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iPad nützlicher für Menschen mit Autismus als professionelle Geräte

Menschen mit Behinderung sind oftmals auf Technologie angewiesen, die ihnen das alltägliche Leben erleichtert. Doch die mittels staatlicher Förderung oder von der Krankenkasse bereitgestellten Gerätschaften reichen hierfür manchmal nicht aus. In den USA hat nun der Vater eines Kindes mit Autismus seine Geschichte erzählt und erklärt, wie der Umstieg auf ein iPad seinem Sohn mehr Lebensqualität geschenkt hat.

Manchmal sind Krankenkassen dazu bereit, mehr Geld auszugeben für Technologien, die Menschen mit Behinderung eigentlich kaum nützlich sind. Stattdessen kann ein Gerät wie ein iPad mit einer entsprechenden App viel mehr Funktionen bieten – noch dazu zu einem günstigeren Preis.

Diese Erfahrung musste zuletzt David Perry machen, Vater eines mittlerweile fünfzehnjährigen Autisten mit Down-Syndrom, der seine Geschichte in einem Beitrag auf The Verge erzählt. Als dieser drei Jahre alt war, war bereits klar, dass er sich wohl nie bloß verbal verständigen können würde.

Daraufhin wurde dieser in einer Klinik getestet und es wurde das günstigste Sprechgerät verschrieben, da er dieses auch bedienen konnte. Dieses Gerät bestand jedoch aus einer Plastikbox und zahlreichen Papierstücken, auf denen Wörter und Bilder abgebildet waren. Diese konnten wiederum ausgeschnitten und aufgeklebt werden und die Geräusche, die darauf abgebildet waren, aufgenommen und vom Sohn abgespielt werden. Diese „Maschine“ hat allerdings 3.000 Dollar gekostet.

Stattdessen hatte die Familie gehofft, ein iPad bereitgestellt zu bekommen mit einer speziellen App namens Proloquo2go, die wiederum nur 250 Dollar gekostet hätte. Beides konnten sich die Eltern allerdings nicht leisten, sodass sie zunächst auf einen Sponsor warten mussten, der ihnen schließlich das Geld bereitgestellt hat.

iPad garantiert visuelle und auditive Stimulation

Seither kann der mittlerweile Fünfzehnjährige aus unzähligen Wörtern und Sätzen wählen, da die App ein rundum anpassbares Menü bietet. Dadurch kann er diese sogar in der Schule nutzen. Darüber hinaus hat er auch Zugang zu sowohl visueller als auch auditiver Stimulation, da er YouTube-Videos schauen oder Songs auf Amazon Music streamen kann. Dies ist wiederum unheimlich wichtig für Menschen mit Autismus.

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Ann-Kristin Stelter
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2 Kommentare zu dem Artikel "iPad nützlicher für Menschen mit Autismus als professionelle Geräte"

  1. Andy68 13. Juli 2022 um 08:27 Uhr ·
    Autismus ist dermassen Vielschichtig das eine solche Verallgemeinerung wie im Artikel nicht zutrifft. Ich arbeite mit Behinderten zusammen und kann sagen das wir Asperger Autisten haben die mehr können als manch ein „Normaler“, aber auch frühkindliche Autisten die nie in der Lage sein werden ein Touchscreen wirklich zu nutzen. Eine 0815 Lösung existiert daher nicht.
    iLike 3
    • Frank 13. Juli 2022 um 10:24 Uhr ·
      Sagt der Bericht ja auch nicht. Aber Apple ist führend in solcher Technologie. Und da sollte erst nachgesehen was geht. Aber hier steckt auch Lobby dahinter die halt ihre 3000 Euro Geräte verlaufen möchte.
      iLike 1

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