iOS-Updates informieren Nutzer künftig, wenn sie das iPhone drosseln

Apple wird bei zukünftigen Updates von iOS klarer an die Verbraucher kommunizieren, falls dadurch die Performance ihrer iPhones beeinträchtigt wird. Eine entsprechende Zusage konnte nun eine britische Verbraucherschutzorganisation dem Unternehmen abringen, die seit der iPhone-Drossel-Affäre mit Apple über dessen Vorgehen streitet.

Die iPhone-Drossel zeitigt noch immer späte Konsequenzen für Apple: Als bekannt geworden war, dass das Unternehmen iPhones per Software langsamer werden ließ, sobald sich deren Akkus ihrem Lebensende näherten, brach ein Sturm der Empörung gegen das Unternehmen los. Dieser resultierte nur zum Teil aus dem Umstand an sich, Akkus sind nun einmal von begrenzter Haltbarkeit und dass sie weniger lang durchhalten als die Geräte, in denen sie stecken, vermag niemanden zu verwundern. Doch die intransparente Art, in der Apple seine Maßnahmen zur Lebenszeitverlängerung kommuniziert hatte – nämlich, indem es sie gar nicht kommunizierte – brachte viel e Kunden zurecht gegen Apple auf. Sammelklagen und eine neue Transparenz von Apple waren die Folge, eben diese soll nun auch für die Zukunft festgeschrieben werden.

iOS-Updates werden über Leistungseinbußen informieren

Nachdem Verbraucherschützer in Großbritannien bereits länger für ein nachvollziehbares Verhalten Apples in Bezug auf das Performancemanagement von iOS drängten, liefen auch Ermittlungen der staatlichen britischen Wettbewerbsaufsicht. Diese erbrachten nun ein für Kunden relevantes Ergebnis, wie die Behörde in einer Mitteilung erklärte: Apple wird bei zukünftigen Updates von iOS eine Benachrichtigung einbauen, die Auskunft darüber gibt, ob das Update etwas an der Performance des Geräts ändert und unter welchen Umständen das geschieht.

Es ist allerdings nicht klar, ob Apple das nur für Geräte vorsieht, die in Großbritannien verkauft werden.

Apple reagierte damals mit dem Akku-Austauschprogramm auf die Drossel-Affäre, das einen Batterietausch für 29 Dollar ermöglichte. Von dem Programm wurde wie berichtet so reichlich Gebrauch gemacht, dass man in den Apple Stores externe Hilfskräfte einstellen musste, um dem Ansturm Herr zu werden.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "iOS-Updates informieren Nutzer künftig, wenn sie das iPhone drosseln"

  1. roffl 23. Mai 2019 um 18:53 Uhr · Antworten
    Ich fände es schön, wenn man die Drossel bzgl Akku immer wieder aktivieren und deaktivieren könnte. Ich habe zwischenzeitlich mein zweites iPhone SE und beim ersten ist irgendwann die Drossel angeschaltet worden, nachdem es abgestürzt war. Ich wollte beobachten, ob es das zukünftig weiterhin tut und habe deshalb die Drossel ausgeschaltet mit dem Gedanken „wenn es zukünftig öfter abstürzt, dann schalte ich sie wieder ein“. Das Problem ist nur, dass sich die Drossel nicht wieder einschalten lässt, wenn sie ein mal deaktiviert ist. Auch nicht, wenn man das Gerät auf die Werkseinstellungen zurücksetzt.
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    • RauliOS 23. Mai 2019 um 18:54 Uhr · Antworten
      Die Drossel kommt erst wieder zurück, wenn das iPhone wieder von selbst runterfährt, bis dahin muss man wieder warten. 😄
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  2. Blub 23. Mai 2019 um 23:29 Uhr · Antworten
    Mit was man sich als Apple Nutzer mittlerweile rumschlagen muss, früher war alles irgendwie einfacher. Warum bauen die nicht einfach hochwertigere Akkus ein?
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    • Michi 24. Mai 2019 um 08:59 Uhr · Antworten
      Es geht da nicht um „hochwertig“ oder nicht – vergleich‘s mit nem Autoreifen. Da ist‘s vollkommen egal von welcher Qualität der ist, er wird sich immer abfahren. Und irgendwann ist auch der beste Reifen verschhlissen.
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