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Kommentar: Wenn der Datenschutz Siri in Ketten legt

HomePod schwarz und weiß

Wo liegt der Unterschied zwischen Alexa und Siri? Gut, die Frage ist etwas unfair, so viele Unterschiede lassen sich gar nicht aufzählen, aber wir wollen hier auf eine ganz bestimmte Eigenschaft hinaus: Mit Alexa kann man einkaufen, mit Siri nicht. Und das hat einen Grund.

Es gibt Dinge, die gehen in einem Haushalt einfach immer und immer wieder kaputt. Bei mir sind das etwa Kopfhörer. Ja, lacht ruhig, ich nutze als Headset seit Jahr und Tag vorwiegend die EarPods von Apple, nicht aufgrund ihrer herausragenden Klangeigenschaften, tatsächlich wohl nur aus Gewohnheit.
Andere Dinge gehören zu den Verbrauchsgütern und müssen von Zeit zu Zeit nachbestellt werden. Und gerade in Pandemiezeiten haben Onlineversender wie Amazon ihr Angebot auch an Alltagsprodukten deutlich aufgestockt. Diese lassen sich schon lange problemlos per Sprache bestellen, wenn man einen Echo hat. Voice-Shopping nennt der Marketingfachmann das und man prognostiziert dieser Einkaufsmethode ein Milliardenpotenzial. Neue Kopfhörer per Zuruf in Richtung Echo? Heute gekauft, morgen geliefert – ganz einfach.

Einkauf per HomePod und Siri? Keine Chance, heute nicht und wohl nicht morgen und der Grund ist ebenso wenig überraschend, wie der Hintergrund bedauerlich ist. Apple wird zum Opfer seiner obersten Prinzipien.

Wenn der Datenschutz Apple ausbremst

Denn bei Apple hat man sich durchaus um die Möglichkeit des Voice-Shopping per Siri Gedanken gemacht, die Idee aber letztlich verworfen. Aus Gründen des Datenschutzes hatte Apple darauf verzichtet, die Funktion umzusetzen, die ursprünglich so ähnlich wie das Alexa-Shopping hätte werden sollen, heißt es. Zur Authentifizierung hätte hier ein Stimmabdruck genutzt und mit der Apple-ID verknüpft werden müssen, eben das wollte Apples Führungsteam nicht.

Auch wenn der Anspruch lobenswert ist, für den Endkunden bleibt unterm Strich: Wieder eine Sache, die Siri nicht kann. Gerade am HomePod hätte Apple hier zu Amazon aufschließen können. Schade!

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "Kommentar: Wenn der Datenschutz Siri in Ketten legt"

  1. kottan58 21. April 2022 um 16:17 Uhr ·
    Mir ist der Datenschutz wichtiger als per Siri meine Einkäufe zu machen
    iLike 30
  2. Bambusradler 21. April 2022 um 17:02 Uhr ·
    Erst alles online bestellen und sich dann wundern, warum der lokale Einzelhandel die Grätsche macht. Wieder ein Fall aus der Kategorie: nicht alles was technisch möglich ist ist auch gesellschaftlich wünschenswert. Lebensmittel kauf ich sowieso immer vor Ort ein, Haushaltswaren nehm ich bei der Gelegenheit gleich mit, wo ist da (auch in Pandemiezeiten) das Problem?
    iLike 5
    • Actron 21. April 2022 um 17:59 Uhr ·
      Naja viele wird es da nicht wundern, zumindest nicht die alles Online kaufen. Der lokale Einzelhandel ist eich in vielen Bereichen überholt.
      iLike 4
  3. sonnydc43 21. April 2022 um 19:50 Uhr ·
    Ich will lieber sehen was ich bestelle ,per Sprache würde ich nichts ordern !
    iLike 3

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