für die Untersuchungen, die heute eingeleitet wurden von Interesse, ob Facebook etwa dem Werbemarkt durch seinen Umgang mit Daten geschadet hat, die auf den eigenen Plattformen erhoben wurden. Wenn Facebook insbesondere Daten von Werbetreibenden sammelt, die auf Facebook aktiv sind, könnte der Konzern dadurch in Konkurrenz mit diesen Unternehmen auf den Märkten treten, auf denen sie außerdem aktiv sind, zu nennen wäre hier etwa das Geschäft mit Kleinanzeigen, in dem Facebook mit seinem Shopping-Bereich selbst verstärkt aktiv ist.

Wettbewerbsverfahren der EU ziehen sich in der Regel über mehrere Jahre und es können zahlreiche Rechtsmittel eingelegt werden, bis es zu einer finalen Entscheidung kommt. Nach dem Brexit können die Behörden im Vereinigten Königreich womöglich zügiger bindende Entscheidungen treffen. Gegen Facebook wurden bereits zu früherer Gelegenheit vergleichbare Vorwürfe geäußert. Auch Amazon muss aktuell eine Prüfung möglicher Wettbewerbsverzerrungen über sich ergehen lassen, die unter anderem vom deutschen Bundeskartellamt durchgeführt wird.

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Roman van Genabith
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