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Aqara Camera Hub G2H im Test: HomeKit-Kamera als Bridge | Smart Home Special #6

Der Aqara Camera Hub G2H ist eine Smart-Home-Bridge, die gleichzeitig als HomeKit-Kamera eingesetzt werden kann. Die Integration in Apple Home ist super, die Bildqualität befriedigend. Die Reaktionszeiten sind gut, auch die Gesichts- und Bewegungserkennung reagieren zuverlässig. Für einen Preis von 70 bis 80 Euro (zum Shop-Vergleich auf Idealo) kann man hier wenig falsch machen.

Das Functional-Bridge-Prinzip

Nach meinem Umzug im Sommer diesen Jahres wurde mein smartes Zuhause immer größer und umfassender. Die Folge waren zahlreiche Smart-Home-Apps und einige Hubs beziehungsweise Bridges: Philips Hue, Ikea Trådfri, HOOBS (Was ist HOOBS?) und so weiter. Auch Aqara setzt auf Bridges, geht hier aber einen anderen Weg. Die Hubs der Marke sind jeweils mit einer eigenen (Smart-Home-) Funktionalität ausgestattet. 

Hinter dem Aqara Camera Hub G2H versteckt sich etwa eine HomeKit-Kamera, über die man gleichzeitig andere Aqara-Geräte einrichten und verwalten kann. Der Hub hat also nicht nur einen reinen Selbstzweck und frisst dadurch unnötig Platz neben dem WLAN-Router. Guter Stichwort, denn im Vergleich zu anderen Bridges arbeitet der Camera Hub von Aqara nicht via LAN, sondern funkt über 2,4 GHz. Wäre auch doof, wenn die Kamera immer in unmittelbarer Nähe meiner FRITZ!Box stehen müsste.

Ist die Kamera installiert, lassen sich viele weitere Aqara-Produkte hinzufügen.

Ist die Kamera installiert, lassen sich viele weitere Aqara-Produkte hinzufügen. (Bild: Aqara)

Native HomeKit-Einrichtung möglich

Beim Einrichten setzt Aqara keine eigene Registrierung voraus. Bei aktiviertem HomeKit-Mode fügt man die Kamera ganz einfach in Apple Home hinzu und kümmert sich dort um die Verwaltung. Das funktioniert alles sehr einfach, schnell und problemlos. Das kennt man auch anders. Auf die Aqara-App würde ich dennoch nicht vollends verzichten, da über sie Updates installiert und weitere Produkte des Herstellers eingerichtet werden. Eine kleine Entwarnung, wenn ihr doch einen Aqara-Account anlegen wollt: Es gibt auch Server in Europa. 

Zwar lassen sich in Apple Home viele Einstellungen vornehmen, die Aqara-App bietet aber viel mehr.

Zwar lassen sich in Apple Home viele Einstellungen vornehmen, die Aqara-App bietet aber viel mehr. (Screenshots: Valentin Heisler)

Die fest installierte Halterung der Kamera fungiert gleichzeitig als Dreh- und Schwenkgelenk. Dieses wirkt zwar etwas billig, erledigt aber seinen Job. Durch das Gelenk kann man die Kamera entweder aufstellen oder in Verbindung mit einer Montageplatte an die Wand kleben/bohren. Um das Kabelverlegen kommt ihr nicht herum, denn im Gegensatz zur Google Nest Cam (zum Review) hat der Camera Hub G2H keinen Akku und benötigt Dauerstrom. Ein Netzteil liegt bei. 

Möchte man die Kamera nicht festbohren, sorgt ein starkes 3M-Montageband für ausreichend Halt.

Möchte man die Kamera nicht festbohren, sorgt ein starkes 3M-Montageband für ausreichend Halt. (Bild: Valentin Heisler)

Verwendung mit HomeKit Secure Video

Die Kamera hat an der Unterseite einen microSD-Kartenslot (mind. Klasse 4, bis max. 32 GB), was mich grundsätzlich positiv stimmt. Allerdings werden die meisten von euch lieber auf Apples Cloud-Lösung namens HomeKit Secure Video setzen. Mit einem mindestens 200-GB-großen iCloud-Abo könnt ihr 10 Tage lang auf Videoaufzeichnungen zurückgreifen. Wollt ihr doch auf SD-Kartenbetrieb setzen, seid ihr auf die Aqara-App angewiesen.

Auch die Aufnahme mittels SD-Karte kann abhängig von Bewegungserkennung starten.

Auch die Aufnahme mittels SD-Karte kann abhängig von Bewegungserkennung starten. (Screenshot: Valentin Heisler)

Die Qualität der 1080p-Cam mit 140°-Blickwinkel ist bei entsprechender Belichtung vollkommen okay. In dunkler Umgebung kommt Infrarot zum Einsatz, auch hier ist die Qualität ausreichend. Ich hätte mir allerdings ein kleines Flutlicht gewünscht, das man optional anschalten kann. Immerhin hängt das Gerät ja am Stromkabel und könnte die dafür nötige Energie ziehen.

Im direkten Vergleich kann der Nachtmodus (links) überzeugen, Qualitätswunder darf man sich aber weder beim Stream noch bei den aufgenommenen Videos erwarten.

Im direkten Vergleich kann der Nachtmodus (links) überzeugen, Qualitätswunder darf man sich aber weder beim Stream noch bei den aufgenommenen Videos erwarten. (Screenshots: Valentin Heisler)

Die Gesichtserkennung, welche auf den Bildern der eigenen Fotomediathek basiert, ist zufriedenstellend. Auch konnte HomeKit zusammen mit der Kamera zuverlässig zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen unterscheiden. Das Anlegen von Aktivitätszonen funktioniert gut und wird soweit auch eingehalten. Über HomeKit lässt sich letztlich auch Zwei-Wege-Audio aufbauen, um mit jemandem zu kommunizieren, der vor der Kamera steht. In der Home-App oder andere Smart-Home-Apps (z. B. von Eve) lassen sich gewisse Automatisierungen anhand der Sensoren einrichten, z. B. Licht anschalten, sobald der Bewegungssensor etwas erkennt. Auch könnt ihr die Videoaufnahme automatisieren. 

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Valentin Heisler
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