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Auf Umwegen zum Ziel: Apples App-Tracking-Transparenz wird unterlaufen

Apples neue App-Tracking-Transparenz hatte der Werbebranche auf der iOS-Plattform zunächst scheinbar einen schweren Schlag versetzt. Allerdings ist man bei den Werbenetzwerken sehr kreativ und so hat es nicht lange gedauert, bis die ersten funktionierenden Umgehungen entstanden sind. Um solche Umwege zu finden, muss man nicht bis nach China blicken.

Apple hat mit der neuen App-Tracking-Transparenz ein mächtiges Werkzeug im Kampf für mehr Privatsphäre auf das iPhone, iPad und Apple Tv gebracht. Eigentlich dürfen nun Apps das Verhalten des Nutzers nicht mehr tracken, ohne dies von ihm genehmigt bekommen zu haben – eigentlich.

Die Praxis sieht ein wenig anders aus: Zwar dürfen Apps ohne Zustimmung kein Tracking auf konventionellem Wege mittels der Werbe-ID von Apple mehr durchführen, allerdings lässt sich das selbe Ergebnis auch auf Umwegen erzielen. So wird eine individuelle Identifizierung auch mittels weniger eindeutiger Informationen möglich, zu denen etwa Standort, Uhrzeit oder IP eines Nutzers gehören – nicht zu 100% akkurat, aber hinreichend. Aktuell werben laut Medienberichten schon erste Akteure damit, auf eine durchschnittliche Wirksamkeit von 95% der bisherigen App-Tracking-Resultate zu kommen, indem sie ihre Umwege einsetzen.

Wie entschlossen wird Apple handeln?

Apple hatte bereits vor einiger Zeit klar gemacht, dass man keine Umgehung der eigenen App-Tracking-Transparenz dulden werde, Apfelpage.de berichtete. Dieses Statement hatte Apple veröffentlicht, nachdem bekannt wurde, dass einige chinesische Werbetreibende sich mit westlichen Unternehmen zur Aushöhlung der App-Tracking-Transparenz verschworen hatten, wie wir in einer weiteren Meldung berichtet hatten. Wie ernst nimmt Apple aber seine eigene Zielsetzung?

Zuletzt mehrten sich bereits Hinweise, wonach einige Werbetreibende bereits Budgets von iOS in Richtung Android verschoben hatten, vor diesem Hintergrund wird es spannend sein zu sehen, wie energisch Apple die App-Tracking-Transparenz durchsetzen wird.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "Auf Umwegen zum Ziel: Apples App-Tracking-Transparenz wird unterlaufen"

  1. medolin 9. Juni 2021 um 10:58 Uhr ·
    Wird das nicht durch durch iCloud Private Relay erschwert?
    iLike 1
    • f wir Pferd 9. Juni 2021 um 21:59 Uhr ·
      Sehe ich auch so
      iLike 1
    • Wolfgang D. 10. Juni 2021 um 17:08 Uhr ·
      Da dazu kostenpflichtiges iCloud+ nötig wäre, nein.
      iLike 0
      • Wolfgang D. 10. Juni 2021 um 17:12 Uhr ·
        Und „Allerdings funktioniert Apples neues Datenschutzfeature laut Craig Federighi ausschließlich mit Safari und steht in anderen Browsern nicht zur Verfügung. Auch in Apps kommt das Verfahren folglich nicht zum Einsatz.“
        iLike 0

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