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Narwal Freo X Ultra im Test: Zwei Schritte vor, einer zurück | REVIEW

Der Narwal Freo X Ultra zeigt sich im Test als gelungenes Upgrade zum letztjährigen Narwal Freo. Die Saugleistung liegt nun bei starken 8.200 Pa und auch die Wischfunktion ist nach wie vor auf einem sehr gut Niveau. Bei einigen Details, die beim Vorgängermodell überzeugt haben, hat der Hersteller nun gespart. So gibt es etwa kein farbiges LC-Display zur umfänglichen Steuerung mehr. Die UVP von knapp 1.200 Euro ist leicht zu hoch angesetzt. Zum Zeitpunkt dieses Testberichts erhält man den Narwal Freo X Ultra aber dank einer Vorbestellaktion für 959 Euro, was wiederum ein guter Preis ist.

Quo vadis, Narwal?

Wer sich mit Saugrobotern beschäftigt, wird vom Namen Narwal vermutlich noch gar nichts gehört haben. Verständlich, denn hierzulande ist der Hersteller erst seit Sommer 2023 aktiv und hat seitdem auch nur ein einziges Produkt, den Narwal Freo (zum Test), angeboten. Etwa in Asien hat die Marke eine größere Bekanntheit und auch schon mehrere Modelle verkauft. Ab Mitte März möchte Narwal auch das imaginäre Verkaufsregal für Deutschland erweitern.

Der Narwal Freo, seines Zeichens ein Saug- und Wischroboter mit drehenden Wischmopps und einer Reinigungsstation, hat ein durchaus beachtliches Upgrade erfahren. Als Freo X Ultra getauft, soll das neue Modell mehr Performance sowie mehr innovative Funktionen in sich vereinen. Gleichzeitig wollte man den Preis nicht allzu sehr anheben und attraktiv gegenüber der Konkurrenz halten. Man merkt also, dass Narwal nun aggressiver an Marktanteilen gewinnen möchte. Der Plan, in 2024 zudem einen günstigeren Einstiegerroboter sowie einen Nassstaubsauger zu veröffentlichen, unterstreicht diese These. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Narwal weiterentwickelt. Doch nun erstmal zum neuen Flaggschiff-Saugroboter: Ich durfte mir den Narwal Freo X Ultra bereits vor Verkaufsstart genauer anschauen. In diesem Testbericht erfahrt ihr, wie sich die 2024er-Modellpflege schlägt.

Gewählte Materialien: Eine Frage des Wollens

In den letzten Jahren konnte ich bei vielen Herstellern ein Umdenken in Sachen Verpackungsmaterial beobachten. Während Apple Vorreiter war und recht früh auf große Teile an Kunststoffen verzichtet hat, haben mittlerweile viele Marken – vor allem im Zubehörmarkt – nachgezogen. Gerade die Saugroboter-Hersteller scheint diese Entwicklung aber nicht erreicht zu haben: Nach wie vor setzt man auf jede Menge Styropor und packt selbst das kleinste Käbelchen in eine Tüte ein. Beim Freo X Ultra ist das nicht anders. Aus meiner Sicht muss das einfach nicht mehr sein. Wer ernsthaft will, kann einen bedeutenden Unterschied machen und etwa mit stabilem Karton statt Styropor punkten.

Der Schachtel ist nett gestaltet und macht Lust auf den Roboter. Beim Auspacken wird von Styropor und Folien jedoch überflutet.

Der Schachtel ist nett gestaltet und macht Lust auf den Roboter. Beim Auspacken wird von Styropor und Folien jedoch überflutet. (Bild: Valentin Heisler)

Ähnlich sieht es bei einem ganz spezifischen Zubehörteil, dem austauschbaren Staubbeutel, aus. Was es damit genau auf sich hat, erfahrt ihr weiter unten. Nur so viel sei gesagt: Auch dieser Beutel besteht vollkommen aus Kunststoff. Zwar landet ein voller Staubbeutel ohnehin im Restmüll, aber dennoch kann dieser aus nachhaltigeren Materialien bestehen – schon allein für’s Auge wichtig.

Saugroboter mit kosmetischer Auffrischung

In seiner grundlegenden Form und dem Aufbau ähnelt der Freo X Ultra stark seinem Vorgänger. Vor allem die Unterseite ist bis auf eine neu gestaltete Hauptbürste gleich: Es gibt nach wie vor zwei Seitenbürsten, zwei rotierende Wischmopps in Dreiecksform sowie einige Sensoren. Apropos: Das Sichtfenster für die Sensoren der Laser-Navigation ist nun großzügiger gestaltet, was vermutlich mit der laut Narwal verbesserten Hinderniserkennung und Navigation zu tun haben wird.

Der Deckel des Freo X Ultra (und des ebenfalls bald folgenden Freo X Plus) besteht aus einer dünnen Kunststoffplatte, die man vollständig abnehmen kann. Im Gegensatz zum stabilen aufklappbaren Deckel des Vorgängers empfinde ich das als Verschlechterung. Denn der leichte Deckel hält nur ganz locker an einem Magneten und verrutscht beim Greifen des Roboters gerne mal. Beim Freo X Plus (links im Bild), der auch bald erscheinen wird, macht ein solcher Deckel noch eher Sinn, da man neben dem Staubbehälter auch an den integrierten Wassertank kommen muss. Unter der Platte des Freo X Ultra (rechts im Bild) ist aber nur der Staubbeutel; hier hätte ich mir also die altbewährte und deutlich hochwertiger wirkende Klappe gewünscht.

Im direkten Vergleich zum Freo X Plus (links) wäre beim Freo X Ultra (rechts) ein komplett abnehmbarer Deckel nicht notwendig gewesen.

Im direkten Vergleich zum Freo X Plus (links) wäre beim Freo X Ultra (rechts) ein komplett abnehmbarer Deckel nicht notwendig gewesen. (Bild: Valentin Heisler)

Nur noch das Nötigste bei der Basisstation

Zu Beginn des Testberichts zum Narwal Freo habe ich geschrieben, dass Testgeräte etwas „Besonderes“ haben müssen, um einen ausführlichen Bericht zu verdienen. Die Basisstation gehörte damals definitiv dazu. Denn neben ihrer zuverlässigen Tätigkeit, die Wischmopps zu reinigen und zu trocknen, war sie äußerst hübsch designt und besaß ein farbiges LC-Display mit jeder Menge Funktionen. Letzteres war eine tatsächliche Besonderheit, da man eine vollwertige Alternative zur App-Steuerung hatte. Während beim Freo X Ultra die Grundfunktionen der Ladestation gleich blieben, ist das einzigartige Display weggefallen und durch ein langweiliges Panel mit einer Hand voll Touch-Tasten ersetzt worden. Schade!

Das farbige Display des Narwal Freo (links) hatte etliche Funktionen. Beim Freo X Ultra (rechts) setzt man auf Stangenware wie alle anderen Hersteller auch.

Das farbige Display des Narwal Freo (links) hatte etliche Funktionen. Beim Freo X Ultra (rechts) setzt man auf Stangenware wie alle anderen Hersteller auch. (Bild: Valentin Heisler)

Doch Narwal hat den Rotstift auch an anderen Stellen der Basisstation angesetzt: Der Deckel besitzt an seiner Auflagefläche zum restlichen Korpus keinen Gummi mehr, wodurch die Dämpfung beim Schließen des Deckels völlig wegfällt. Jetzt scheppert es nur noch. Außerdem hat der Frischwassertank seine zusätzliche Mini-Öffnung auf der Oberseite verloren. Darüber habe ich immer super entspannt destilliertes Wasser aus einem Kanister einfüllen können, ohne den gesamten Tank herausnehmen zu müssen.

Beim Narwal Freo X Ultra (rechts) wurde die separate Mini-Öffnung im Deckel des violetten Frischwassertanks sowie die dämpfende Gummierung weggespart.

Beim Narwal Freo X Ultra (rechts) wurde die separate Mini-Öffnung im Deckel des violetten Frischwassertanks sowie die dämpfende Gummierung weggespart. (Bild: Valentin Heisler)

Das Reinigungsmodul, das die Wischer säubert und trocknet, sieht unverändert aus und scheint auch unverändert zu arbeiten. Die Mopps sind stets einwandfrei gesäubert, was nicht zuletzt an der smarten DirtSense-Funktion liegt. Damit erkennt die Station, wie dreckig die Wischer sind und reinigt sie solange, bis sie wirklich sauber sind. Dank DirtSense fährt der Roboter bei aktiviertem Freo-Modus die besonders dreckigen Stellen des Bodens so oft an, bis auch diese endgültig gereinigt sind.

Deutlich mehr Saugleistung, unveränderte Wischfunktion

Wo Narwal jede Menge Pluspunkte kassiert, ist bei der allgemeinen Reinigungsperformance des Roboters. Die bereits sehr gute Wischfunktion aus dem Narwal Freo blieb nahezu unverändert: Die zwei rotierenden Wischmopps drehen mit bis zu 180 rpm und üben einen maximalen Druck von 12 N aus. Diese Werte machen sogar hartnäckigen Flecken das Leben schwer. Erkennt der Roboter einen Teppich, hebt er die Wischer automatisch an und maximiert die Saugleistung; auch das kennen wir schon aus dem Vorgänger.

Ein bedeutendes Upgrade zum Vorgänger ist die angehobene Saugleistung. Im Turbomodus verspricht Narwal 8.200 Pa, womit sich der Freo X Ultra unter die aktuell leistungsstärksten Saug-/Wischroboter einreiht. Die meisten High-End-Flaggschiffe haben weniger Power. Sein Leistungs-Upgrade merkt man dem Narwal-Neuling deutlich an: Während der Vorgänger noch sichtliche Probleme mit dem Reinigen von Teppichen hatte, hinterlässt der Freo X Ultra ein gänzlich anderes Bild. Die Teppiche sind viel sauberer und normalem Schmutz, der auf dem Boden liegt, lässt der Sauger ohnehin keine Chance.

Auch im Freo X Ultra stecken Innovationen

Der ursprüngliche Narwal Freo wusste mit einigen Funktionen, die man so kaum irgendwo anders findet, zu begeistern. Doch auch der Nachfolger hat ein paar spannende Neuerungen, über die ich noch separat sprechen möchte. Hier wäre zum einen die neue Hauptbürste zu nennen: Sie hat ein aerodynamisches Design, dank dessen sich angesaugte Haare nicht in der Walze verheddern sollen. Und das funktioniert erstaunlich gut. Während des mehrwöchigen Tests hat sich nicht ein einziges Haar in der Bürste verfangen, während man die Walze des alten Freo (links im Bild) regelmäßig von seiner Mähne befreien musste.

Wer genau hinsieht, merkt den Unterschied: Im Narwal Freo (links) haben sich etliche Haare verwickelt, im Nachfolger (rechts) nicht.

Wer genau hinsieht, merkt den Unterschied: Im Narwal Freo (links) haben sich etliche Haare verwickelt, im Nachfolger (rechts) nicht. (Bild: Valentin Heisler)

Zum anderen kann man den Freo X Ultra sowie den noch folgenden Freo X Plus mit bereits im Roboter integrierten Einweg-Staubbeuteln verwenden. Oben im allerersten Bild seht ihr, wie diese im Einsatz aussehen. Wie schon erwähnt, bestehen sie zwar komplett aus Kunststoff, sind aber gerade für Allergiker eine tolle Sache. Denn beim Entleeren eines herkömmlichen Staubbehälters fliegt immer etwas Dreck in der Luft herum oder landet neben dem Mülleimer. Wer allerdings großen Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann beruhigt sein: Ein regulärer, wiederverwendbarer Staubbehälter liegt dem Lieferumfang natürlich bei und kann alternativ zu den Beuteln genutzt werden.

Verkaufsstart mit 240 Euro Rabatt

Seit dem 28. Februar kann man den Narwal Freo X Ultra vorbestellen. Dazu registriert man sich auf der Website von Narwal und erwirbt ein Early-Bird-Ticket für gerade einmal 10 Euro. Daraufhin erhaltet ihr einen 240-Euro-Rabattcode, den ihr beim Verkaufsstart ab Mitte März einlösen könnt. Damit kostet der Narwal Freo X Ultra nur 959 Euro, was ein sehr attraktiver Preis für die gebotene Leistung ist. Und obendrauf gibt es ein gratis Zubehörpaket.

Wer natürlich lieber bei Amazon kauft, kann das ab dem Verkaufsstart ebenfalls machen. Den größeren Rabatt bekommt ihr allerdings nur direkt bei Narwal.

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Valentin Heisler
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