Projekt Marzipan: Apples Weg zur Universal-App für iPhone, iPad und Mac

Apples Ansatz der Universal-Apps wird von dem Unternehmen weiter verfolgt. Das Projekt, das Entwicklern die Arbeit dramatisch erleichtern könnte, soll aber erst 2021 fertig werden, wie es nun heißt. Bereits im Sommer möchte Apple aber schon die erste Stufe dieser Initiative zünden.

Apple arbeitet dem Vernehmen nach schon lange an einer Lösung, die es Entwicklern erlauben soll, sogenannte Universal-Apps zu schreiben, Apfelpage.de berichtete. Damit sind nicht die Apps gemeint, die auf iPhone und iPad gleichermaßen laufen, sondern Anwendungen, die auch direkt mit dem Mac kompatibel sind. Die grundsätzliche Verträglichkeit besteht schon länger: Die Programmiersprachen Swift und Objective-C kommen ebenso gleichermaßen auf Mac und iOS-Geräten zum Einsatz, wie sich die Interfaceumgebung vom Aufbau her ähneln. Dennoch müssen Anwendungen heute zweimal komplett eigenständig entwickelt werden. Das soll sich ändern, doch es ist ein langwieriger Prozess. Bloomberg berichtet nun über den Stand der Dinge.

In mehreren Schritten zur Universal-App

So soll es im Sommer die erste Stufe auf dem Weg zur Universal-App geben: Da soll Apple auf der WWDC 2019, die am 03. Juni beginnt, ein SDK vorstellen, mit dem schon einmal iPad-Apps in einem einzigen Arbeitsschritt in Mac-Apps konvertiert werden können. Es ist davon auszugehen, dass dies zunächst eine Beta sein wird, die dann im Herbst finalisiert wird. Im nächsten Jahr dann soll eine weiterentwickelte Version auch iPhone-Apps in Mac-Apps konvertieren können. Schließlich ist das Ziel des Projekts Marzipan, dass eine App nur mehr einmal geschrieben werden muss und von Anfang an auf allen drei Gerätetypen läuft. Das soll dann 2021 der Fall sein.

Vorbereitung auf eigene Chips

Das ganze macht nicht nur die Entwicklung von Apps einfacher, es könnte auch ein Versuch Apples sein, die Entwickler auf eine einschneidende Änderung vorzubereiten. Gerüchteweise arbeitet das Unternehmen nämlich schon länger daran, Intel und die X86-Architektur hinter sich zu lassen.

MacBook Pro 2018 mit T2-Chip / iFixIt

MacBook Pro 2018 mit T2-Chip / iFixIt

Wenn im Mac nur noch Prozessoren aus eigener Entwicklung zum Einsatz kämen, die aber wohl weiter auf dem ARM-Design basieren würden, wäre es vorteilhaft, wenn die Entwickler schon eine funktionierende, voll mit iOS integrierte, Entwicklungsumgebung vorfinden würden. Der Bruch der Kompatibilität zur X86-Welt würde dann womöglich weniger drastisch ausfallen. Bis zu einem solchen Schritt werden aber wohl noch Jahre vergehen.

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Roman van Genabith
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5 Kommentare zu dem Artikel "Projekt Marzipan: Apples Weg zur Universal-App für iPhone, iPad und Mac"

  1. 7heAlphaLion 20. Februar 2019 um 14:49 Uhr ·
    Würde ich generell sehr begrüßen!
    iLike 14
  2. Tom 20. Februar 2019 um 18:44 Uhr ·
    Wohl doch der erste Schritt zur Zusammenlegung von iOS mit macOS!?
    iLike 0
  3. xhase 20. Februar 2019 um 19:18 Uhr ·
    Wenn Xcode auf den iPads mit Stift läuft wird aus macBook ganz schnell ein iPadBook.
    iLike 0
  4. insi 21. Februar 2019 um 06:53 Uhr ·
    Continuum lässt grüßen. Hab es auf meinem Lumia 950 gern und viel genutzt.
    iLike 0
  5. Malleralle2626 21. Februar 2019 um 09:08 Uhr ·
    Dies wäre vorzüglich 👍💪
    iLike 0

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