Apples Charme-Offensive in den USA: 20.000 neue Jobs für Freunde in der Politik

Apple Campus bei Sonnenuntergang | Matthew Roberts

Apple möchte in den USA eine Menge Geld investieren. Rund zehn Milliarden Dollar sollen in den nächsten Jahren in neue Standorte und den Ausbau bestehender in den Vereinigten Staaten fließen, ein Zusammenhang mit der aktuellen politischen Großwetterlage ist sicher einer Zufall.

Apple hat die Heimat nicht vergessen: Diese Botschaft sendet das Unternehmen in Form einer milliardenschweren Investitionsoffensive aus, die es heute per Pressemitteilung angekündigt hat. Innerhalb der nächsten fünf Jahre möchte Apple rund zehn Milliarden Dollar in den USA investieren.

Dieses Geld fließt einerseits in die Aufrüstung der iCloud respektive der diversen Rechenzentren, die etwa in Arizona und North Carolina in Betrieb sind. Darüber hinaus soll kräftig ausgebaut werden.

Neuer großer Standort in Texas

Standorte in Nevada sollen ausgebaut und ein weiterer Serverpark in Iowa errichtet werden, doch die Pläne gehen noch über profane Datenzentren hinaus.

In Texas, genauer in North Austin, soll ein neuer, riesiger Apple-Campus entstehen. Auf am Ende insgesamt rund einer halben Million Quadratmeter möchte Apple einmal 15.000 Mitarbeiter beschäftigen. Arbeiten sollen sie in den verschiedensten Bereichen: von der Kundenbetreuung bis hin zur Ansiedlung von Entwicklungsabteilungen sollen viele Tätigkeitsfelder des Unternehmens vertreten sein. Insgesamt 20.000 neue Jobs möchte Apple bis 2023 in den USA schaffen, damit würden dann rund 110.000 Amerikaner für Apple arbeiten.

Mit dieser Offensive hofft Apple nicht zuletzt sicher auch, sich neue Sympathien der Politik zu sichern. Donald Trump hatte das Unternehmen immer wieder aufgefordert, sich mehr in den USA zu engagieren. Neue Fabriken solle Apple bauen, so der Präsident, der seine Wähler in strukturschwachen Gegenden im Blick hat.

Auch die immer noch drohenden Strafzölle auf in China gefertigte iPhones, die sich beim Import in die USA dramatisch verteuern könnten, treiben Apple um. Die haben zwar nicht unmittelbar etwas mit den neuen Standorten zu tun, diese könnten Apple aber wieder auf eine Liste mit Ausnahmen von den Strafzöllen katapultieren, auf der sich einige Produkte bereits zuvor gefunden hatten.

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Roman van Genabith
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