Spannendes Portrait: Jeff Williams als Tim Cook Nachfolger – Was meint ihr?

Jeff Williams ist seit 2015 Apples Chief Operating Officer, direkt Tim Cook unterstellt. In den letzten Monaten ist er durch einige Medienberichte etwas in den Vordergrund gerückt. Seine Macht und sein Einfluss bei Apple nimmt zu. Ein nun veröffentlichtes Portrait von Bloomberg über den Apple Manager enthält einige weitere spannende Details.

Williams wurde von Bloomberg als „der zweitwichtigste Mann bei Apple und Tim Cooks Thronfolger“ bezeichnet. Der Bericht stammt von keinem geringeren als Mark Gurman, der mitunter die besten Drähte überhaupt zum Unternehmen und dessen führenden Kreise vorweisen kann.

Zwischen Zahlentyp und den höchsten Ansprüchen

Williams wird als Tim Cook ähnlich beschrieben. Strategisch und ein Meister in Sachen Management und Geschäftstätigkeiten. Seine Macht wurde erst letztens ausgeweitet, indem er nun für das gesamte Designteam und die Hardware bei Apple verantwortlich ist. Er leitet zudem sämtliche Gesundheitsaktivitäten, Apple Care, neue Technologien und war die Schlüsselperson bei der Apple Watch Entwicklung.

So war Jeff Williams angeblich auch hauptverantwortlich für die lange Verzögerung der ersten Apple Watch. Als die Prototypen Kinderkrankheiten aufwiesen, ließ er bereits gefertigte Modelle zurücklaufen und forderte neue Technologien. Eine Verzögerung nahm er in Kauf, ein gutes Produkt war die Priorität.

Bloomberg zitiert auch anonyme Apple Mitarbeiter, was den Bericht noch spannender macht.

Ein guter Bekannter von Williams sagte jedoch, dass er vordergründig ein Geschäftsmann ist:

Jeff ist 95% Geschäftliches und 5% Produkte.

Ein ehemaliger Senior Apple Executive meinte:

Er steht innerhalb des Unternehmens Cook am nächsten […]. Wenn Cook einen guten Job macht, dann ist er eine gute Wahl [für die Nachfolge].

Kein Produktunternehmen mehr?

Dass Apple zahlenlastiger, gewinnorientierter und mehr aufs Geschäftliche fokussiert wurde, steht wohl außer Frage. Das lässt sich aus den Geschäftsberichten und der Kommunikation des Unternehmen herauslesen. Und genau so ist auch Tim Cook. So ist Tim Cooks Apple. Von Erfolg kann dennoch gesprochen werden. Man verdient fantastisch und hat zumindest gute Aussichten, in den nächsten Jahrzehnten noch zu bestehen. Das alte Apple unter Steve Jobs ist jedoch Vergangenheit, liest man aus dem Bloomberg Bericht heraus. Gurman titelte:

Der Apple Thronfolger ist viel mehr wie Tim Cook als Steve Jobs

Michael Gartenberg, ein ehemaliger Apple Marketing Chef, wird im Bloomberg Bericht zitiert. Seiner Meinung nach, muss man als Apple CEO kein Visionär sein. Doch der CEO muss einen Visionär als Partner haben. Cook hatte Ive. Doch er frage sich, wen Williams haben wird.

Wir bleiben sehr gespannt, wie sich Jeff Williams weiter entwickeln wird. Fest steht: Seine Macht wächst. Und dies hat in einem der wertvollsten Unternehmen der Welt seine Gründe.

Wie schätzt ihr Jeff Williams ein? Was wünscht ihr euch von einem Cook Nachfolger?

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Lukas Gehrer
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6 Kommentare zu dem Artikel "Spannendes Portrait: Jeff Williams als Tim Cook Nachfolger – Was meint ihr?"

  1. Jan 22. Juli 2019 um 18:31 Uhr ·
    Das ist halt schade. Genau das war es, was Jobs Apple hat so groß werden lassen: nicht auf zahlen achten, sondern vernünftige Produkte entwickeln. Vorreiter sein, quer denken, 1000 Ideen sein lassen, weil 1 Idee besser ist als alle anderen… den Analysten, Spekulanten und Aktienmenschen keinen Raum geben. Das hat Apple von anderen unterschieden. Mit Sicherheit hinter den Kulissen nicht immer so, wie Jobs es nach außen hin präsentiert hat, aber dennoch mehr, als es unter Cook der Fall ist.
    iLike 24
  2. iPhone_User 22. Juli 2019 um 19:48 Uhr ·
    Ich mag Jeff. Denke er wäre richtig. Er bringt Sachen gut rüber und mischt sich auch ein.
    iLike 4
  3. Johnny B 22. Juli 2019 um 20:00 Uhr ·
    Ich denke auch ein Apple muss sich anpassen. Die goldenen Zeiten können nicht ewig währen. In der DNA wird dennoch ewig der Gründergeist schlummern. Diesen Spirit spürt man bei Apple noch heute. (zumindest kann ich das als ehemaliger MA sagen.) Man sieht es an vielen Kleinigkeiten. Angefangen bei den Texten auf der Webseite, über das Packungsdesign, zum Support und Verkauf im Store bis zur Videomessage auf youtube und apple.com oder die Stellenauschreibungen. Aber alles hat so ein bisschen die ursprüngliche andersartige Faszination verloren. – Was aber aus meiner Sicht, wie gesagt nur normal ist. – Bis zur nächsten Revolution von Apple. Auch wenn der Steve Jobs flair verfliegt, bleibt Apple in seinem Ansatz herausragend bis ins letzte Detail. (einige „Gates“ mal ausgelammert) 😅
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  4. Tom 22. Juli 2019 um 20:55 Uhr ·
    Man sollte den Ivy-Faktor nicht unterschätzen. John Sculley schaffte zunächst auch das Kunststück Apple‘s Umsatz von 600 Mio auf 8 Mrd Dollar explodieren zu lassen. Technik und Marketing sind aber nicht alles. Das können andere auch …
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  5. gast22 22. Juli 2019 um 21:19 Uhr ·
    Ich finde es als überzogen dargestellter Artikel von Bloomberg, die ja des öfteren Quatsch schreiben (Siehe den Skandal um Spionage-Chips vom Oktober). Warum komme ich zu der Meinung? Cook geboren 1960 Williams geboren 1963 Warum sollte ein drei Jahre jüngerer Mann die nachfolge von Cook antreten (der sicherlich noch nicht ans Aufhören denken muss)? Warum sollte eine so wichtige Firma einen Nachfolger im Blick haben, der praktisch 60 ist? Wie lange sollte der denn die Firma leiten? Ein vollkommen überzogener Gedanke. Bloomberg ist nicht die Bohne objektiv. Traurig, aber wahr. Ist jedenfalls meine Meinung.
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  6. Gast 23. Juli 2019 um 09:34 Uhr ·
    Vergesst Jobs …. DaVinci , Galileo , Jobs ….wie oft kommen diese Genies vor in der Natur ….Prädikat sehr , sehr selten. Jobs war ein Genie in seiner Präsens , Ausdruckskraft und Ideenvielfalt. Aber auch in seiner Macht und Durchsetzungskraft. ( Musk hat ähnliche Züge) Das sind Macher , 24 Stunden am Tag. Alles was jetzt oben bei Apple in der Führung sitzt , sind Angestellte für Gehalt und Boni , unfähig allein etwas zu entwickeln . Führungskräfte ja , im Personalbereich . Ideen kommen auf den Tisch und werden in großer Runde besprochen , abgestimmt und durchgeführt . Das hat mit Genies nichts zu tun das passiert hunderttausende mal am Tag , irgendwo , irgendwie. Das unterscheidet sie so stark von diesen Typen die sich mehrere Wochen um ein Projekt kümmern und nicht abends nach Hause fahren und am nächsten Tag weiter machen. Darum fällt es Cook so schwer Entscheidungen zu treffen . Im Moment sehe ich niemand der bei Apple das Amt übernimmt , es wird schwer wenn Cook abtritt einen Nachfolger zu finden , gelernt hat er bei einem Genie und einiges hat er gut gemacht. A. Ahrendts war als Nachfolgerin im Gespräch dies wär ein Desaster für Apple geworden . Ähnlich stelle ich mir eine A. K. K. als Kanzlerin vor. Frauen arbeiten hart für ihre Jobs , viel mehr als Männer es müssen , aber sie sehen viel zu sehr nach unten , nach Männern die ihre Posten haben wollen . Beim schützen des Erreichten vergessen sie das Wichtigste …..ihren Job richtig zu machen. Ja nun , wer soll es machen ? Oft sind Quereinsteiger eine gute Lösung , dieses jahrelange Aufbauen hat bei Firmen die Innovationskraft und geniale Ideen brauchen keinen großen Erfolg gehabt , in der Vergangenheit. Elon Musk wär der Richtige , aber der hat schon einen guten Posten.
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