Homeschooling mit dem iPad: Bremen kauft 30.000 Tablets für Schüler

iPad 10,2 Zoll 2019 - Apple

In Zeiten von Corona und Homeschooling setzt Bremen ein starkes Zeichen in Sachen Bildung: Das Land schafft tausende Tablets an, die Schüler zum Lernen nutzen können, deren Familien sich die Anschaffung ansonsten nicht hätten leisten können. Bei dieser Offensive setzt Bremen auf das nicht eben günstige iPad.

Es ist eine Großbestellung, die das Land Bremen gerade auf den Weg bringt. Mehrere zehntausend Tablets möchte das kleine Land für seine Schulen anschaffen – für Schüler und Lehrer. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen des Bildungsdigitalpakts, jenem Milliardenschweren, aber hoch umstrittenen Förderprogramm, das deutsche Schulen fit für die Digitalisierung machen soll. Als Corona kam, wurde der Bildungspakt umgehend mit frischen Finanzmitteln ausgestattet. Noch einmal eine halbe Milliarde Euro soll nun dafür sorgen, dass in Zeiten der Pandemie nicht tausende Schüler bildungstechnisch abgehängt werden. Bremen nutzt diese Mittel und schießt auch selbst noch einmal Geld zu. Für zunächst 16,7 Millionen Euro werden iPads für die Schulen im Land beschafft, erklärte das Land. Zunächst werden rund 7.600 iPads für Lehrkräfte in Bremen angeschafft.

In einem zweiten Schritt werden noch einmal gut 30.000 iPads für die Schüler in Bremen beschafft. Diese sollen an Schüler verliehen werden, die sich kein eigenes Tablet leisten können, um am Homeschooling teilzunehmen.

Schulen entscheiden über Vergabe an die Schüler

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, wird es den Schulleitungen überlassen sein, an welche Schüler die Geräte verliehen werden. Die Zuteilung soll gemäß der Bedürftigkeit in den Familien erfolgen. Für iPads habe man sich entschieden, weil diese sich nahtlos in die lokale IT-Landschaft einbinden lassen. Zur Betreuung des neuen, umfangreichen Geräteparks werden auch neue Jobs geschaffen. 27 neue Mitarbeiter sollen technischen Support leisten und auch Weiterbildungen organisieren.

Apple bietet mit seinen Bildungs-Produkten Schoolwork und Classroom Lösungen, die speziell für das digitale Klassenzimmer entwickelt wurden. Mit ihnen können Lehrer Klassen managen, mit Aufgaben versorgen und Material bereitstellen.

In einer zweiten Phase stellt das Land die Beschaffung weiterer 60.000 iPads für Schüler in Bremen in Aussicht. Hierfür ist eine Finanzierung allerdings noch nicht gesichert. Bremen gehört zu den ärmsten Ländern in der Bundesrepublik, die Arbeitslosigkeit gerade auch unter jungen Erwachsenen ist relativ hoch, die Baustellen im Bereich Bildung und Soziales sind zahlreich. Vor diesem Hintergrund ist die beschlossene Initiative ein vielversprechendes Vorhaben zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit in Corona-Zeiten.

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Roman van Genabith
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8 Kommentare zu dem Artikel "Homeschooling mit dem iPad: Bremen kauft 30.000 Tablets für Schüler"

  1. Max 9. Juli 2020 um 10:33 Uhr ·
    Gute Initiative! Hoffentlich führt es nicht zur Stigmatisierung der Schüler, die eins erhalten, weil daraus ersichtlich wird, dass ihre Familien sich kein Tablet leisten können.
    iLike 2
    • gast22 9. Juli 2020 um 10:45 Uhr ·
      Denkt so ein Schüler? Oder sagt er sich eher: Eh, wie geil. Ich krieg ein iPad geschenkt! PS: Was ist mit den restlichen Eltern, die sich eins leisten könnten…. Die finanzieren 100 % … in was????? Und dann ist es auch noch freiwillig.
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      • Max 9. Juli 2020 um 11:29 Uhr ·
        Die Stigmatisierung geht ja von den Schülern aus, die kein iPad geschenkt bekommen.
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      • Tom 9. Juli 2020 um 17:06 Uhr ·
        Die Schüler die kein iPad geschenkt bekommen werden in meinen Augen ja auch diskriminiert, und das nur weil ihre Eltern mehr verdienen als H4 Empfänger! Warum schafft man nicht iPads für alle Schüler und gibt diese personengebundenen ausschließlich auf Leihbasis aus? Aber na ja, Bremen kann sich das ja leisten, bekanntermaßen schwimmen die ja im Geld! Oder war das umgekehrt?
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  2. gast22 9. Juli 2020 um 10:42 Uhr ·
    „Bei dieser Offensive setzt Bremen auf das nicht eben günstige iPad.“ 1. Das iPad ist in Deutschland an den Schulen weiter verbreitet als ähnliche Geräte. 2. Meint „nicht eben günstig“ den Gerätepreis oder das Gesamtpaket? 3. Sollte man den Verantwortlichen Sachkenntnis auch in Bezug auf buchhalterische Vorgänge zugestehen? In einer deutschen Großstadt werden übrigens 7.000 iPads von einem IT-Fachmann administriert. PS: Was wäre denn die Alternative und wie hoch wären dann die Gesamtkosten?
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  3. Dani H. 9. Juli 2020 um 10:53 Uhr ·
    60000 entweder Punkt falsch gesetzt oder eine Null zu viel xD
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  4. TSPP 9. Juli 2020 um 15:36 Uhr ·
    Mann hätte lieber die 300€ die jedes Kind bekommen soll. In die Bildung stecken sollen und jedem Schüler mit einem iPad ausstatten sollen. Da würde es auch richtig ankommen und nicht bei den Eltern die es sowieso meistens für was anderes ausgeben.
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  5. ole 10. Juli 2020 um 06:01 Uhr ·
    Stuttgart beschafft ebenso 10.000 IPads für die Schulen 💪
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