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Lauschangriff im Wohnzimmer: Echo hört mit

Amazon Echo

Es dürfte all jene Skeptiker darin bestärken, dass der Echo von Amazon ein Datenschutzrisiko ist. Ein Sicherheitsforscher hat einen Bug entdeckt, der es erlaubt Wohnzimmer von Echo-Nutzern abzuhören. Der heimtückische Eingriff hinterlässt keine Spuren.

Es könnte noch zu einem Alptraum von Datenschützern und Privatsphäreaktivisten werden, das aufstrebende Marktsegment der smarten Heimlautsprecher. Erste Berichte über polizeiliche Ermittlungen, bei denen Sprachaufzeichnungen von Echo-Lautsprechern eine Rolle spielten, gab es bereits vor Monaten. Normalerweise hört der Echo allerdings nicht ständig mit. Er lauscht lediglich auf seine Aktivierungswörter, „Echo“, „Alexa“ oder auch „Computer“.

Amazon Echo Dot Schwarz

Amazon Echo Dot Schwarz – Amazon

Mark Barnes hat aber herausgefunden, dass es auch anders geht. Der Sicherheitsforscher von MWR InfoSecurity hat eine Lücke in Echo entdeckt, die den Lautsprecher in ein sendendes Mikrofon verwandelt. Die Funktion des Echo wird davon nicht beeinträchtigt und der Angriff hinterlässt keine Spuren. Ganz so groß muss die Sorge um die heimische Ungestörtheit indes nicht ausfallen.

Aktuelle Echos sind sicher

Der Angreifer benötigt eine ruhige Minute im Haus des Opfers. Über den Wartungszugang an der Unterseite des Echos kann ein Skript auf den Lautsprecher geladen werden, das innerhalb einer Minute alle nötigen Rechte auf dem Linux-Betriebssystems erwerben und die Audioaufzeichnung an einen Server des Angreifers schicken kann. Doch anfällig für diese Manipulation sind nur ältere Echo-Geräte. Die Modelle von 2017 sind vor dem Bug sicher. Zudem kann der Nutzer das Mikrofon stummschalten, was zwar den Lauschangriff wirksam unterbindet, dabei aber den Echo faktisch auch unbenutzbar macht. Amazon betonte, dass es die Privatsphäre der Nutzer sehr ernst nehme und wies darauf hin Echo-Geräte nur bei Amazon und autorisierten Partnern zu kaufen und natürlich stets die aktuellste Software zu nutzen. Ob das Problem auf älteren Geräten von 2015 und 2016 durch ein Software-Patch beseitigt werden kann, wurde zunächst nicht klar.

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Roman van Genabith
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13 Kommentare zu dem Artikel "Lauschangriff im Wohnzimmer: Echo hört mit"

  1. Kentaurus 2. August 2017 um 14:09 Uhr ·
    Also keine fremden Menschen in die Wohnung lassen die einem erzählen sie wollen eine neue Software auf meinem Echo installieren!! 😜
    iLike 2
    • Roman van Genabith 2. August 2017 um 14:10 Uhr ·
      Ja das wäre gut ;)
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  2. Besserwisser 2. August 2017 um 14:19 Uhr ·
    Liebe Redaktion, falls Ihr diesen Artikel nur so übernommen habt, macht euch doch bitte wengistens die Mühe, einmal kurz drüber zu lesen ob es inhaltlich stimmt was ihr verbreitet. Wie soll denn bitte diese tolle Erfindung aus dem Hause Amazon auf seine Schlagworte zur Aktivierung hören, ohne das er ständig mithört was so gesagt wird? Hier muss einfach den Leuten denen ihre Privatsphäre nicht scheiß egal ist, die nackte Wahrheit gesagt werden, nämlich das diese smarten Intelligenzbestien immer zuhören was gesprochen wird. Vielleicht wird es nicht aufgezeichnet, aber ausgewertet wird es auf jeden Fall zu Erkennung der genannten Schlagworte. Wenn nun jemand einen Bug oder eine Hintertüre in so einer Box nutzt, so kann er natürlich jederzeit alles mithören was in seiner Empfangsreichweite gesprochen wird.
    iLike 0
    • Roman van Genabith 2. August 2017 um 14:47 Uhr ·
      Lieber Besserwisser! Ein guter Besserwisser sollte es auch wirklich besser wissen. ;) ganz so einfach stellt sich der Sachverhalt nämlich nicht dar. Ich empfehle hier zu die beiden folgenden verweise als weiterführende Leseempfehlung. https://www.google.de/amp/s/www.homeandsmart.de/amp/8512 https://www.onlinekosten.de/news/moegliche-abhoergefahr-von-amazon-echo-co-muessen-nutzer-gaeste-warnen_208238.html Zusammengefasst kann man wohl sagen, die Möglichkeit einer Aufzeichnung und späterer Auswertung von gesprochenem ist latent möglich, Sicherheitsprobleme sind in diesem Umfeld natürlich besonders kritisch. Jeder Nutzer sollte wissen, dass ein Zugewinn an Bequemlichkeit mit gewissen Unbekannten auf der Risikoseite erkauft wird. Das entscheidende ist: es gibt einen Ausschalter.
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      • Jan 2. August 2017 um 15:02 Uhr ·
        Die Links sind völlig irrelevant für das Thema, ob möglicherweise eine tatsächliche Abhörgefahr durch Manipulation besteht oder nicht. Ich traue weder Amazon noch sonst einem Hersteller, auch nicht Apple. Und selbst wenn es stimmen sollte, dass keine Aufzeichnungen von Haus aus erfolgen (was ich sehr bezweifle bei der Geldgeilheit aller Unternehmen), besteht eine permanente Gefahr, dass diese Teile auch von der Ferne aus gehackt werden. Daher kommen mir solche Dinger nicht ins Haus. Auch am iPhone oder iPad ist bei mir Siri deaktiviert ( kann ja ohnehin nichts Vernünftiges), dennoch habe ich Zweifel, ob dies wirklich der Fall ist. Man kann da nur hoffen. Je mehr solch technischer Unfug kommt umso mehr muss man auf der Hut sein. Allem entziehen funktioniert leider kaum noch, und wenn du nur Gast bei jemand bist, der solche Geräte besitzt.
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    • Stephan 2. August 2017 um 17:00 Uhr ·
      So ein dummes gelaber, Privatsphäre bla bla bla… Als ob diese eingeschränkt würde…
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  3. Erik 2. August 2017 um 14:51 Uhr ·
    Dann kann also jemand, falls er noch Zugriff auf meine WLAN Kamera hat, einfach Filme bei Netflix mitsehen unf
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  4. Erik 2. August 2017 um 14:51 Uhr ·
    ..und hören ohne zu bezahlen? Ein Skandal..!!
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  5. Dan 2. August 2017 um 15:32 Uhr ·
    Diejenigen, die auf Echo als Wanze schimpfen: ihr könnt auch über eure Smartphones oder Smart-TVs abgehört werden. Alles, was ein Mikro hat
    iLike 2
    • Jan 2. August 2017 um 15:42 Uhr ·
      Na und, das macht es nicht besser.
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    • Siglinde 2. August 2017 um 18:17 Uhr ·
      Also, warum sollte ich mir dann noch eine Wanze ins Haus holen.?
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  6. Apfelschorsch 2. August 2017 um 16:31 Uhr ·
    Ist wirklich frech. Woanders bekommt Mann 1,99 pro Minute
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  7. mflux 3. August 2017 um 05:26 Uhr ·
    Wenigstens wird dieses Problem behoben. Bei Apple ist das Standard, das es Sicherheitslücken gibt, die nie behoben werden, weil es eher ein Feature ist.
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