Smart Home Vol. 1: Vorteile, Definition und mehr

Auf Apfelpage.de finden Leser schon seit eh und je News und Deals zu Smart Home. Reviews, Einschätzungen und Hintergründe zu HomeKit und Co. blieben etwas auf der Strecke. Das holen wir jetzt nach. Der Patrick wird für euch regelmäßig aus seinem Smart Home Alltag, vom Smart Home Markt und allen möglichen smarten Dingen berichten. Und heute starten wir mit einer allgemeinen Einschätzung. Wer schon voll drinnen ist im Thema, für den gibt es heute noch nicht viel neues. Allen anderen viel Spaß!

Ganz konkret geht es hier nämlich um mehr als nur „Smart Home“, worüber wir uns in den nächsten Wochen mit einer kleinen regelmäßigen Serie widmen wollen. Dabei ist Smart Home nicht nur unheimlich spannend, sondern wir stehen meiner Meinung nach gerade erst am Anfang dieses Themengebietes. For the record widmen wir uns heute dem Thema etwas allgemeiner.

Was bedeutet Smart Home eigentlich für mich?

Lange habe ich überlegt, wie ich diesen Begriff Smart Home am besten erklären soll. Dabei habe ich mit Wikipediaeinträgen und Co. rumgeschlagen, doch zufrieden war ich nicht damit. Ich würde es so sehen:

Smart Home beschreibt das Zusammenspiel von unterschiedlichsten Produkten unterschiedlichster Hersteller mit dessen Hilfe der eigene Wohnkomfort gesteigert, die Sicherheit erhöht und Alltagsaufgaben automatisiert werden. Zentraler Bestandteil davon ist das Vernetzen der einzelnen Geräte über verschiedene Plattformen wie ZigBee, IFTT, HomeKit, Amazon Alexa oder Google Assistant, damit diese Geräte untereinander Informationen austauschen können. Dabei werden heute die meisten Befehle über diverse Apps auf dem iPhone oder iPad gesteuert. Doch die dezentrale, endgerätelose Steuerung via Sprachinterface gewinnt massiv an Bedeutung.

Warum ist Smart Home also so ein großes Thema?

Das liegt an mehreren Faktoren und Strenggenommen ist Smart Home eigentlich kein neues Thema. Schon in den 1970er Jahren experimentierten findige Bastler mit selbstgebastelten Sensoren, um beispielsweise die Jalousien automatisch auf- und zufahren zu lassen. Obwohl in den späten 1980er und 1990er die Bauteile signifikant kleiner wurden, dümpelte dieses Thema lange vor sich hin. Erst in den 2000er Jahren griff u.a. die Telekom mit einem „Showhaus“ dieses Thema wieder auf. Den endgültigen Durchbruch schaffte Smart Home aber erst mit der Einführung diverser bidirektionaler Funkverbindungen. Zwar gab es Bluetooth und W-Lan schon deutlich länger, doch nun können diese Geräte auch untereinander Informationen austauschen und zusätzlich uns als Endkunden Informationen senden.

Wie oben schon angedeutet, bietet Smart Home allerlei Vorteile. Der wichtigste Vorteil für mich ist ganz klar das Energiemanagement und damit resultierend finanzielle Einsparungen  – Wer kennt es nicht, gerade jetzt im Winter, man kommt von der Arbeit nach Hause und die eigenen vier Wände sind bitterkalt. Schließlich haben wir ja gelernt, wenn wir nicht zuhause sind drehen wir die Heizung runter. Doch eine kalte Bude ist für das eigene Wohlbefinden nicht gut und kann Probleme mit Schimmel und Co erzeugen. Mit Smart Home lässt sich nun beispielsweise eine Uhrzeit festlegen, wann die Heizung die eigenen Räume entsprechend aufheizen soll. Mittlerweile lässt sich sowas nun auch mittels GPS und Regeln weitestgehend vollkommen autark automatisieren – der App „Kurzbefehle a.k.a Siri Shortcuts“ sei Dank.

Wer clever heizt, also die Räume nicht zu stark auskühlen lässt, spart am Ende des Tages bares Geld. Das ist in Zeiten immer weiter steigender Energiepreise, zumindest hier in Deutschland, ein immer größerer Faktor bei der Überlegung in den Bereich Smart Home einzusteigen. Natürlich ist mir bewusst, dass das Einstiegsinvestment durchaus ein großer Faktor ist, doch mittel- und langfristig rentiert sich das durch die eingesparten Energiekosten sogar!

Gewährleistet wird dies auch durch langlebige und energieeffiziente Produkte wie LED+s bei den ganzen Beleuchtungsprodukten etc. pp.

Smart Home trägt zum persönlichen Wohlbefinden bei

Das persönliche Wohlbefinden ist essentiell für unsere Stimmung und unsere Gesundheit. Fühlen wir uns wohl, sind wir belastbarer und stecken stressige Situation deutlich besser weg. Auch dabei kann Smart Home einen immensen Beitrag beisteuern; nämlich durch eine intelligente Steuerung des Lichts. Mittels Smart Home kann man nämlich mit den richtigen Lampen seine individuellen Lichtfarben einstellen, je nach Stimmung.

Dabei ist die Farbe „Weiß“ der wichtigste Faktor. Neben einer schönen indirekten Beleuchtung kann man nämlich hier die sogenannte Farbtemperatur einstellen; je wärmer, desto „gelblicher“ ist das Weiß der Lampe – gerade morgens ist das unheimlich wichtig. Das gerade zu klirrende Weiß einer handelsüblichen Halogenleuchte brennt mir jedesmal gefühlt die Augen aus und trägt nicht gerade dazu bei, schnell aufzustehen. Jeder von uns ist ja schon einmal bei einem schönen Sonnenaufgang aufgewacht und dieser ist ja auch gelblich-orange.

Smart Home bietet ein zusätzliches Maß an Sicherheit

Wer von Euch kennt es nicht? In der Nachbarschaft wurde wieder einmal eingebrochen. Die Umsätze der regionalen Alarmanlagenfirma steigen. Statistisch betrachtet verzeichnete die Polizei im Jahr 2017 über 116.500 Einbrüche in Deutschland, bei einer Aufklärungsquote von gerade einmal 2,6%.

Dabei ist oftmals der materielle Schaden für die Einbruchsopfer nicht das Schlimmste, sondern alleine das Gefühl, das bei ihnen eingebrochen wurde. Immer mehr Einbrüche passieren in ganz normalen Mietshäusern; einfach weil die Hausbesitzer schlicht und ergreifend in den letzten Jahren stark in die Sicherheit ihres Hauses investiert haben.

Smart Home bietet hier eine ideale Schnittstelle. Durch den Einsatz von Fenstersensoren bekommt Ihr beispielsweise direkt eine Pushnotification direkt auf Euer Smartphone und könnt direkt die Polizeibehörden alarmieren.

Auch innerhalb der Wohnung lässt sich einiges „überwachen“. Wassersensoren zeigen Euch eine auslaufende Waschmaschine an, smarte Rauchmelder informieren Euch über erhöhte Kohlenmonoxidwerte und schalten dabei die gesamte Beleuchtung auf die Farbe Rot.

All diese Beispiele zeigen einfache „Use-Cases“ an und wir Ihr nun erfahren habt, lässt sich unheimlich viel miteinander ausprobieren. Man kann die unterschiedlichsten Dinge für die unterschiedlichsten Anwenderszenarien erstellen und sich somit sein eigenen „Happy Place“ erschaffen.

Beim nächsten Mal will ich Euch die Unterschiede der verschiedenen Sprachassistenen sowie Apples Smart Home Plattform HomeKit näher bringen.

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Patrick Bergmann
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4 Kommentare zu dem Artikel "Smart Home Vol. 1: Vorteile, Definition und mehr"

  1. Nada 26. November 2018 um 20:25 Uhr ·
    Das Smart Home in den späten 90er gab es schon sehr gut und funktionierte auch perfekt, nur konnte man das nur bei Neubau oder elektrischer Sanierung installieren. Damals wurden für jeden Sender, Schalter, Empfänger usw Kabel gezogen und musste über SPS (Speicherprogramoerbare Steuerung) programmiert werden, dadurch sind schnell die Kosten für ein Haus explodiert. Was heute der Vorteil ist man kam theoretisch so woe Geld da ist Geräte kaufen einbinden und es sollte Funktionieren, nur ist momentan noch teilweise Kommunikationsproblem zwischen den unterschiedlichen Herstellern und dann noch das Problem WLAN was bei einer alten hart verkabelten SPS nicht ist.
    iLike 2
  2. Tomiiz 26. November 2018 um 20:39 Uhr ·
    Prima! Klingt interessant und freue mich schon auf die kommenden Beiträge dieser neuen Rubrik!
    iLike 3
  3. Carsten 26. November 2018 um 20:42 Uhr ·
    Habt ihr auch wieder Probleme mit Ikea Lampen?
    iLike 2
  4. Halb&Halb 26. November 2018 um 20:51 Uhr ·
    Ich bin auch gerade dabei, my Home smart zu machen. Habe (bzw. hatte) über HomeKit ne Steckdose um meinen Fernseher ‚einzuschalten‘. ‚He Siri, schalte den Fernseher ein‘ alles paletti. ‚Schalte den … aus‘ … ‚kann mit ‚schalte‘ nichts anfangen. Wie gesagt HATTE HomeKit – bin gewechselt ;)
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