Mit Apple lässt sich schwer arbeiten: Filmbranche ist genervt

Eddy Cue bei Apple TV 4k Präsentation

Apple ist offenbar ein anstrengender Auftraggeber. Das könnte dazu führen, dass sich viele der Originals, die den neuen Streamingdienst mit Leben füllen sollen, verspäten – mit kaum absehbaren Folgen für das wichtige Projekt.

Apple möchte zwar möglichst früher als später in direkte Konkurrenz mit Netflix und Amazon eintreten und im Streaming von Serien und Filmen mitmischen, auf dem Weg dort hin stellen sich aber viele Herausforderungen und einige Hürden hat Apple sich offenbar selbst aufgebaut. Vor längerer Zeit berichteten wir schon, dass ein von Steven Spielberg verantwortetes Projekt seinen Showrunner verloren hat, nachdem der aufgrund zu strenger Forderungen die inhaltliche Ausrichtung betreffend hingeschmissen hatte.

Steven Spielberg - Wikimedia

Steven Spielberg – Wikimedia

Apple möchte seine Inhalte freundlich und positiv gestalten, familien- und kindgerecht. Wer aber heute einen Blick in Netflix und co. wirft weiß, das ist gerade so überhaupt nicht gefragt. Dunkle Bedrohungen psychotischer Wahngestalten sind das Stilmittel dieser Tage, grundlose Gewalt und viele ungeklärte, bohrende Fragen charakterisieren die meisten Neustarts im Streaming und weil Apple hier nicht mitziehen möchte, kommt es mehr und mehr zu Zerwürfnissen mit der Filmindustrie.

Studios: Apple mischt sich zu sehr ein und hat keinen Plan

Apple ist ein Auftraggeber, mit dem es schwer fällt, zusammenzuarbeiten, zitiert ein Zeitungsbericht Verantwortliche der Fernsehbranche. Die Auftragsvergabe und Produktionsprozesse seien intransparent und von zu weitreichenden Eingriffen in die inhaltlichen Aspekte gekennzeichnet, so weiter. Bestimmte Themen wie die negativen Auswirkungen von Technologie oder religiöse Konflikte möchte Apple auch aus den Serien heraushalten, heißt es und das wäre ein weiteres Problem: Diese Themen liebt Hollywood geradezu, lässt sich doch hier wunderbar und einfach ein katastrophaler Ausgang nach dem anderen herbeischreiben. Apple solle willkürlich Autoren einstellen und feuern, ohne dass ein Plan erkennbar sei. Zudem habe sich das Unternehmen noch nicht einmal über die technologischen Rahmenbedingungen klar werden können, die dem Streamingdienst zugrunde liegen sollen. So werden am Ende des Jahres wohl nur einige wenige Serien starten, wird in den Raum gestellt. Das passt zu früheren Gerüchten, wonach die wesentlichen Inhalte erst deutlich verspätet starten sollen. Das wäre für den neuen Streamingdienst ein Nackenschlag, von dem er sich kaum erholen dürfte. Am 25. März soll die Präsentation erfolgen, geht es aber wirklich erst Ende des Jahres zögerlich los, wird das Projekt eine Todgeburt.

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Roman van Genabith
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20 Kommentare zu dem Artikel "Mit Apple lässt sich schwer arbeiten: Filmbranche ist genervt"

  1. Kevin 4. März 2019 um 15:55 Uhr ·
    Ich sage das wir nichts
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    • Hmbrgr 4. März 2019 um 16:28 Uhr ·
      Ja, für mich bringt das nix, weil ich irgendwie nicht kapiere, wozu ich das alles brauche! Ich bezahle Zwangsgebühren für die ÖR TV Programme, für überwiegend dümmliches Programm und einseitige Nachrichten. Möchte ich aktuellen Fussball gucken, muss ich Sky, Dasn und Eurosport kaufen. Dann noch Netflix und/oder Amazon, um mich an irgendwelche Serien fesseln zu lassen. Dann noch Kabelanschluss mit Internet, Handy Flatrate… Und noch einen geeigneten VPN Dienst, um das alles auch im Ausland zu sehen. Und wozu? Vielleicht bin ich aber auch schon nicht mehr auf dem laufenden… )))
      iLike 16
      • Kevin 4. März 2019 um 17:08 Uhr ·
        Die wollen halt Geld machen
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  2. H 4. März 2019 um 16:00 Uhr ·
    Ich konnte oder kann mir ehrlich gesagt schwer vorstellen, dass Apple mit einem Studio wie A24, welches ja nicht gerade für quietsch-bunte und familienfreundliche Filme bekannt ist, mit bleibenden Einstellung was Gescheites hinbekommt. Da ergibt für eine Kooperation mit Disney deutlich mehr Sinn, wenn die nicht schon ihren eigenen Streamingdienst bald dem Markt bringen würden.
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  3. Maurice 4. März 2019 um 16:01 Uhr ·
    Das läuft mit Apple sicher so ab: „Wir wollen GOT aber ohne Sex und Gewalt und mit rosa Plüschdrachen für die Kleinen…“ 🤣
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  4. ProfDr 4. März 2019 um 16:01 Uhr ·
    Sie haben es damals mit dem Musikmarkt geschafft, sind jetzt aber viel zu spät.
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    • Kevin 4. März 2019 um 16:03 Uhr ·
      Zu spät ist man hier nicht, bloß wie sie es machen ist nicht gerade Klever
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    • Maurice 4. März 2019 um 16:03 Uhr ·
      Is glaub schon noch mal was anderes, ob man nun selber Content erstellt oder „nur“ vertreibt 😉
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  5. Ohne Punkt und Komma 4. März 2019 um 16:08 Uhr ·
    Zu spät ist aber zurzeit Apples Ding. Apple Music war auch nicht gerade früh dran und kuckt wo es nun steht. Und wenn es nicht extra bezahlt werden muss sondern bei Apple Music intrigiert wird dann ist das eine super Sache. Es gibt viele kleine freie Studios die Großes Potenzial haben! Einfach kaufen.
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    • Kevin 4. März 2019 um 17:09 Uhr ·
      Schön wäre es aber nicht bei Apple
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  6. Apfelbaum 4. März 2019 um 16:13 Uhr ·
    Alles Gerüchte und Hörensagen – lassen wir uns doch einfach überraschen, warten ab bis es da ist und (ver)urteilen dann erst. Und selbst wenn es auf den ersten Anlauf nicht klappt – Apple hat genug Geld um auch auf die harte Tour zu lernen was gefragt ist ohne dabei Pleite zu gehen.
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  7. Gast 4. März 2019 um 16:18 Uhr ·
    …..hab mir gerade so überlegt … Apple kauft Spotify , streicht dann alles was anrüchig , nicht familienfreundlich oder mit nacktszenen gespickt ist. Übrig bleiben 5 Filme die keine Sau sehen will.
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  8. nighty 4. März 2019 um 16:46 Uhr ·
    Apple wird nur dann richtig Erfolg haben, wenn der gesamte iTunes Katalog per Abo verfügbar wird, so wie vorher bei der Musik. Dieses Familienfreundliche wird auch Kunden finden, aber dann ist man mehr Konkurrenz zu Disney als zu Netflix.
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  9. Stephan 4. März 2019 um 16:48 Uhr ·
    Apple soll sich weiter auf Hardware und Software konzentrieren und das Filmgeschäfte denen überladen die sich damit auskennen.
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  10. Cognac 4. März 2019 um 17:00 Uhr ·
    Die sollen einfach Netflix kaufen und gut ist …
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  11. Fanboy 4. März 2019 um 17:40 Uhr ·
    Mir geht dieses „Sauberman“-Image von Apple echt langsam auf den Zünder.Bei aller Liebe zu den Produkten…aber es reicht meiner Meinung nach.Ein Beispiel Sind die Emojis und welche zukünftig in Planung sind,sowie jetzt bei dem angestrebten Streaming.Alles muss so rund gelutscht sein,niemand darf sich auf die Füße getreten fühlen. Die Filmindustrie lebt von kranken Fantasien,Extremen…damit zieht man die Massen an.Ansonsten kann man sich auch nen Tatort anschauen oder Rosamunde Pilcher…
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  12. nophret 4. März 2019 um 18:22 Uhr ·
    Apple versteht sein eigenes Geschäft nicht und kommt vom Höhenflug nicht runter. Der Erfolg Apples war Verfügbarkeit. Der iPod war as erste Produkt auf dem Musik online einfach verfügbar war. Man hat aber nicht verstanden, dass sich die Erde weitergedreht hat und gerade netflix das eben verstanden hat was Apple nicht versteht.
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  13. xhase 4. März 2019 um 18:39 Uhr ·
    Apple möchte eine bessere Welt in der Filmindustrie, nicht nur Mord, kranken Horror und Totschlag als Unterhaltung – gut so!
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    • Kevin 4. März 2019 um 18:55 Uhr ·
      So sehe ich es auch, ich kenne kaum noch gute Filme wo nich mind. Einer stirbt oder verschlagen wird. Leider denken nicht alle so, sie wollen Gewalt und Kriminalität deshalb wird meiner Meinung nach nichts aus der Idee
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  14. Liron 5. März 2019 um 07:38 Uhr ·
    Apple möchte Werte und Moral im TV, von denen es sowieso kaum noch etwas gibt fördern?! Apple ist so böse!!! Und der Mensch wundert sich warum die Welt den Bach runter geht…
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