Vorhang auf für Beats Music

Als Beats Music Anfang dieses Jahres an den Start ging, nahm Spotify CEO Daniel Ek den neuen Dienst hart ins Gericht. Es reiche nicht, auf ein Produkt ohne Alleinstellungsmerkmale „eine Celebrity-Marke draufzuklatschen„, um erfolgreich zu sein. Das habe man auch schon bei den gescheiterten Versuchen von Microsoft und Nokia gesehen, hieß es weiter. Was Ek blind vor Egozentrik jedoch nicht gesehen hat, ist das Konzept, die Philosophie, die hinter Beats Music steht. Die Idee des Musik-Streaming-Dienstes von Dr. Dre und lovine macht Spotify beim genaueren Hinsehen Reinhören zu einer Hinterhofband ohne großes Publikum.

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Wir haben die iOS-App von Beats Music mal genauer unter die Lupe genommen, um zu sehen, was Apple an dem Service so liebt. Immerhin ist schon längst klar, dass es der iKonzern unter anderem auf den Dienst abgesehen hat. Nicht aufgrund der Nutzerzahlen, als vielmehr durch das Konzept bedingt.

Schon beim ersten Start der App fällt auf: Beats Music ist anders (Aha?). Anders deswegen, weil die Macher im Gegensatz zu alternativen Musik-Streaming-Portalen den Spieß umdrehen. Der Nutzer gibt nicht in ein Suchfeld ein, welche Musik er zu hören wünscht – im Gegenteil: Er bekommt Vorschläge, welche Songs er hören könnte. Zwar haben Spotify und Co auch eine Empfehlungs-Sektion, doch hauptsächlich dreht man sich noch um das Suchfeld. Viele Nutzer jedoch wissen gar nicht, welcher Musik sie lauschen wollen. Andere scheitern am Titel und Artisten, laufen Gefahr stets – Tag für Tag – dieselbe Eingabe zu tätigen. Und das ist nicht der Sinn der Sache.

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In Beats Music, nur in den USA nutzbar, erwartet den User von Beginn an ein tiefgreifendes System von musikalischen Vorschlägen und Entdeckungsreisen. Beats setzt dabei auf jahrelange Erfahrung von Experten, die stets die passenden Titel zusammensuchen. Die Auswahl erfolgt nach Genre, Highlights oder „Sentence“. Letzteres ist ein Feature, das basierend auf der aktuellen Stimmung und Alltagssituation die passenden Wiedergabenlisten findet.

Auf diese Weise hat es Beats geschafft komplett ohne die Aufforderung, der Nutzer solle seine Lieblingstitel eingeben, ein leistungsstarkes und zugleich wirkungsvolles System zu kreieren, dem das frische Design den letzten Schliff verleiht. Beats Music gehört auf die ganz große Bühne und Apple könnte dafür den Vorhang aufziehen.

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Philipp Tusch
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11 Kommentare zu dem Artikel "Vorhang auf für Beats Music"

  1. Chros 30. Mai 2014 um 12:40 Uhr ·
    Nice!
    iLike 11
  2. 30. Mai 2014 um 12:41 Uhr ·
    Nur In den USA :( Punkt für Spotify
    iLike 29
  3. Tester 30. Mai 2014 um 12:41 Uhr ·
    Das könnte dann quasi eine extra „Station“ in iTunes Radio sein. So machst das auch nokia mixRadio. Also personalisierte Musik. Ich sehe sehr viel Potenzial in dem Prinzip
    iLike 9
    • Appler 30. Mai 2014 um 12:47 Uhr ·
      Ich glaube die nehmen das raus und integrieren teile in itunes Radio und machen das als eigene app
      iLike 4
  4. LukasDasOriginal 30. Mai 2014 um 12:47 Uhr ·
    Aber da selbst das nicht auf Deutsch ist, stehen die Chancen ja nicht besser, dass iTunes Radio dadurch in Deutschland startet
    iLike 4
  5. Calisto 30. Mai 2014 um 12:48 Uhr ·
    Ich mag es, ein Suchfeld in Spotify zu haben…. Ich will nicht Musik aufgezwungen zu bekommen; Ich weiß, was ich hören will. Also ist Beats Music nix für mich und wird es auch nicht.
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    • Alexander 30. Mai 2014 um 13:07 Uhr ·
      Ich glaube ein suchfeld wird es trotzdem geben. Sonst ist das prinzip echt für den A…. Ich bleibe trotzdem bei Spotify Premium.
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    • Timo 1. Juni 2014 um 13:38 Uhr ·
      Gibt es!
      iLike 0
  6. Kyle 30. Mai 2014 um 13:16 Uhr ·
    Da ist trotzdem ein Suchfeld vorhanden, von da her.
    iLike 2
  7. SaM 30. Mai 2014 um 13:37 Uhr ·
    Also ich hoffe ehrlich gesagt, dass iTunes Radio und die Beats Music App eigenständig bleiben. ITunes Radio als Möglichkeit Musik kostenlos zu streamen und vielleicht sogar noch richtige Radio Sender mit an Bord zu holen und Beats Music, als Abo-Service. Ich muss auch sagen das Logo und dass Design allgemein von Beats gefällt mir. Alleine deshalb soll es schon erhalten bleiben xP
    iLike 0
  8. Heinz_Fuchs 30. Mai 2014 um 19:40 Uhr ·
    Vorhang wieder zu für Beats Music.
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