iPhone-Fertigung: Foxconn fürchtet den Handelskrieg und drängt nach Vietnam

Foxconn Logo / Gebäude thumb

Foxconn ist offenbar vom anhaltend schlechten Verhältnis zwischen den USA und China beunruhigt. Das Unternehmen möchte künftig auch in Vietnam iPhones bauen. Aktuell plant das Unternehmen dem Vernehmen nach dort eine neue Fabrik.

Das Verhältnis zwischen den USA und China ist zwar nach den jüngsten Gipfelgesprächen wieder etwas entspannter und die Märkte honorieren das auch mit sich erholenden Kursen, doch man traut dem Frieden noch nicht so richtig. Zu Recht: Denn der ist effektiv nur eine Art Waffenstillstand für 90 Tage, in denen weiter verhandelt werden soll.

Wer aber die wankelmütige Politik von Donald Trump kennt, mag sich sicher nicht auf ein gutes Ende verlassen, iPhone-Auftragsfertiger Foxconn möchte das offenbar keinesfalls.

Das Unternehmen hatte sich bereits früher beunruhigt ob der Möglichkeit eines heißen Handelskrieges der beiden Supermächte gezeigt und diese Skepsis wird nun erneut deutlich. In einem weiteren Niedriglohnland, nämlich Vietnam, möchte Foxconn künftig auch iPhones bauen.

Gespräche über neue Fabrik

Wie die Agenturen heute berichten, ist Foxconn bereits in konkreten Gesprächen mit der kommunistischen Frühung des Landes. Ziel ist, eine neue Fabrik für iPhones in Vietnam möglichst bald in Betrieb nehmen zu können.

Derzeit wird ein Großteil der Geräte für Apple in Fertigungsstätten in Shenzhen und Shanghai gebaut.

Foxconn Mitarbeiterin arbeitet am MacBook

Foxconn Mitarbeiterin arbeitet am MacBook

In Vietnam zu fertigen, wird herausfordernd: Die Infrastruktur dort ist wenig entwickelt und es könnte an qualifiziertem Personal mangeln. Dennoch macht sich Foxconn die Mühe.

Die Sorge: Wenn der Handelskrieg doch noch ausbricht, könnten die Strafzölle für den Export der iPhones aus China zu Apple so hoch werden, dass sich der Konzern einen anderen Auftragsfertiger sucht.

Außer in China werden iPhones noch in Indien und Brasilien gebaut, doch nur in geringen Stückzahlen und auch nur für den lokalen Markt, zudem werden dort nicht die Flaggschiff-Modelle gefertigt.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Standorts Vietnam: Die Lohnkosten sind in dem wirtschaftlich schwach entwickelten Land deutlich geringer als im boomenden China.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "iPhone-Fertigung: Foxconn fürchtet den Handelskrieg und drängt nach Vietnam"

  1. Tom 5. Dezember 2018 um 09:20 Uhr · Antworten
    Wenn der Billiglohnsektor dann in Afrika ankommt, sind für Transportwege auch nicht mehr so weit🥴
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