Apple ist keineswegs immun gegen die aberwitzigen Preise für Speicherbausteine. Zwar hat das Unternehmen mit seinem verblüffend preiswerten MacBook Neo in Zeiten explodierender Notebook-Preise ein strategisches Meisterstück geschafft, doch die Folgen der Preisspirale beginnt nun auch in Cupertino durchzuschlagen, wie Tim Cook einräumen musste.
Apple sieht sich mit steigenden Kosten für Speicherkomponenten konfrontiert. Unternehmenschef Tim Cook erklärte im Rahmen der Quartalskonferenz, dass die Belastungen bereits im Märzquartal spürbar gewesen seien und sich im laufenden Quartal weiter deutlich verstärken dürften. Auch darüber hinaus werde der Kostendruck durch Speicherpreise zunehmend Einfluss auf das Geschäft nehmen.
Kurzfristig konnte Apple die Auswirkungen noch teilweise abfedern, da das Unternehmen auf zuvor aufgebaute Lagerbestände zurückgreift. Mit dem Abbau dieser Vorräte ist jedoch mit weiter steigenden Kosten zu rechnen.
Kommen höhere Preise auf Endkunden zu?
Konkrete Maßnahmen nannte Cook nicht. Apple prüfe derzeit verschiedene Optionen und analysiere die Entwicklung fortlaufend, ohne Details zu möglichen Gegenstrategien zu nennen.
Hintergrund der Entwicklung sind globale Engpässe bei Speicherchips. Die stark gestiegene Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz führt dazu, dass Hersteller ihre Kapazitäten verstärkt auf Serverkomponenten ausrichten. Dadurch verknappt sich das Angebot für klassische Endgeräte, was die Preise steigen lässt.
Für Apple bedeutet dies zusätzlichen Druck auf die Margen, insbesondere im Hardwaregeschäft. Wie stark sich die höheren Kosten letztlich auf Endkundenpreise oder die Profitabilität auswirken, bleibt vorerst offen.


