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Humane AI Pin: Neues KI-Gerät enttäuscht

Humane AI Pin

Das Unternehmen Humane hat mit dem AI Pin ein neues Gerät vorgestellt. Die früheren Apple-Designer Imran Chaudhri und Bethany Bongiorno wollen damit die KI-Nutzung revolutionieren. Nach langer Geheimhaltungsphase wurde der AI Pin nun der Öffentlichkeit präsentiert – und enttäuscht in ersten Testberichten.

Der AI Pin ist ein kleines Kästchen, das sich per Magnet an Kleidungsstücke pinnen lässt. In der Halterung ist ein Akku integriert, prinzipiell wirkt das Gerät sehr gut verarbeitet. Bisher nur in den USA verfügbar, kostet der Humane AI Pin schlappe 700 US-Dollar. Zusätzlich muss ein monatliches Abo von 24 US-Dollar abgeschlossen werden, um unter anderem den Mobilfunk zu finanzieren. Ein stattlicher Preis, der wohl nicht ganz gerechtfertigt ist.

AI Pin nicht ausgereift?

Das zumindest berichten mehrere Tester uni sono. Der YouTuber MKBHD betitelt sein Review sogar mit den Worten, das „schlechteste Produkt aller Zeiten“ getestet zu haben. Doch beginnen wir mit den Grundlagen: Der AI Pin passt locker in eine Handfläche und wird per Sprache und Gestensteuerung benutzt. An das Gerät lassen sich alle möglichen Fragen stellen, die dann – mehr oder weniger – gut beantwortet werden. Kommunizieren kann der Pin ebenfalls mittels Sprache oder aber per Laserprojektor. Damit werden Bilder beispielsweise auf die Handinnenfläche projiziert.

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Den Reviews zufolge ist die Idee zwar gut, die Umsetzung aber bei weitem nicht. Die Reaktionszeiten seien sehr träge und die gelieferten Informationen oft nachweislich falsch. Die verbaute Kamera zur Erkennung der Gesten ist auf optimale Lichtverhältnisse angewiesen, eine Face ID-ähnliches Lasertechnologie wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Wired kritisiert das, zudem lassen sich die Bilder auf der Handfläche wohl ebenfalls nur bei gutem Licht sehen.

Tester sehen Notwendigkeit für AI Pin nicht

Das Aussehen ist Geschmacksache, Engadget gefällt das Design aber nicht. Wo sich Kritiker mehr oder weniger einig sind, ist die Frage, ob es ein derartiges Gerät überhaupt braucht. Neben smarten Lautsprechern, Smartphones, Smartwatches und mittlerweile sogar Autos mit KI-Zugang scheint der Markt für ein solches Produkt noch nicht gegeben zu sein.

Positiv fällt dagegen die Freisprechfunktion für Telefonate, eine Live-Übersetzung sowie der schnelle KI-Zugriff auf. Um aber wirklich erfolgreich sein zu können, sind sich alle einig: Humane muss schleunigst einen Nachfolger aufbauen, um die Kinderkrankheiten der ersten Generation vergessen zu machen.

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Fabian Schwarzenbach
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4 Kommentare zu dem Artikel "Humane AI Pin: Neues KI-Gerät enttäuscht"

  1. Thorsten 15. April 2024 um 09:21 Uhr ·
    Interessante Erfindung. Ich denke mal die ist um Zehn Jahre zu früh.
    iLike 0
  2. Hela 15. April 2024 um 11:23 Uhr ·
    Das ganze Gerät ist nur für alltägliche Dinge. Produktiv arbeiten kann man damit wohl kaum. Also kein Ersatz für Smartphone oder Tablet.
    iLike 0
  3. Benno01 15. April 2024 um 18:47 Uhr ·
    Da wird die Zukunft klein und kleiner gemacht. Das erste iPhone war auch Müll!
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  4. Blub 15. April 2024 um 19:26 Uhr ·
    Ich habe das Gerät einige Zeit verfolgt. Ich hatte sogar mal den Newsletter abonniert. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass das Ding nichts werden wird. Irgendwie war es klar. Ich denke nicht, dass es zu früh für das Gerät ist. Es wurde nicht richtig umgesetzt oder nicht so wie anfangs eigentlich geplant. Anscheinend hat Imran Chauntri den Mund zu voll genommen. Er wollte die Leute vom Display wegbringen, aber wahrscheinlich nicht mit diesem Pin.
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