Facebook-Kampagne gegen Kritiker: Zuckerberg will ahnungslos gewesen sein

Mark Zuckerberg auf F8 2018 - Facebook

Erneut schlechte Presse für Facebook: Das Unternehmen soll gezielt Kritiker diskreditiert haben. Eines der Opfer hat dieses Vorgehen nun angeprangert. Mark Zuckerberg will von nichts gewusst haben.

Die Negativ-Schlagzeilen rund um das soziale Netzwerk Facebook reißen nicht ab. Nachdem das Unternehmen gerade begann, sich von den Auswirkungen des Datenskandals zu erholen, waren wiederholt weitere kleinere Verstöße gegen den Datenschutz bekannt geworden.

Nun jedoch sieht das Unternehmen in einer weiteren Sache schlecht aus.

Facebook soll in den USA eine PR-Agentur beauftragt haben, kritische Geister öffentlich in ein schlechtes Licht zu rücken, wie die New York Times berichtet.

Einer dieser Kritiker ist der Milliardär und Stiftungspatron George Soros. Er ist unter anderem dafür bekannt, die Demokratiedefizite in seiner ungarischen Heimat anzuprangern. Seine Stiftung, die Open Society Foundations, fördert Wissenschaft und Forschung in Osteuropa und vielen anderen Regionen, wo sie von den dortigen Politikern nicht immer gern gesehen wird.

Eben diese Stiftung äußerte sich nun harsch zu dem Zeitungsbericht.

Verhalten von Facebook gefährdet die Demokratie

Die Methoden, derer sich Facebook bedient habe, bedrohten die Werte, auf denen die Demokratie erbaut wurde, so der Präsident der Stiftung Patrick Gaspard in einem offenen Brief an Facebook-Vorstand Sheryl Sandberg. Weiter wurde darauf verwiesen, dass Soros kürzlich zu eben den Kritikern des US-Präsidenten Donald Trump gehörte, denen mit der post gefährliche Rohrbomben geschickt wurden.

Facebook räumte inzwischen ein, mit der betreffenden Agentur Definers  zusammengearbeitet zu haben, bestritt erwartungsgemäß aber energisch, gezielt Facebook-Kritiker angegangen zu sein.

Viel mehr sei es Facebook darum gegangen, die Komplexität öffentlicher Diskurse zu illustrieren.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg indes möchte von der ganzen Affäre gar nichts mitbekommen haben.

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Roman van Genabith
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3 Kommentare zu dem Artikel "Facebook-Kampagne gegen Kritiker: Zuckerberg will ahnungslos gewesen sein"

  1. Ion Black 16. November 2018 um 12:30 Uhr · Antworten
    »George Soros« im Zusammenhang mit Demokratie zu lesen, das lässt mich erstaunen.
    iLike 5
  2. John 16. November 2018 um 12:36 Uhr · Antworten
    Ein Gelaber , es wird niemand gezwungen bei Facebook zu sein . Verstehe das alles immer nicht . Geht mir so am Arsch vorbei , da ich nicht bei Facebook bin . Wer auf diesen Netzwerk sich rumtreibt hat eh was am Kopf .
    iLike 7
    • Drakenstorm 16. November 2018 um 15:57 Uhr · Antworten
      Den Artikel hast Du aber schon gelesen, oder? Oder vielleicht gelesen, aber nicht verstanden?
      iLike 4