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Apples Tim Cook spricht auf chinesischer Internetkonferenz über Freiheit und Privatsphäre – in Andeutungen

Symbolbild China | MaoNo / Pixabay

Auf der sogenannten World Internet Conference, die von der chinesischen Internetverwaltung mit organisiert wird, trat Applechef Tim Cook als Keynoteredner auf. Seine Anspielungen auf ein freies Internet, wie Apple und die westliche Welt es sich vorstellt, unterstreicht den Konflikt, in dem sich Apple und co. auf dem chinesischen Markt befinden.

Die sogenannte World Internet Conference, die derzeit im chinesischen Wuzhen stattfindet, hat einen prominenten Redner für ihre Keynote gewonnen: Apple-CEO Tim Cook ist nach China gereist, wo er die Konferenz mit einer Ansprache mit eröffnete, mit der er auf dem schmalen Grad balancierte, auf dem Apples Chinageschäft beruht. Die Konferenz wird von der chinesischen Internetaufsichtsbehörde Cyberspace Administration of China (CAC) ausgerichtet, die man getrost als chinesische Internetzensurbehörde sehen kann. Bekanntlich setzt die chinesische Führung ein restriktives Regime die Netznutzung betreffend durch, sowohl einheimischen, vor allem aber ausländischen, insbesondere westlichen Unternehmen gegenüber. Zahlreiche westliche Onlinedienste und Medienangebote sind nicht erreichbar, die Websuche wird exzessiv gefiltert, das Chinageschäft ist zugleich aber eminent wichtig für viele Unternehmen, denn der Markt ist riesig und vor allem noch nicht so gesättigt wie die meisten übrigen hoch entwickelten Märkte.

In Andeutungen über freies Internet

Apples Tim Cook ist diesem Spannungsfeld mit einigen dezenten, aber hörbaren Andeutungen begegnet: Technologien der Zukunft sollten das Leben der Menschen durch Offenheit fördern, die deren Kreativität beflügelt und ihre Privatsphäre wahrt, so Cook.

Tim Cook bei einem Interview in Schweden | AppleInsider

Tim Cook bei einem Interview in Schweden | AppleInsider

Zum zuletzt häufiger angesprochenen Komplex der AI und speziell, starken künstlichen Intelligenzen, die ihrerseits die Menschheit überflügeln und die Erde assimilieren könnten – Tech-Visionäre wie Elon Musk philosophierten über dieses Thema gelegentlich in ihrer raren Freizeit – sagte Cook launig: „Ich mache mir keine Sorgen über Maschinen, die anfangen zu denken wie Menschen. Das Problem sind eher Menschen, die denken wie Maschinen.“

Für Apple hängt viel am iPhone-Geschäft in China. Nach einigen eher durchwachsenen Quartalen sahen die Zahlen auch hier zuletzt wieder deutlich besser aus. Auch am Mac zeigten die Chinesen zuletzt deutlich gestiegenes Interesse.

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Roman van Genabith
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2 Kommentare zu dem Artikel "Apples Tim Cook spricht auf chinesischer Internetkonferenz über Freiheit und Privatsphäre – in Andeutungen"

  1. iPadAir 4. Dezember 2017 um 12:31 Uhr ·
    Und was hat Samsungs Tim Cook oder Sonys Tim Cook oder Googles Tim Cook gesagt?
    iLike 0
  2. inuli 6. Dezember 2017 um 02:23 Uhr ·
    Das Problem könnte Apple elegant angehen, indem es seine Produktion aus China auslagert. Mal sehen, wieviele Jobs es in China dann noch gibt – und wieviel Wohlstand. …
    iLike 0

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