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Apple, Amazon, Microsoft und Facebook: Vorwurf der Zwangsarbeit in China

Symbolbild China | MaoNo / Pixabay

Apple soll von Zwangsarbeit bei verschiedenen chinesischen Zulieferern profitieren: Angehörige von Minderheiten in der Volksrepublik würden in den Fabriken von Fertigern praktisch gefangen gehalten, sagen Menschenrechtler. Apple sieht keine Hinweise auf Zwangsarbeit in China und verweist auf seine regelmäßigen Prüfungen.

Apple soll nach wie vor von Zwangsarbeit in China profitieren: In der Region Xinjang würden tausende Menschen praktisch zur Arbeit gezwungen, berichtet der Branchendienst The Information unter Berufung auf Menschenrechtsaktivisten. Insgesamt sieben Fertiger würden in ihren Fabriken Arbeiter beschäftigen, denen es nicht frei steht, den Standort zu verlassen.

Produktion - Symbolbild

Produktion – Symbolbild

Die Arbeiter seien in Unterkünften in unmittelbarer Nähe zum Werksgelände untergebracht, heißt es unter anderem auf Basis von ausgewerteten Satellitenbildern. Wenigstens fünf der sieben Unternehmen im Fokus der Ermittler beschäftigten tausende Uiguren, eine Minderheit in China, die bereits seit Jahren vielfältigen Repressionen ausgesetzt ist. Auch den Vorwurf der Zwangsarbeit von Uiguren musste sich Apple bereits zu früheren Gelegenheiten gefallen lassen, Apfelpage.de berichtete.

Apple weist alle Vorwürfe zurück

Nicht nur Apple wird im Zusammenhang mit dieser Untersuchung genannt. Die bewussten Fertiger lieferten Komponenten auch an Amazon, Google, Facebook und Microsoft. Die Beschäftigten gelangten im Rahmen staatlicher Arbeitsprogramme an ihre Stellen, wenn sie diese ablehnen, droht eine Gefängnisstrafe.

Apple weist die Vorwürfe zurück und verweist auf seine regelmäßig durchgeführten Prüfungen, bei denen Mitarbeiter des Unternehmens mit den Beschäftigten Interviews führen. Die Menschenrechtler geben ihrerseits zu bedenken, dass diese Gespräche nur von begrenzter Aussagekraft seien, da die Beschäftigten hier nicht frei sprechen könnten. Schon zuvor wurde Apple nachgesagt, Arbeitsrechtsverstöße in seiner Lieferkette zumindest billigend in Kauf zu nehmen, hier in einer entsprechenden Meldung nachzulesen.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "Apple, Amazon, Microsoft und Facebook: Vorwurf der Zwangsarbeit in China"

  1. Stanger 11. Mai 2021 um 15:32 Uhr ·
    Hier will einer was von Kuchen ab haben deswegen solche Vorwürfe , man sollte doch mal denn nachschauen ob es mit der Berichterstattung mit rechten Dingen zugeht . Hier sind viele nur neidisch oder durch Apple sein Werbung Unterdrückung Tracking
    iLike 1
  2. Tom 11. Mai 2021 um 16:45 Uhr ·
    Menschenrechtler sagen Arbeiter seien in Unterkünften in unmittelbarer Nähe zum Werksgelände untergebracht. Wie können die das auf Basis von Satellitenfotos behaupten? Wissen die nicht dass es in sehr vielen Ländern so üblich ist? Erst hingehen und sich selbst überzeugen und erst dann in die Öffentlichkeit gehen!
    iLike 3
  3. gast22 11. Mai 2021 um 18:55 Uhr ·
    Ich finde diese „Nachricht“ ist so zusammengeschustert, dass der Mainstream bedient wird. Damit erreicht man Aufmerksamkeit. Natürlich müssen zahlreiche begriffe verwendet werden „Unterdrückung“, „Zwangsarbeit“, „Uiguren“, „Repressionen“, „Staatliche Arbeitsprogramme“, „Gefängnisstrafe“. Andererseits ist man mit seinen Aussagen vorsichtig, denn die Begriffe „würden Tausende Menschen praktisch zur Arbeit gezwungen“ (ja, was denn nun: Werden sie gezwungen, oder ist das den Autoren nicht ganz klar?); „Arbeiter seien“ (ja was denn nun, sind sie es oder nicht und „Tausende Uiguren“ – wer hat sie gezählt? Ich denke, dass alles ganz geheim ist und der Staat aufpasst, dass nichts nach außen dringt – ich würde es jedenfalls so machen). Und dann noch die Satellitenbilder??? Etwa Google Earth?? Oder wie kommen „Menschenrechts“Aktivisten“ zu solchen Aufnahmen? Natürlich muss der Branchendienst „The Information“ (Wer steckt denn da hinter? Wer ist der Geldgeber? Welche Interessen hat er?) vorsichtig mit seinen Formulierungen sein, da die Quelle scheinbar die einzige ist. Anders kann man die Wortwahl nicht interpretieren. Ebenso könnte das staatliche Arbeitsprogramme sein, die den Anteil der Wanderarbeiter (es gibt davon Millionen und Abermillionen) senken soll. Und natürlich wohnen die Arbeiter in der Nähe der Fabriken – alles andere wäre doch unökonomisch. Und warum sollen die Arbeiter nicht frei sprechen können? Ich denke schon, dass Apple das nicht im Beisein eines „Parteisekretärs“ oder eines „Bewachers“ macht. Woher wollen die „Aktivsten“ alle ihre „detaillierten“ Informationen haben? Glaubwürdig ist das Ganze so nicht, es sei denn man ist von vorn herein kein Realist und sucht nur Bestätigungen des Mainstreams. Nach dem Motte: Ich habs doch gewusst!
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    • Roman van Genabith 11. Mai 2021 um 19:01 Uhr ·
      Ich begrüße die konstruktive Auseinandersetzung mit unserer Berichterstattung immer. Natürlich ist es so, dass die Quellenlage gerade in den wichtigsten Regionen der Lieferkette oftmals unübersichtlich und schwer zu beurteilen ist, andererseits bemühen wir uns auch immer, etwa unter Verweis auf unsere frühere Berichterstattung zu einem Thema, einen hilfreichen und weiterführenden Kontext zu bieten. Nach einigen Jahren der Beobachtung einer Thematik, lassen sich zudem durchaus gewisse grundlegende Schlussfolgerungen ziehen. Außerdem zu beachten ist, dass wir unsere Berichterstattung immer nach Maßgabe einer Abwägung leisten müssen, die auf der einen Seite eine möglichst akkurate Beschreibung des Sachverhalts bietet und auf der anderen Seite die Mehrheit der adressierten Zielgruppe nicht mit einer zu großen Fülle an Details und Hintergründen überfordert, das ist leider auch Teil der Wahrheit in dieser Sache.
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