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Druck auf Apple: US-Bundesstaat könnte App Store-Fesseln sprengen

App Store von Apple

Apple hat immer größere Probleme, die homogene 30%-Struktur des App Stores zu erhalten. In den USA hat nun ein weiterer Bundesstatt einen Vorstoß auf den Weg gebracht, Apple dazu zu zwingen, beliebige Zahlungsmöglichkeiten für Apps und Käufe zu erlauben.

Apples App Store gerät immer mehr unter Druck: Ein neuerlicher Gesetzesvorstoß zielt darauf ab, es den Entwicklern zu erlauben, Zahlungen für ihre Apps und Abos über eine Zahlungsweise ihrer Wahl abzuwickeln. Verschiedene frühere Versuche einzelner US-Bundesstaaten wie Arizona, New York oder Florida, dies gesetzlich zu regeln, waren alle erfolglos, doch diesmal könnte es anders sein: In Illinois wurde nun der Freedom to Subscribe Directly Act vorgestellt.

Der Name ist eigentlich Beschreibung genug: Das Gesetz sieht vor, dass Apple nicht mehr den Entwicklern vorschreiben darf, Zahlungen per iTunes abzuwickeln, ebenso wenig darf es Google erlaubt sein, ausschließlich Google Play als Zahlungsinfrastruktur zu nutzen.

Die 30%-Provision soll weg

Das Gesetzesvorlagen wird auch von der Softwarefirma Basecamp unterstützt, die in dem Staat beheimatet ist. Basecamp entwickelt und vertreibt den E-Mail-Client HEY und ist überhaupt nicht gut auf Apple und dessen 30%-Ansatz zu sprechen. Ob das Gesetz tatsächlich in dem Staat in Kraft gesetzt wird, ist noch nicht sicher. Falls ja, wäre damit ein Dammbruch eingetreten, denn dann müsste Apple innerhalb der USA verschiedene App Store-Regeln für verschiedene Bundesstaaten umsetzen und es steht zu vermuten, dass dann auch rasch weitere Staaten folgen und ihrerseits gesetzliche Regelungen für die eine oder andere Eigenschaft von App Store und Google Play Store treffen würden.

Erst kürzlich hatte Apple in den Niederlanden nachgegeben und erlaubt dort Entwicklern von DAting-Apps, auch Zahlungen außerhalb des App Stores zu empfangen, Apfelpage.de berichtete. Wie wir allerdings ebenso berichtet hatten, ist noch nicht klar, dass die niederländische Wettbewerbsaufsicht mit dieser Zusage Apples zufrieden ist, denn diese impliziert auch weiterhin die Absicht, Provision in nicht genannter Höhe von den Entwicklern zu erheben.

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Roman van Genabith
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