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31. Mai 2021

Roman van Genabith

Der Mac ist für Gaming nicht zu gebrauchen: Intel dreht auf

Intel schießt weiter scharf gegen Apple: Dessen Macs seien für Gaming einfach nicht zu gebrauchen, weshalb PC-Spiele nach wie vor in der Hauptsache auf Intel-Computern gespielt würden. Die Sprache des Chipgiganten ist seit der Einführung erster Macs mit M1-Prozessor deutlich rauer geworden.

Intel ist inzwischen dazu übergegangen, regelmäßig deutlich gegen Apple zu keilen: Man bemüht sich zu zeigen, dass die neue ARM-basierte Plattform Apple Silicon leistungsmäßig den eigenen Prozessoren unterlegen ist. Hierbei hatte Intel in der jüngeren Vergangenheit auch schon einmal auf etwas eindimensionale und irreführende Vergleiche zurückgegriffen.

Nun legte der Prozessorentwickler erneut nach. In einem Pressegespräch erklärte Ryan Shrout, Chefstratege für die Performance der Intel-Chips, alle aktuellen Prozessoren seien für Gamingzwecke besser geeignet als 100% aller Mac-Modelle. Hierbei legte er verschiedene Daten und Einordnungen vor, die diese Behauptung untermauern sollten, hier vollständig nachzuschlagen.

Intel spürt den Wettbewerbsdruck

Das Gespräch fand anlässlich einer neu vorgestellten Generation von Intel-Prozessoren statt: Diese CPUs der 11. Generation bieten Taktraten von bis zu fünf GHz, WiFi 6e mit einem erweiterten Frequenzspektrum und eine Unterstützung für 1080P-Gameplay.

Das Spielerlebnis sei auf Macs einfach nicht zu gebrauchen, so Ryan Shrout, daher werde auch in der Hauptsache auf Computern mit Intel inside gezockt. Diese Behauptung ist nun freilich eine etwas schwierige, denn sie ist weder ganz zutreffend, noch völlig falsch: Tatsache ist, dass die Macs jahrelang nicht an der Leistungsspitze der Prozessorentwicklung mitspielen konnten, was verschiedene Gründe hatte, unter anderem Apples Entscheidungen hinsichtlich der verbauten Grafik, die oft die Gaming-Fähigkeiten der Rechner limitierte, aber teils auch ein schlechtes Timing, was dazu führte, dass nur selten die jeweiligen Top-CPUs von Intel in einem aktuellen Mac zum Einsatz kamen.

Dieses Image hat sich in der Spielebranche verfestigt und ist schwer wieder loszuwerden, woraus sich ergab, dass viele Publisher darauf verzichteten, Mac-optimierte Versionen ihrer Titel entwickeln zu lassen, was bei jeder Plattform zusätzlichen Aufwand bedeutet. Die neuen M-Serie-Chips bieten aber bedeutende Leistungszuwächse und spätestens die nächste Generation wird auch die Grafikfähigkeiten erheblich verbessern. Früher oder später wird der Mac für die Gamer und deren Entwickler wieder an Attraktivität gewinnen, was auch Intel bewusst sein dürfte und woraus sich wiederum die aggressive Kampagne des Unternehmens teilweise erklärt.

9 Gedanken zu „Der Mac ist für Gaming nicht zu gebrauchen: Intel dreht auf“

  1. Würde ich nicht sagen. Die Hälfte meiner Gaming Buddies setzt auf amd 😂 Aber ja, für Gamer sind die macs auch nicht konzipiert, das ist nicht die Zielgruppe ^^
  2. Apple Computer waren noch nie wirklich bekannt die Gamer Szene anzusprechen. Also ein eher schwaches Argument.
  3. Wenn man seine Fehler bei anderen sucht. Welche GPU „630 UHD“ hat denn Intel zum zocken erschaffen….
  4. Ich dacht immer, dass die Graka für Gaming der wichtigsten Part belegt. Graka bringe ich weniger mit Intel als mit Nvidia in Verbindung 😉
    • Hängt vom Spiel ab. Aber der Prozessor ist nicht unwichtig. Die Graka macht die Visualisierungen (also das was heutiges HD Gaming optisch ausmacht) aber die Kalkulationen des Spiels rechnet die CPU. (Also Vektoren der Objekte, die spielphysik, ob ein Hit ein Hit ist usw.)
  5. Ich zocke auf einem Ryzen. Was für Träumer. Preis/Leistung für Gaming wird Intel von AMD rasiert. Und im Laptopbereich/Office/Creator Bereich von Apple. Ja, da würde mir auch die Muffe gehen.

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