StreamOn-und andere Videodienste ab jetzt unkomprimiert: Dies sind die Auswirkungen

Die Deutsche Telekom hat ihre StreamOn-Option den neuen rechtlichen Erfordernissen anzupassen begonnen. In der ersten Stufe der Änderungen werden nun Videostreams nicht mehr komprimiert an den Kunden übertragen. Das muss allerdings nicht in jeder Situation ein Vorteil sein.

StreamOn durfte nicht länger in der beanstandeten Art angeboten werden, das entschied zuletzt ein Verwaltungsgericht im Westfälischen Münster, Apfelpage.de berichtete. Und dann geschah das, was wohl lange von niemandem ernstlich erwartet worden war: Die Telekom beugte sich der neuen Rechtslage. Nicht augenblicklich, aber doch relativ zeitnah, denn die Bundesnetzagentur hat verschiedene Aspekte von StreamOn moniert. Einer davon betrifft das Videostreaming: Videoinhalte wurden bislang auf 480P, faktisch der Qualität einer DVD, komprimiert, was einer Datenrate von rund 1,7 MB/s entspricht. Das wurde mit allen Videostreams gemacht, ob bei StreamOn dabei oder nicht und das verstieß gegen die Natur der Netzneutralität.

Die Telekom komprimiert nicht mehr: Das sind die Folgen

Ab sofort werden Videostreams nicht mehr komprimiert, sondern so ausgeliefert, wie sie vom Anbieter geliefert werden und dies gilt nun ebenfalls für alle Inhalte, ob bei StreamOn dabei oder nicht. Das hat mehrere Konsequenzen: Einerseits offenkundig eine bessere Bildqualität, andererseits aber auch, dass zuvor stabil laufende Streams in Gegenden mit schlechter Netzversorgung nicht mehr laufen, das kann ärgerlich sein.

Es bedeutet auch, dass Videostreams von Anbietern, die nicht bei StreamOn mitmachen, aber hochauflösend sind, das eigene Datenvolumen rasch dahinschmelzen lassen, das kann auch ärgerlich sein. Im nächsten Schritt wird StreamOn ab September auch im EU-Ausland angeboten, das wiederum dürfte kaum Nutzer ärgern. Allerdings hat die Telekom sich in ihren aktualisierten Preislisten natürlich die Möglichkeit vorbehalten, den Zustand von StreamOn wieder auf den früheren Stand zurückzudrehen, sobald man diese Möglichkeit  vor den Gerichten erstritten hat.

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Roman van Genabith
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14 Kommentare zu dem Artikel "StreamOn-und andere Videodienste ab jetzt unkomprimiert: Dies sind die Auswirkungen"

  1. M&M 9. August 2019 um 16:08 Uhr · Antworten
    Wisst ihr wie es dazu gerade mit Vodafone Pass aussieht?
    iLike 1
  2. Ohne Punkt und Komma 9. August 2019 um 16:09 Uhr · Antworten
    StreamOn ist wirklich klasse! Immer muss man in der Bürokratie alles kompliziert machen. Lasst doch einfach manche Konzerne machen was für uns (den Bürger) gut ist! Und schaut auf eure eigene Probleme!
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    • Muckl 9. August 2019 um 21:00 Uhr · Antworten
      Eine echte Datenflatrate wäre für uns Kunden gut, nicht dieses StreamOn!
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      • OCRPanda 10. August 2019 um 06:50 Uhr ·
        Kann man doch buchen, ich habe eine und 2 Multisims, so haben meine Freundin und ich jeweils auf unseren iPads auch unbegrenzt Daten. ✌🏼
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      • Muckl 10. August 2019 um 08:30 Uhr ·
        Ich ergänze: „… nicht überteuerte …“
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  3. Devil97 9. August 2019 um 16:12 Uhr · Antworten
    Kaputt reguliert
    iLike 6
  4. makalele01 9. August 2019 um 16:13 Uhr · Antworten
    Und? Genau verschlimmbessert, durch die, die geklagt haben. Auf dem Land wirds schlimmer, es ensteht ein wahnsinniger Traffic im Netz der nicht sein muß. Fazit: Toll geklagt und gerichtlich erstritten. Mir hat die Qualität immer gereicht, vor allem auf dem Smartphone.
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  5. Joe 9. August 2019 um 16:15 Uhr · Antworten
    Oh Gott, die Primaten kommentieren wieder ohne Sinn und Verstand. Sorry, ich habe gerade die Primaten beleidigt, die sind ja wesentlich weiter entwickelt und können besser denken als manche hier.
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  6. roffl 9. August 2019 um 16:48 Uhr · Antworten
    Ich streame beinahe gar nicht, daher die ernst gemeinte frage: Kann man nicht bei den meisten Streaming-Anbietern die Bildqualität als Nutzer selbst manuell herunterregeln, z.B. auf 480P?
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  7. Smarty 9. August 2019 um 17:01 Uhr · Antworten
    Wenn ich StreamON Video hätte, dann würde es mich ärgern, wenn Telekom die Qualität runterregelt. Und ja: letztlich kann man die Qualität ja selbst steuern. Aber braucht man bei der Flat ja nicht. Und dass ich das nun auch im Ausland (Europa) kostenlos habe: Perfekt! Wie hat sich meine Verwendung des Smartphones im Ausland geändert, seit dem die Roamingkosten weg sind. Endlich überall auch sein Smartphone nutzen! Oder im Leihwagen AppleCar Play nutzen und nicht teuer für ein Navi dazuzahlen müssen (so nun in Portugal gehabt im kleinen Seat)
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  8. zodiac 9. August 2019 um 17:03 Uhr · Antworten
    Die können auch mal das Netz soweit ausbauen/verbessern, dass auch der übliche Gesetzeskonforme Lieferweg ohne Einbußen genutzt werden kann. Egal ob im urbanen Umfeld oder hinter den 7 Bergen… es ist müßig zu erwähnen, dass das kassierte Kleingeld schon längst den Normen entspricht
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  9. Oldschool 9. August 2019 um 23:43 Uhr · Antworten
    Ihr schaut alle echt auf’m Handy Fernsehen/Filme/Serien? Und daheim ’n 65″ OLED zum „richtig fernsehen? Ich frag‘ mich immer, warum die Leute morgens in der S-Bahn auf ’nem popeligen Smartphone TV-Zeug schauen? Geht’s garnichmehr ohne Berieselung?
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  10. whaletype 9. August 2019 um 23:53 Uhr · Antworten
    Wo liegen wird im weltweiten Ranking zur LTE-Anbindung? Platz 70? Baut die Netze Anfang aus. Dann gibt es auch keine Probleme in ländlichen Gegenden. Ach, und eine echte Flat gibt es für 50-60 Euro innerhalb der EU. Zum Teil sogar billiger. Da braucht es kein Stream On.
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    • whaletype 9. August 2019 um 23:54 Uhr · Antworten
      Anständig ausbauen meinte ich.
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