Apple zu aktiven Ortungsdiensten auf iPhone 11 Pro: Erfüllen nur gesetzliche Vorgaben

iPhone 11 Pro - Apple

Apple hat sich zu dem jüngst entdeckten Verhalten der Ortungsdienste von iOS geäußert, die auch aktiv zu sein schienen, wenn dies eigentlich nicht der Fall sein sollte. Wie Apple es erklärt, steht dieser Umstand in Zusammenhang mit einer Eigenart des iPhone 11 Pro und Apple erfüllt hier gesetzliche Vorgaben.

Apple hat sich zu einer Entdeckung geäußert, die unlängst von Brian Krebs gemacht worden war. Der bekannte Sicherheitsforscher und Fachjournalist hatte beobachtet, dass die Ortungsdienste auf einem iPhone auch dann aktiv zu sein scheinen, wenn dies eigentlich nicht zu erwarten wäre und dieses Verhalten auch in einem Video dokumentiert, wie wir in einer früheren Meldung berichtet hatten.

Schon da war auf die Systemdienste von iOS verwiesen worden, die ebenfalls auf die Standortdienste von iPhones zugreifen, um verschiedene Funktionen zu realisieren, dazu zählt etwa die Verbesserung der Positionsbestimmung durch eine WLAN-Datenbank. Nun hat sich indes Apple zu der Sache geäußert und das ganze wird jetzt ein wenig klarer.

Ortungsdienste sind auf iPhone 11 Pro aktiv, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen

Wie Apple nun gegenüber TechCrunch ausgeführt hat, sind die Ortungsdienste auf dem iPhone 11 Pro / Max aktiv, auch wenn sie nicht für die Nutzung von bestimmten Apps gebraucht werden, was sich durch das entsprechende Symbol in der Statusleiste bemerkbar macht. Das hänge mit der Ultra Wideband-Technologie zusammen, die im neuen iPhone 11 Pro verbaut ist. Die Nutzung von Ultra Videoband sei bestimmten Regulierungen unterworfen, in bestimmten Regionen dürfe die Technik nicht genutzt werden. Die Ortungsdienste seien aktiv, um sicherzustellen, dass Ultra Videoband in den hierfür gesperrten Gebieten nicht zum Einsatz kommt.
Diese Verarbeitung der Standortdaten geschieht laut Apple nur lokal auf dem iPhone, es würden zu keiner Zeit Standortdaten an Server von Apple übermittelt.

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Roman van Genabith
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18 Kommentare zu dem Artikel "Apple zu aktiven Ortungsdiensten auf iPhone 11 Pro: Erfüllen nur gesetzliche Vorgaben"

  1. Ohne Punkt und Komma 6. Dezember 2019 um 13:17 Uhr ·
    Aus welchen Grund sollte Apple lügen?
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    • Maurice 6. Dezember 2019 um 13:41 Uhr ·
      You holding it wrong 😉
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    • Huu 6. Dezember 2019 um 14:04 Uhr ·
      Aus dem gleichen Grund, aus dem alle anderen auch lügen bzw. Tatsachen verschweigen..
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  2. Neo70 6. Dezember 2019 um 13:40 Uhr ·
    Eben warum sollen sie nur Lügen. Google, Facebook usw Lügen doch auch nicht , alles gaaaanz artige Unternehmen. Wer jetzt noch sagt , aber Apple nicht , die sind artig nur die anderen sind die Daten Diebe dem ist nicht mehr zu helfen. Der glaubt auch die Erde ist ne Scheibe .
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    • Chef vom Dienst 6. Dezember 2019 um 15:10 Uhr ·
      Ihr Paranoiker solltet euch mal richtige Arbeit suchen, damit euch nicht so fade im Schädel ist! Tausende Programmierer, die nicht zu Apple gehören, können das sehr wohl nachvollziehen, ob Apple hier lügt oder nicht. Witzig ist, dass gerade solche Bildungsverweigerer (die meisten hier können ja nicht mal einen Satz fehlerfrei schreiben) sich hier so aufspielen. Geht mal arbeiten wie ein Mann, das täte euch gut in der Birne!
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    • gast22 6. Dezember 2019 um 15:35 Uhr ·
      Um ein wenig Klarheit zu schaffen: Das Geschäftsmodell (ein Geschäftsmodell ist das Grundprinzip mit dem ein Unternehmen Geld verdient) von Google, Facebook, Instagram, Twitter, Dropbox, gmx und anderen ist Geld mit Daten zu verdienen. Daher können sie ihre Dienste kostenlos anbieten, was übrigens für viele Menschen gleichzeitig eine geringe Einstiegshürde bedeutet. Das Geschäftsmodell von Apple ist es, Hardware und Dienste gegen Geld zu verkaufen. Software nur teilweise, da sie als Rundum-Paket meistens als Bundle daher kommt, ohne so bezeichnet zu werden. Um sich von den Daten sammelnden Unternehmen abzugrenzen und Daten-bewusst handelnde Menschen zu erreichen unternehmen sie ziemlich viel, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Es ist kaum anzunehmen, dass solch ein großer Konzern sich Lügen dauerhaft leisten kann. Es gab schon andere riesige Konzerne, die zwar aus anderen Gründen heute kaum präsent sind. Aber es ist Fakt: Apple kann sich das überhaupt nicht leisten. Hier einige Beispiele: Fingerabdrucksensor – die Daten verbleiben auf einem extra gesicherten Speicher auf dem Gerät, Apple-Pay: Kein Geldinstitut und kein Händler erfährt die Transaktionsdaten, Mehrere juristische Verfahren z.B. des FBI, um das Entsperren eines Gerätes zu erzwingen Natürlich müssen sie die Gesetze aller Länder, in denen gehandelt wird, einhalten. Das musst Du als Tourist ja auch. Angefangen beim Führen eines Pkw bis hin zu Mord und Totschlag. Und wenn man der Meinung ist, dass in einem Land Deine Daten gesammelt werden, um diese gegen Dich zu verwenden … dann fährt man da eben nicht hin. Alle Länder und Gegenden und Städte der Erde kannst Du in Deinem Leben ohnehin nicht besuchen.
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      • fipiblitz 7. Dezember 2019 um 08:27 Uhr ·
        Apple unterliegt den US Jurisdiktionen auch wenn wir uns in D aufhalten
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  3. Vermont 6. Dezember 2019 um 14:00 Uhr ·
    Verstehe ich das richtig? Wenn „in bestimmten Regionen“ „bestimmte Regulierungen“ vorgenommen werden, dann muss ich das auch in Deutschland hinnehmen? Wenn China zum Beispiel auf jede Kamera und jedes Mikrofon eines jeden Smartphones zugreifen will, dann wird Apple den Chinesen das unverzüglich ermöglichen? Weltweit? Nein, das kann ich nicht richtig verstanden haben.
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    • Hmbrgr 6. Dezember 2019 um 14:43 Uhr ·
      Du hast noch nicht den Film Snowdon gesehen, richtig? Sonst würdest du das nicht geschrieben haben. Nicht die Chinesen… die USA! Schei.. auf Genehmigungen sagen die!
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      • Vermont 6. Dezember 2019 um 15:33 Uhr ·
        Die Doku habe ich gesehen. Ich habe China ausdrücklich als Beispiel genannt, Du hättest die USA gewählt. Es gibt keinen Mangel an Beispielen.
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  4. Huu 6. Dezember 2019 um 14:02 Uhr ·
    Einfach nur zu SAGEN, dass man keine Daten auf Servern speichert, reicht nicht. Auch nicht, wenn die heiligen Apples es tun! Da muss schon n bissl mehr kommen. Es ist doch echte Verarschung, wenn man alle Ortungsfunktionen ausschaltet, auch in den Systemdiensten, und man dann zufällig erfährt, dass trotzdem geortet wird!
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    • gast22 6. Dezember 2019 um 15:19 Uhr ·
      Schon in der Meldung gestern hieß es immer nur „sammeln“ und nicht „senden“. Was Du Dir jetzt hier zusammen denkst ist nichts als reine Phantasie.Da muss bei Dir schon ein bissl mehr kommen. Es ist eben ein Trugschluss, dass man alle Ortungsfunktionen abschalten kann, weil damit bestimmte Dienste nicht funktionieren. Ich denke hier insbesondere an den Notruf. Schon allein deshalb muss das Handy wohl in Abständen schauen, wo der nächste Mast steht. Kann sein, dass das hier niemand versteht, weil den kann man sich ja nicht aufregen und mit fadenscheinigen Argumenten meinen die Weisheit intus zu haben.
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  5. Devil97 6. Dezember 2019 um 15:47 Uhr ·
    2x Videoband, da hat die Autokorrektur zugeschlagen Jungs :-)
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  6. goldin 6. Dezember 2019 um 17:05 Uhr ·
    Ich denke, Apple hat es nicht nötig, zu „lügen“. Allen Skeptikern sei der abgewandelte Wahlspruch eines Discounters zugerufen: „Dann geh doch zu Android“. Jeder der ein Smartphone hat und die ein oder andere App installiert, weiß, dass er wahrscheinlich geortet wird. Jeder, der sich in einer (deutschen) Großstadt bewegt, weiß, dass sein Gesicht gescannt werden kann. Jeder, der einen modernen neuen Fernseher oder Laptop mit einer eingebauten Kamera gekauft hat, weiß, dass die Kamera von Dritten genutzt werden kann, wenn das Gerät im Netz ist und die Kamera nicht angeklebt ist. Bleibt doch mal gelassen, werft eure so gewollte neue Technik weg oder lebt mit den deren scheinbaren „Nachteilen“. Ich glaube, dass Apple die Wahrheit sagt, wenn auch relativ spät. Andere Anbieter sagen hi Ortungsdiensten und „Datenklau“ gar nichts und erfreuen sich hoher Köufer- und Nutzerzahlen.
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    • goldin 6. Dezember 2019 um 17:20 Uhr ·
      „die Kamera nicht abgeklebt….“ und „… lebt mit deren scheinbaren…“ und statt „hi“ sollte es „zu“ heißen. Vielleicht sollte ich die Autokorrektur ähnlich wie die Ortungsdienste abschalten.
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  7. Ermi 6. Dezember 2019 um 17:41 Uhr ·
    Ich denke das jeder irgend wie Daten sammeln und verarbeiten wird, ist schlicht weg notwendig im IT Zeitalter. In wie weit Daten verkauft werden, personalisiert und anonym steht auf einen anderen Blatt. Da sind einige Firmen sehr negativ aufgefallen und andere weniger. Als Anwender entscheidet man nun, wem man seine Daten anvertrauen will. Ich persönlich hab mehr vertrauen zu Apple als zu Google und Facebook kommt für mich noch nicht in Frage, aber vielleicht ist irgendwann ein must have. Die Alternative wäre ein offline Leben in der Waldhütte, jeder darf über sein Leben selbst entscheiden …..
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  8. Ichbins 7. Dezember 2019 um 06:18 Uhr ·
    Warum kann man das Video-dingsbums nicht einfach in den Einstellungen deaktivieren? Dann müsste auch keine Standortüberprüfung stattfinden. Die Logik sollte doch sein: Wer es eh‘ deaktiviert hat, dort wird dann eben auch kein Standort überprüft. So hatte ich das bspw. auch bei der WLAN-Suchoptimierung verstanden und diese deaktiviert.
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  9. walbri 7. Dezember 2019 um 09:50 Uhr ·
    Herrje!!! Und ich dachte, dass die meisten Verschwörungsjünger in den USA rumkrabbeln, aber nein, es gibt sie auch zu hauf hier in good old Germany, heul…..:-( Dann verkauft doch sofort eure Smartphones, Tablets, Home Pods, Macbooks etc. Habt ihr eigentlich alle was zu verbergen oder ist euch einfach nur langweilig?
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