Noch eine Woche: Apples Zeitschriftendienst noch immer ohne Top-Titel im Katalog

Nächste Woche möchte Apple voraussichtlich den neuen Zeitschriftendienst vorstellen, doch noch immer fehlen ihm wichtige Größen im amerikanischen Blätterwald. Es ist auch fraglich, ob Apple diese Verlage noch mit ins Boot holt.

Es ist nicht mehr lange hin: Am 25. März hält Apple sein Spring-Event im Apple Park. Doch wenn man im Steve Jobs-Theater den neuen Streamingdienst enthüllt, zeigen sich die Reihen im Katalog womöglich noch recht ausgedünnt: Große US-Networks haben einem früheren Bericht nach noch keinen Deal mit Apple unterschrieben. Branchenschwergewicht Netflix ist wie heute berichtet definitiv nicht dabei und beim Zeitschriftendienst, einem weiteren mutmaßlichen Programmpunkt der Veranstaltung, klemmt es auch noch auf der Zielgeraden.

Schrittmacher im US-Zeitungsmarkt sind nicht dabei

Wie sich schon im Vorfeld angedeutet hatte, werden die beiden großen Publikationen New York Times und Washington Post nicht an Apples Zeitschriftendienst teilnehmen, das bestätigte heute der Business Insider. Dort hat man nach eigener Angabe mit einem halben Dutzend Verlagen Kontakt aufgenommen und einmal vorsichtig nachgefragt. Im Falle der New York Times ist der Verzicht nicht überraschend: Dort hatte man vor Jahren eine konsequente Bezahlschranke für sein Onlineangebot eingeführt. Wenige Artikel können Besucher pro Monat gratis lesen, der Rest öffnet sich nur im Abo. Was anfangs als Selbstmordmission galt, hat funktioniert: Allen Schwarzsehern zum Trotz finden sich genug Menschen, die für guten Journalismus bezahlen, sodass die Times heute mit dem eAbo mehr verdient als mit der gedruckten Zeitung.

Bei der Washington Post ist nicht zu vernachlässigen, dass den Verlag inzwischen dem Gründer von Amazon gehört. Man mag sich hier fragen, ob das eine Rolle bei der Absage in Richtung Apple gespielt haben könnte. Das Wall Street Journal, eine weitere tonangebende Zeitung in den USA und weltweit, will sich noch nicht festlegen: Man sei in konstruktiven Gesprächen mit Apple, um seine journalistische Arbeit einer noch größeren Leserschaft zugänglich machen zu können. – scheint, als gäbe es zumindest hier noch etwas Hoffnung.

Was bis jetzt über Apples geplanten Zeitschriftendienst bekannt ist, haben wir hier zusammengefasst.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Noch eine Woche: Apples Zeitschriftendienst noch immer ohne Top-Titel im Katalog"

  1. iPhone_User 19. März 2019 um 19:51 Uhr ·
    Das wird so auch leider nix mit den 50% an Abgaben. Genauso wie der Streaming Dienst 👎
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