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Trotzdem weiter Provision? Apple stellt niederländische Wettbewerbsaufsicht nicht zufrieden

App Store von Apple

Apple hat zwar auf die Anweisung der niederländischen Wettbewerbsaufsicht zur Freigabe von Zahlungen in Dating-Apps auch außerhalb des App Stores reagiert, doch völlig zufriedengestellt ist die Behörde damit noch nicht. Sie prüft, ob damit auch tatsächlich jede Wettbewerbsbeeinträchtigung beseitigt ist. Hintergrund ist, dass Apple auch von diesen externen Zahlungen noch Provision einbehalten möchte.

Apple hatte am Wochenende erklärt, einigen App-Entwicklern in Zukunft in den Niederlanden die Möglichkeit einzuräumen, Zahlungen von Käufen und Abos auch außerhalb des App Stores annehmen zu können, wie wir in einer entsprechenden Meldung berichtet hatten. Dieses Zugeständnis ist bis jetzt einmalig im Falle der umstrittenen App Store-Provision und könnte zu einem Vorbild für eine mögliche Lösung in weiteren Märkten werden, daher wird die Entwicklung bei unseren Nachbarn aufmerksam beobachtet.

Nun hat Apple zwar einerseits der Anordnung der niederländischen Aufsichtsbehörde ACM entsprochen, diese prüft aber weiter, wie die Agentur Reuters unter Berufung auf eine Mitteilung der Behörde berichtet. Hintergrund ist die unkonkrete Natur von Apples Erklärung.

Apple will weiterhin Provisionen einbehalten

Einerseits erklärt Apple nur reichlich allgemein, dass Entwickler eine entsprechende Eintragung in eine App vornehmen müssen, die darauf hinweist, dass in ihr externe Zahlungen vorgenommen werden können, diese Funktion muss dann von Apple freigegeben werden. Die Entwickler können einen Link in der App unterbringen, dem die Nutzer zu einer externen Seite folgen können, wo sich dann Zahlungen tätigen lassen. Doch auch dann möchte Apple eine Provision aller Transaktionen einbehalten.

Hier bleibt man allerdings ebenfalls sehr allgemein: Es wird etwa nicht die Höhe der zu vereinnahmenden Provision angegeben, was bei der ACM natürlich weiteren Prüfungsbedarf auslöst. Diese möchte sicherstellen, dass Apple ein faires Wettbewerbsumfeld im Sinne ihrer Regulierungsauslegung bietet. Bis Apple hier weitere Klarheit schafft, bleibt es spannend.

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Roman van Genabith
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