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FollowPaw Hundehalsband im Test: Wuffi mit AirTag wiederfinden | REVIEW

Das AirTag-Hundehalsband von FollowPaw ist aus Korkleder gefertigt und hinterlasst hinsichtlich der Qualität einen guten Eindruck. Für kleine Hunderassen kann der Schnitt des Halsbandes aber zu breit und unangenehm sein. Der Preis von knapp 40 Euro ist angemessen. 

Der Markt für AirTag-Zubehör wächst

Schon bevor die AirTags überhaupt offiziell vorgestellt wurden, fantasierte ich über mögliche Einsatz- und Verwendungszwecke. Und dabei sollte ich nicht alleine bleiben: Auch Zubehörhersteller hatten sicherlich solche Gedanken und machten sich an die Entwicklung von Geldbörsen mit AirTag-Fach, entsprechende Schlüsselanhänger oder Schutzhüllen mit Klebestreifen. Nur wenige Monate nach Verkaufsstart findet sich schon so einiges an coolen Accessoires. 

Da ist es auch keinesfalls abwegig, dass bereits einige Hundehalsbänder mit AirTag-Halterung gelauncht wurden. Immerhin kommt beim geliebten Vierbeiner gerne mal der Jagdtrieb durch und schon ist er über alle Berge – oder so ähnlich… Das deutsche Startup FollowPaw befasst sich genau mit diesem Szenario des ‚verlorengegangenen‘ Hundes und versucht ihm mit seinem AirTag-Halsband entgegenzuwirken.

Manchmal genügt als Verpackung au ch ein zusammengerolltes Papier - Müll vermeiden at its best.

Manchmal genügt als Verpackung auch ein zusammengerolltes Papier – Müll vermeiden it its best. (Bild: Valentin Heisler)

Langlebigkeit und Nachhaltigkeit im Vordergrund

In puncto Material findet man immer häufiger Alternativen zum Allzeitklassiker Leder. In diesem Fall greift FollowPaw auf Kork als einen zu 100 Prozent veganen Fertigungsstoff zurück. Der Hauptbestandteil des Halsbandes ist dadurch nicht nur nachhaltig sowie biologisch abbaubar, sondern auch wasserfest und – laut Hersteller – besonders langlebig. Auf‘s Erste fühlt sich das Halsband schön geschmeidig an und macht einen stabilen Eindruck – schauen wir, was der Langzeittest bringt. 

An einer Stelle hat das Halsband ein kleines Täschchen. Dort schiebt man den AirTag hinein. Zwar kann man die Falte nicht verschließen, allerdings ist sie so eng, dass da nichts mehr verrutscht, sobald das Halsband angelegt ist.

Auch ohne Verschluss hält der AirTag sehr gut in seinem Täschchen.

Auch ohne Verschluss hält der AirTag sehr gut in seinem Täschchen. (Bild: Valentin Heisler)

Bei der Schließe handelt es sich um den Fidlock V-Buckle. Manche kennen diesen selbstsichernden Mechanismus vielleicht von Sportausrüstung oder Tragesystemen. Er steht für sicheren Halt und eine hohe Zuverlässigkeit. Das Besondere: Je größer der Zug am V-Buckle ist, desto mehr Kraft benötigt man, ihn zu öffnen. Zudem sorgt ein starker Magnet für die optimale Ausrichtung des Verschlusses, während das Öffnen durch ein simples Ziehen an einer Lasche gelingt. Anfangs gewöhnungsbedürftig, dann aber ein geniales Ding. Was beweist, dass FollowPaw ein großes Engagement bei der Entwicklung des Halsbandes eingesetzt hat, ist der Sicherheitshinweis von Fidlock: „Keine Nutzung an Hundeleinen. Einsatz zum Verschluss von Hundehalsbändern nur nach erfolgreicher Eignungsprüfung durch den Hersteller.“

Legt man beide Enden des Verschlusses übereinander, ziehen sie sich magnetisch an. Zum Lösen zieht man einfach an der kleinen Schnur.

Legt man beide Enden des Verschlusses übereinander, ziehen sie sich magnetisch an. Zum Lösen zieht man einfach an der kleinen Schnur. (Bild: Valentin Heisler)

FollowPaw im Alltag

Die Theorie ist abgearbeitet, jetzt kommt mein Hund zum Einsatz. Ich habe einen Bolonka Zwetna mit 7 kg und einem Halsumfang von rund 35 cm. Entsprechend der Größentabelle bei FollowPaw (S, M, L, XL) sollte es die kleinste Ausführung werden (28-35 cm bzw. 11-14 Zoll).

Zunächst durfte der Hund seinen neuen Begleiter begutachten: Ein kurzes Beschnüffeln, ein fragender Blick in meine Richtung, erneutes Schnuppern, Desinteresse. Manch einer würde dies als Undankbarkeit interpretieren, ich ordne das mal ein unter „Ich akzeptiere dieses tolle Geschenk“. 

Vor dem Anbringen muss man das Halsband erst noch ‚zusammenbauen’, indem man das eine Ende zweimal über den Justierverschluss des V-Buckle drückt, wie man es etwa von Steckschnallen kennt. Das war allerdings eine ordentliche Tortur, da das Korkleder dick sowie sehr weich ist und die Öffnungen der Justierhalterung ziemlich eng sind. Seid euch beim Einmessen also sicher, jeder weitere Versuch ist eklig. Als Richtwert: Ich lasse zwischen Band und Hals immer zweifingerbreit Platz (plus etwas Spielraum beim Winterfell).

Bei meinem Hund fällt direkt die enorme Breite des Halsbands (vor allem im Bereich des AirTag-Einschubs) auf. Zwar hat sich mein Hund noch nicht beschwert und ich bin auch kein Tierarzt, aber ich würde das Halsband als zu breit für kleine Hunderassen einstufen. Zudem sieht es auch etwas unförmig aus. Bei beispielsweise einem Retriever relativiert sich die Sache natürlich.

Ein kleiner Hund, viel Fell und ein breites Halsband führen zwangsläufig zu einer etwas unförmigen Kombination.

Ein kleiner Hund, viel Fell und ein breites Halsband führen zwangsläufig zu einer etwas unförmigen Kombination. (Bild: Valentin Heisler)

Als absoluten Pluspunkt sehe ich den Fidlock-Verschluss an. Die Zeiten des unangenehmen Gefummels an Steckschnallen oder Dornschließen sind damit vorbei. Auch die AirTag-Tasche hat sich gut angestellt: Der Tracker ist nicht herausgefallen und scheint meinen Hund auch nicht zu stören. Allerdings wird der AirTag schnell nass, wenn sich der Spaziergang in den Bach oder Fischweiher verlagert – und hin und wieder würde ich den AirTag auch etwas säubern.

Das Problem und die Sinnhaftigkeit der Hunde-Tracker

An sich klingt das FollowPaw Halsband nach einer runden Sache. Wäre da doch nicht die technische Limitierung der AirTag-Technologie. Denn das Tracking funktioniert eigentlich nur dann verlässlich, wenn man auf eine große ‚Community‘ von Apple-Nutzern zurückgreifen kann. Geht der AirTag verloren, muss er regelmäßig mit einem iPhone oder anderen Apple-Devices in unmittelbarer Nähe kommunizieren, um seinen Standort senden zu können. 

Das bedeutet, in urbanen Regionen ist die Abdeckung vergleichsweise gut, anders sieht es im ländlichen Raum aus. Dort kann es gut und gerne passieren, dass der Hund beim Gassigehen im Wald nebenan verschwindet und ihm kilometerlang keine Menschenseele begegnet. Und selbst dann muss die Entfernung gering genug sein, damit ein kompatibles Gerät mit dem AirTag kommunizieren kann. Ähnlich verhält es sich bei schreckhaften Hunden, die fremden Menschen ungern nahekommen. Kurzum: Verlasst euch nicht nur auf den AirTag, passt auf eure Hunde genauso auf wie davor auch.

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Valentin Heisler
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5 Kommentare zu dem Artikel "FollowPaw Hundehalsband im Test: Wuffi mit AirTag wiederfinden | REVIEW"

  1. CarstenB. 30. Juli 2021 um 19:28 Uhr ·
    Mein Hund braucht so was nicht
    iLike 2
    • 30. Juli 2021 um 19:29 Uhr ·
      Ich hab zwar AirTags, aber mir fehlt der Hund.🤣
      iLike 4
      • PrismaElf 31. Juli 2021 um 12:51 Uhr ·
        Gibt es den iDog noch nicht im Zubehör?
        iLike 0
  2. Sharx 31. Juli 2021 um 14:49 Uhr ·
    Völlig unbrauchbar zum Hundetracking. Wie im Artikel genannt, wenn der Hund ausbüxt, macht es wenig Sinn in Wald und Wiese auf den nächsten iPhone Nutzer zu warten um ein Signal zu erhalten. Wenn denn der Hund den iUser überhaupt passieren möchte…. 😉
    iLike 0
    • Lanark 1. August 2021 um 12:21 Uhr ·
      Man könnte auch zusätzlich ein iPhone an den Hund dranhängen. Dann kann man den AirTag ständig tracken. Und zur Not auch noch das iPhone selbst 🤣
      iLike 2

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