„Tot“ im App-Review: Einfache Notizen-App für iOS, iPadOS und macOS

Tot Beitragsbild

Heute schauen wir uns die App „Tot“ an. Diese speichert kurze Notizen ab und macht diese auf allen Apple-Geräten verfügbar. Eine wirklich spannende App, wenngleich der Name auf Deutsch etwas verwirrend klingt. 

Tot wird im App Store als „your tiny text companion“ vermarktet. Und das trifft es auch sehr gut. Öffnet man Tot zum ersten Mal, wird man überrascht sein, wie minimalistisch diese App ist. Es gibt kein aufwendiges Menü oder verschiedene Ordner für die Notizen, nein, der Nutzer landet sofort auf der ersten Seite und kann erstmal mit dem Schreiben beginnen.

App-Aufbau

Die meisten Apps in der Kategorie bieten Ordner für das Sortieren der eigenen Notizen an. Nicht aber Tot. Hier gibt es nur sieben verschiedene Notizen, die durch einen farbige Punkte gekennzeichnet werden. Um sich besser zurechtfinden zu können, ist die aktuell geöffnete Notiz mit einem durchgängig gefüllten Punkt gekennzeichnet, während die anderen nur durch einen farbigen Kreis repräsentiert werden, sofern sie denn Text enthalten. Die Farbe des Punktes ist auch gleichzeitig die Hintergrundfarbe der Notiz und der Tastatur, was für ein durchgängiges und schönes Design sorgt.

Zwischen diesen einzelnen Notizen kann man durch ein Tippen auf den jeweiligen Punkt in der Navigationsleiste oder durch Wischen wechseln, sofern man die App gerade am iPhone oder am iPad betreibt. Letzterer Nutzergruppe sei gesagt, dass sie Tot zwar im Split-Screen oder Slide-Over verwenden können, allerdings immer nur eine Instanz der gleichen App.

Tot Aufbau 1

Der Aufbau von Tot mag im ersten Moment nicht sinnvoll erscheinen, wenn man eine klassische Notizen-App gewohnt ist. Dazu muss man anmerken, dass die App nicht mit OneNote, Evernote oder ähnlichen Diensten konkurrieren, sondern nur einfache Texte vorübergehend abspeichern möchte. Ist man nach der Suche nach einem „Second Brain“, in dem man alle möglichen Gedanken und Projektnotizen und was es da sonst noch gibt ablegen kann, ist Tot definitiv die falsche Wahl.

Unter macOS kann man das kleine Tool auf zwei verschiedene Weisen verwenden. Entweder als ganz normale App, die im Dock liegt, oder als Menübar-Icon, wie man es beispielsweise von der Kalender-App Fantastical kennt. Der Vorteil des Menübar-Icons ist, dass Tot einfacher erreichbar ist und schnell wieder verschwindet, wenn man mit der Verwendung fertig ist. Das ist dann ideal, wenn man Tot als schnellen Ideen-Fänger verwendet.

Tot Aufbau 2

Schreiberfahrung

Tot speichert Notizen prinzipiell in Plain Text ab. Je nach Wahl kann für das Erstellen von diesen aber entweder Markdown-Syntax verwendet werden oder man schreibt mit dem Rich-Text-Modus. Der Nachteil des Markdown-Modus ist jedoch, dass es kein Syntax-Highlighting gibt – die einzelnen Zeichen der Syntax sind also eher nur Dekoration und das Aussehen eines Wortes verändert sich nicht.

Was hingegen sehr gut funktioniert, ist das Kopieren von Rich-Text (wie man ihn zum Beispiel auf Webseiten findet) nach Tot. Außer den Text selbst übernimmt die App sogar Links und Formatierungen richtig. Je nachdem, ob man im Rich-Text-Modus unterwegs ist oder mit Markdown arbeitet, werden die Formatierungen mit den richtigen Markdown-Elementen ersetzt oder das bereits bestehende Format wird einfach richtig übernommen.

Nett sind auch die Werkzeuge über der Tastatur. Auf der linken Seite gibt es die Möglichkeit, den Text Fett oder Kursiv mit nur einem Tippen zu formatieren, während man auf der rechten Seite eine kleine Sammlung an Aufzählungszeichen findet. Es ist aber auch möglich, einen Bindestrich zu setzen, um in den Aufzählungsmodus zu gelangen.

In den Einstellungen kann man sogar auswählen, welche drei Zeichen, unter anderem auch Emojis, man verwenden möchte. Auch ist in den Einstellungen die Schriftgröße und -breite definierbar. Für ein zukünftiges Update wäre wünschenswert, wenn es auch Zahlen als Aufzählungszeichen gäbe.

Tot Schreiberfahrung

Ist man dann mit dem Schreiben fertig, kann man Notizen mit anderen Apps oder Personen teilen. Dabei wird eine .txt- oder .rtf-Datei freigegeben.

Preise und Verfügbarkeit

Tot gibt es im App Store auf iOS, iPadOS und macOS. Während die Mac-Version gratis ist, kostet die für die mobilen Geräte 21,99 Euro. In-App-Käufe gibt es nicht.

‎Tot
Preis: Kostenlos
‎Tot Pocket
Preis: 21,99 €

Tot: Fazit

Tot ist eine einfache Notizen-App mit einem sehr schlichten, aber modernen Design. Der Aufbau ist perfekt für kompakte und schnelle Notizen oder einfache Gedankengänge, die später in Evernote, Apple Notizen und Co. landen können. Zwei Dinge könnten die Erschaffer von Tot noch einbauen: Das wären Zahlen als Aufzählungszeichen und ein Syntax-Highlighting für Markdown.

Viele schrecken bestimmt auch vor dem doch relativ hohen Preis zurück. Die Entwickler könnten eventuell die Mac-Version auch kostenpflichtig anbieten und so den Preis der Version für iOS und iPadOS etwas hinunterschrauben, was noch mehr Käufer anlocken könnte. Falls dieses App-Review noch nicht ganz bei der Entscheidungsfindung geholfen hat, kann man die App ja einmal kaufen und bei Apple eine Rückerstattung holen, wenn sie dann doch nicht gefällt.

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David Haydl
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6 Kommentare zu dem Artikel "„Tot“ im App-Review: Einfache Notizen-App für iOS, iPadOS und macOS"

  1. Siimon 10. Mai 2020 um 14:29 Uhr · Antworten
    Da verwende ich lieber die Apple Notizen App. Lässt sich auch super synchronisieren und ist von den Funktionen völlig ausreichend und übersichtlich.
    iLike 28
    • adhoc 10. Mai 2020 um 14:59 Uhr · Antworten
      Da stimme ich zu! Und der dazugehörige Scanner ist auch super!👍🏻
      iLike 17
    • Atze 12. Mai 2020 um 08:36 Uhr · Antworten
      Benutze auch die normale Notizen App. Es funktioniert einfach, schnell und gut.
      iLike 0
  2. DanUS610 11. Mai 2020 um 13:51 Uhr · Antworten
    22€ für ne Notizen-App ? Ja ne is klar 👍
    iLike 1
  3. leo 11. Mai 2020 um 17:03 Uhr · Antworten
    Was für eine Preispolitik????
    iLike 1
  4. mic 27. Mai 2020 um 06:44 Uhr · Antworten
    Habe mir die App gekauft, weil ich aufgrund der Beschreibung neugierig war und sie für eine möglicherweise sinnvolle Ergänzung für Evernote hielt. Nun gut, selber schuld. 22 € für eine App mit sieben verschiedenfarbigen Seiten, auf denen ich rumschreiben kann. Wow. Aber da das Geld an den Macher der besten Twitter-App fließt, sei es verziehen.
    iLike 0