Home » Sonstiges » Kinder auf Instagram waren schutzlos: Datenschutzbehörde verhängt empfindliche Strafe

Kinder auf Instagram waren schutzlos: Datenschutzbehörde verhängt empfindliche Strafe

Instagram hat eine Millionenschere Strafe in der EU kassiert. Das zu Meta gehörende soziale Bildernetzwerk hatte sensible Daten von Kindern zu freigiebig verfügbar gemacht und muss dafür nun bluten. Verhängt wurde die Strafe durch die irische Datenschutzbehörde stellvertretend für die gesamte EU.

Instagram wurde in der EU mit einer hohen Strafzahlung belegt: 405 Millionen Euro soll das zu Meta gehörende Netzwerk zahlen, das verfügte die irische Datenschutzbehörde. Sie ist für die Rechtsaufsicht über die Meta-Tochter zuständig, da diese ihre Geschäfte in der EU über eine Tochter in Irland abwickelt.

Verhängt wurde diese Strafe gemäß der europäischen Datenschutzgrundverordnung, Grund für die Maßnahme ist der Umgang von Instagram mit Daten von Kindern.

Instagram sieht sich zu Unrecht verurteilt

Instagram habe eine nicht mit der DSGVO vereinbare Verarbeitung von Nutzerdaten angemeldeter Kinder betrieben, wird die Behörde von Medienberichten zitiert. Persönliche Daten von Minderjährigen, die sich bei Instagram angemeldet hatten, waren zu leicht zugänglich. So waren alle Accounts auch von Kindern ab Registrierung standardmäßig auf öffentlich gestellt, sodass E-Mail-Adressen und Rufnummern leicht ersichtlich waren.

Zudem waren die Profile so leichte Ziele für Werbekunden. Instagram kommentierte den Vorgang inzwischen und ist erwartungsgemäß ganz anderer Meinung: Die beschriebene Praxis habe man bereits vor einem Jahr beendet und zwischenzeitlich viele Maßnahmen zum Schutz von Kindern eingeführt. Alle neuen Accounts von Personen unter 18 seien nun automatisch auf privat gesetzt, nur Freunde können deren Posts sehen und sie können von Erwachsenen nicht angeschrieben werden. Doch rechtliche Mühlen mahlen bekanntlich langsam und es ist nicht klar, ob diese Position dazu beitragen wird, der nun verhängten Millionenstrafe noch zu entgehen.

-----
Willst du keine News mehr verpassen? Dann folge uns auf Twitter oder werde Fan auf Facebook. Du kannst natürlich in Ergänzung unsere iPhone und iPad-App mit Push-Benachrichtigungen hier kostenlos laden.

Gefällt Dir der Artikel?

 
 
Roman van Genabith
twitter Google app.net mail

Kommentarfunktion ist leider ausgeschaltet.