Die Apple Card diskriminiert Frauen: Auch Steve Wozniak beklagt sich

Apple muss sich aktuell einige Vorwürfe in Zusammenhang mit der Apple Card gefallen lassen: Diese diskriminiere weibliche Antragsteller, beobachteten einige teils prominente Kunden Apples. Nun wird der Fall auch von der amerikanischen Börsenaufsicht geprüft.

Apples Kreditkarte wird zuletzt vorgeworfen, ein sexistisches Produkt zu sein. In verschiedenen Fällen wurde Frauen ein deutlich niedrigerer Kreditrahmen bewilligt als Männern, auch wenn sie vergleichbare Einkommensverhältnisse aufwiesen.
Ausgelöst wurde die Debatte von einer Anmerkung auf Twitter:

Das sich hier später auch Apple-Mitgründer Steve Wozniak in ähnlicher Weise geäußert hat, half kaum dabei, die Thematik zu entschärfen. Nun steht eine offizielle Prüfung des Sachverhalts durch die Finanzbehörden an.

Apple gibt die Karte nicht heraus

Apple war mit dem Vorsatz angetreten, eine Kreditkarte für möglichst viele Amerikaner anzubieten und das hat wie frühere Beobachtungen zeigen offenbar auch in vielen Fällen recht gut funktioniert. Allerdings könnte das Unternehmen hier an eine Grenze stoßen: Die Apple Card wird vom Partner Goldman Sachs herausgegeben und dort kommen die Algorithmen her, die bei der Bewilligung der Anträge zum Einsatz kommen. Diskriminierend programmierte Entscheidungsabläufe sind in der Finanzwelt nicht unbekannt, es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich Apple auf seine Partnerbank einwirken können wird.
Die Apple Card ist eine Mastercard, die sehr tief ins Apple-Ökosystem eingebettet ist. Ein Start der Karte in weiteren Märkten ist derzeit noch nicht in Sicht.

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Roman van Genabith
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7 Kommentare zu dem Artikel "Die Apple Card diskriminiert Frauen: Auch Steve Wozniak beklagt sich"

  1. Neo 11. November 2019 um 10:12 Uhr · Antworten
    Finde ich auch nicht in Ordnung, da sollte schnell gehandelt werden . Was denken die sich eigentlich, bekommen schwarze auch keine oder andere nicht weiße Männer . Ohh Mann Apple, ihr werdet immer fauliger!!!
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    • RAMPUNK 11. November 2019 um 10:49 Uhr · Antworten
      Den Artikel nochmal lesen bitte. Apple kann hier wenig dafür, wenn’s doch Goldman Sachs ist die für die Algorithmen verantwortlich sind. Viel fragwürdiger ist, warum ein Unternehmen, das z.Z. so sehr mit Datenschutz prahlt, sich eine Bank wie Goldman Sachs als Herausgeber aussucht. Dafür kann man Apple schon anlasten finde ich.
      iLike 13
      • Neo 11. November 2019 um 11:05 Uhr ·
        Ich kann lesen . Wenn ich jemand beauftrage , der mein Unternehmen vertritt, muss ich auch als Auftraggeber darauf achten was für Klauseln im Vertrag sind oder wer wie oder was abschließen darf . Ansprechpartner ist also immer noch Apple und nicht jemand anders . Heist ja auch Apple Card und nichts Sachs Card .
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      • RAMPUNK 11. November 2019 um 13:29 Uhr ·
        Hab nie gesagt, das du nicht lesen kannst. Finde die Tatsache das es überhaupt Goldman S. ist viel schlimmer. Aber wenn es dich beruhigt, zu diesem Thema wird es wohl keine Bank geben, die andere oder groß differenzierte Algorithmen hat. Stecken auch viel mehr Kriterien hinter so‘nem Kredit als nur das Geschlecht. Cheers!!
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  2. iPhoner 11. November 2019 um 10:13 Uhr · Antworten
    Dafür fällt hier die steuerbefreite Gemeinnützigkeit von Männergesangvereinen😂😂 Das ist sie eben, die „schöne neue Welt“! IO
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  3. Bene 11. November 2019 um 12:48 Uhr · Antworten
    Was für eine Diskussion wieder… Dafür das von Sexismus geredet wird, müsste man vielleicht erstmal alle Daten kennen. Nur weil 2 Menschen fast das gleiche Gehalt bekommen, heißt das nicht, dass sie auch gleich Kreditwürdig sind. Das ist komplett haltlos. Für die Kreditvergabe fließen weitaus mehr Faktoren ein, als das Gehalt. In der Sexismus Debatte muss man auch mal einsehen, das Männer und Frauen gleichwertig, aber nicht gleich sind. Wenn bei Frauen das Risiko höher wäre, dann wäre es eine plausible Begründung. Natürlich kann man das regulieren, aber es muss dann eben irgendwie quer finanziert werden. Ich beschwere mich auch nicht, das Frauen länger ihre Rente als Männer erhalten, weil ihre Lebenserwartung 7 Jahre höher ist.
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    • goldin 11. November 2019 um 13:13 Uhr · Antworten
      Wenigstens einer, der sich mit dem Thema vernunftbegabt auseinandersetzt. In der heutigen Zeit werden „Nachrichten“ oft ungeprüft und ohne Nachdenken hingenommen.
      iLike 16