Zu heiß geworden: Der Chef von TikTok will nicht mehr

TikTok - Symbolbild

Der Chef von TikTok tritt von seinem Posten zurück: Der Manager reagiert damit auf das Gezerre um den Videodienst, der in den USA in wenigen Wochen verboten werden soll, sofern sich bis dahin kein westlicher Käufer gefunden hat. Aussichtsreichster Kandidat hierfür ist nach wie vor Microsoft.

Kevin Mayer will nicht mehr: Der Chef von TikTok hat seinen Rücktritt angekündigt. Wieso genau er seinen Posten nach nur wenigen Monaten im Amt wieder aufgibt, erläuterte er nicht, stellte aber einen direkten Zusammenhang zur aktuellen Situation des Videodienstes her. Diese ist von einem politischen Konflikt zwischen den USA und China geprägt.

US-Präsident Donald Trump hatte eine Verordnung unterschrieben, die dem Mutterkonzern TikTok und anderen chinesischen Betreibern von Onlinediensten 90 Tage Zeit lässt, sich von ihrem US-Geschäft zu trennen. Anschließend tritt ein Verbot der betreffenden Angebote in den USA in Kraft.

Microsoft möchte TikTok immer noch kaufen

Kevin Mayer kam von Disney zu TikTok. Dort war er für das Streaminggeschäft und unter anderem den erfolgreichen Starrt von Disney+ verantwortlich. Beobachter sahen Mayer bereits als neuen Disney-CEO, die Personalie wurde jedoch überraschend anders entschieden.

Die politische Komponente habe nun auch seine Arbeit und die Bedeutung seines Postens verändert, erklärte der Manager in einer internen E-Mail, die der FT vorlag.

Ein mögliches Verbot von TikTok und Co. in den USA könnte sich auch für Apple negativ auswirken, wie wir in einer weiteren Meldung berichtet hatten. Wenn etwa der App Store als Reaktion aus Peking in China geschlossen würde, wäre das ein harter Schlag für Apples iPhone-Geschäft in dem wichtigen Schlüsselmarkt. Aktuell ist Microsoft der aussichtsreichste Kandidat für den TikTok-Kauf, aber auch Twitter und sogar Apple waren dem Vernehmen nach interessiert. Es steht allerdings zu vermuten, dass dem neuen TikTok-Eigentümer ein schweres Erbe bevorsteht.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Zu heiß geworden: Der Chef von TikTok will nicht mehr"

  1. Maci 27. August 2020 um 16:58 Uhr ·
    Laut CNBC ist der Deal mit Microsoft nahezu fix, vielleicht ist er deswegen gegangen.
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