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Heißes Eisen: Agenturen warnen Kunden vor Twitter, Musk feuert kritische Angestellte per Tweet

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Twitter steuert weiter durch schwere See: Nach der Übernahme des Unternehmens durch Elon Musk raten führende Werbeagenturen ihren Kunden unverblümt von Anzeigen auf Twitter ab. Zugleich müssen Mitarbeiter, die ihren Boss auf Twitter kritisieren, mit ihrer Entlassung rechnen – auf Twitter.

Das Chaos auf Twitter nimmt vorerst noch kein Ende: Die Führungskultur von Elon Musk ist dabei mehr als gewöhnungsbedürftig. So werden etwa Mitarbeiter gefeuert, die ihren Chef auf Twitter korrigieren oder kritische Anmerkungen machen, so ging es etwa Eric Frohnhoefer. Er entschuldigte sich auf Twitter für die schlechte Performance des Dienstes in einigen Ländern. Daraus entspinnt sich eine kurze Unterhaltung mit Elon Musk, der den Ingenieur fragt, was er zur Beseitigung des Problems getan habe. Der antwortet und führt die Aktivitäten an, die er und sein Team unternommen haben. Am Ende twitterte Musk schließlich, Frohnhoefer sei gefeuert. So wie ihm soll es laut Medienberichten noch einigen anderen Entwicklern ergangen sein, die die Massenentlassungen zunächst überstanden hatten.

Werbeagenturen warnen vor Twitter

Unterdessen ist Twitter für Werbekunden offenbar ein heißes Eisen: Die weltweit größte Agentur GroupM warnte ihre Kunden davor, auf Twitter zu werben. Die Anzeigen dort seien als riskant anzusehen. Die Marken der Kunden könnten Schaden nehmen. Auch die Agenturen Mediabrands und Omnicom Media Group empfehlen laut Medienberichten ihren Kunden, Anzeigen von Twitter abzuziehen.

GroupM stellte eine kurze Liste von Maßnahmen auf, durch die Twitter wieder ein zuverlässiger Kunde werden könnte: Diese beinhaltet im Kern die Rückkehr zu den Standards vor der Übernahme einschließlich geeigneter Maßnahmen zur Bekämpfung toxischer Konversationen und Hassrede, einer Neubesetzung der entsprechenden Moderatorenpositionen und volle Transparenz  hinsichtlich der Weiterentwicklung der Community-Richtlinien.

Einige Twitter-Mitarbeiter hatten Elon Musk laut The Verge ein mehrseitiges Empfehlungspapier vorgelegt, das viele dieser Schritte aufgeführt hatte. – davon umgesetzt wurde nichts.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Heißes Eisen: Agenturen warnen Kunden vor Twitter, Musk feuert kritische Angestellte per Tweet"

  1. Lekoy90 15. November 2022 um 21:00 Uhr ·
    Und so tritt man die Meinungsfreiheit mit Füßen … schon ein Armutszeugnis wenn man nicht Kritikfähig ist … ich verstehe nicht das man Musk gut finden kann oder das was er macht
    iLike 2
  2. Gast1 16. November 2022 um 10:31 Uhr ·
    Na ja , lang wird das nicht mehr gehen was er gerade so macht. Das kostet alles irre viel Geld und das Beutelchen wo er es herausnimmt ist nicht unbegrenzt voll. Darauf warte ich , den Punkt wo Musk in den Beutel fasst und nix mehr drin ist. Das würde ich auch gern bei Trump sehen.
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  3. Tom_H 16. November 2022 um 16:23 Uhr ·
    Ich habe vor drei Wochen meinen Twitter Account stillgelegt beziehungsweise deaktiviert. Elon Musk steuert imho Twitter in die falsche Richtung. Mehr Fake Account als je zuvor und eine sehr fragwürdige Personalführung.
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