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Discount-Dating: Tindermutter überzeugt niederländische Kartellwächter von Marktmissbrauch im App Store

App Store von Apple

Heute Mittag berichteten wir bereits über die Berufung Apples gegen die gerichtlich angeordnete Öffnung des App Stores in den USA. In den Niederlanden wird eine Entscheidung hierüber womöglich deutlich früher fallen, als in den USA, wenn auch hier nur für einen recht überschaubaren Kreis von Entwicklern.

Was für Epic das Gaming ist, ist für die Match Group das Dating: Der Firma gehört die populäre Wisch-App Tinder und das in Deutschland deutlich weniger bekannte Portal OkCupid und die Match Group sieht sich einer systematischen Benachteiligung seitens Apple ausgesetzt. Der Betreiber des App Stores verwehre es Match, direkt mit den Kunden über Preise und Abrechnungsmodalitäten zu kommunizieren, klagte Match bereits vor geraumer Zeit. Die niederländische Marktaufsicht ACM befasst sich bereits seit 2019 mit verschiedenen Vorwürfen verschiedener Entwickler und Dienstbetreibern, die alle in diese Richtung zielen und hat sich nun zu einer Einschätzung durchgerungen.

Dating-Apps können etwas freier agieren

Man hat die komplexe Frage, ob der App Store ein wettbewerbsfeindliches Umfeld darstellt, bei unseren Nachbarn dadurch vereinfacht, dass man sich bei der Beurteilung dieser Frage zunächst exklusiv auf den Dating-Sektor konzentriert. Für diesen hat die ACM nun tatsächlich ein wettbewerbsrechtlich unzulässiges Umfeld festgestellt. Apple soll gezwungen werden, hier nachzubessern, eine rechtskräftige Verfügung soll Agenturberichten nach noch bis Jahresende veröffentlicht werden. Damit können Tinder-Nutzer am iPhone vielleicht in Bälde mit günstigeren Premiumtarifen rechnen,, sollte sich Match entschließen, den auf diese Weise erzielten Preisvorteil wenigstens teilweise an Kunden weiterzugeben – und das könnte die Gruppe tun, etwa als PR-Maßnahme und, um gegen Apple zu schießen.

In Kalifornien indes könnte sich die Klärung dieser Frage wie zuvor berichtet noch Jahre hinziehen.

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Roman van Genabith
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1 Kommentar zu dem Artikel "Discount-Dating: Tindermutter überzeugt niederländische Kartellwächter von Marktmissbrauch im App Store"

  1. 02712 11. Oktober 2021 um 20:25 Uhr · Antworten
    Blödsinn. Völlig egal wie das ausgeht, wandert hier lediglich Geld von der einen in die andere Tasche. Und es wird sicher am Ende nicht die des Kunden sein, in der mehr drin steckt weil dadurch rein gar nichts günstiger wird.
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