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Nuki Keypad 2.0 im Test: Haustür elegant per Fingerabdruck geöffnet | REVIEW

Beim Nuki Keypad 2.0 handelt es sich um ein gelungenes Upgrade des ursprünglichen Keypads. Statt die Haustür nur mit einem numerischen Code zu öffnen, kann man jetzt auch seine Fingerabdrücke dafür nutzen. Der Fingerprint-Sensor funktioniert einwandfrei und auch qualitativ macht das Nuki-Zubehör wieder einiges her. Das muss einem die 160 Euro, die das Keypad 2.0 kostet, aber auch Wert sein.

Neben Apple spielt Smart-Home bei uns eine große Rolle – vor allem, wenn es sich um HomeKit-fähige Geräte handelt. Über Nuki, den Pionier für smarte Türschlösser, haben wir deshalb schon öfters berichtet. In unserem letzten Test habe ich mir das neue Nuki Smart Lock 3.0 Pro angesehen (zum Review). Heute geht es um das Keypad der zweiten Generation, das das Öffnen des Smart Locks durch seinen Fingerabdrucksensor auf eine neue Ebene heben soll.

Warum überhaupt ein Keypad?

Als es die ersten smarten Türschlösser gab, war ich hellauf begeistert: Endlich das Haus ohne nervigen und schweren Schlüsselbund verlassen, da das Handy oder die Smart-Watch ausreichen und sowieso immer dabei sind. Dachte ich zumindest. Denn es gab ausreichend Situationen, in denen ich das Handy aktiv mitnehmen musste, um später die Türe wieder öffnen zu können. Da kam mir das Nuki Keypad der ersten Generation gelegen: Auch ohne jegliche Technik kann man nun aus dem Haus und braucht bei der Heimkehr nur noch einen Code eingeben – cool!

Das Grundprinzip hat sich beim Nuki Keypad 2.0 nicht verändert. Nach wie vor beherbergt es ein Zahlenfeld zur Eingabe eines sechsstelligen Codes. Zusätzlich kommt an der Unterseite ein Fingerprint-Sensor zum Einsatz, der stark an Apples Touch ID erinnert. Das Gehäuse ist etwas voluminöser, immerhin braucht die neue Technik (und die innenliegenden Batterien) auch Platz. Statt aus einer wechselbaren Silikonhülle wie beim ersten Keypad besteht der Nachfolger aus mattem Plastik. Auch wenn Nuki seine Gründe haben wird, finde ich den Umstieg schade. Dennoch wirkt die Konstruktion stabil und keinesfalls billig.

Sowohl Optik als auch Haptik unterscheiden sich zwischen dem Keypad der ersten Generation (links) und dem Keypad 2.0 deutlich.

Sowohl Optik als auch Haptik unterscheiden sich zwischen dem Keypad der ersten Generation (links) und dem Keypad 2.0 deutlich. (Bild: Valentin Heisler)

Installation und Einrichtung

Was sich ebenfalls nicht großartig verändert hat, ist das Anbringen des Keypads: Folie des Montagebands abziehen und das schwarze Kästchen an Haustür oder Wand kleben. Explizit lässt Nuki die Option des Festbohrens weg – whatever, auf ebenen Flächen hält das Klebeband wie Teufel. Wollt ihr die vier AAA-Batterien wechseln, könnt ihr das Hauptgehäuse von der Montageplatte mit etwas Fummelarbeit trennen. Apropos: Die Batterielaufzeit soll bis zu 12 Monate betragen. Ob das hinkommt oder nicht – wer weiß es, wer weiß es…

Am Briefkasten macht das Nuki Keypad 2.0 doch eine tolle Figur oder?

Am Briefkasten macht das Nuki Keypad 2.0 doch eine tolle Figur oder? (Bild: Valentin Heisler)

Die Konfiguration des Keypads funktioniert wie immer in der Nuki-App und ist ausreichend verständlich beschrieben. Das Verbinden mit dem Smart Lock hat einwandfrei geklappt und innerhalb weniger Sekunden habe ich die Zutrittscodes festgelegt und die Fingerabdrücke angelernt. Insgesamt könnt ihr 20 Abdrücke und 200 Codes speichern und individuell benennen. Apropos speichern: All eure Daten liegen auf dem Smart Lock hinter der Tür und somit bestens vor Missbrauch und Diebstahl geschützt. Aber mehr zum Thema Sicherheit im nächsten Kapitel.

Zusammenfassend ein Lob an Nuki, wie sich die App weiterentwickelt hat. Und auch ganz allgemein ist die zentrale Einrichtung der Nuki-Produkte über die App eine feine Sache. Im Vergleich dazu kommt das Konfigurieren des integrierten Billo-Fingersensors in der schweineteuren Haustür meiner Eltern einer Sightseeing-Tour durch die IT-Hölle gleich. Noch kurz zur Kompatibilität: Das neue Keypad 2.0 könnt ihr mit dem Smart Lock 2.0, 3.0 und 3.0 Pro nutzen. Damit fällt die Unterstützung des Smart Lock 1.0 hinten runter. Wobei ich euch ohnehin ein Upgrade empfehlen würde, solltet ihr noch zu den Early Adoptern gehören.

Die Nuki-App ist übersichtlich aufgebaut und erlaubt alle möglichen Einstellungen.

Die Nuki-App ist übersichtlich aufgebaut und erlaubt alle möglichen Einstellungen. (Screenshot: Valentin Heisler)

Sicherheit

Gerade eben schon angeschnitten, möchte ich noch ein paar Worte zur Sicherheit verlieren. Wie schon beim Vorgängermodell sind auf dem Eingabefeld nur die Zahlen 1 bis 9 zu sehen, eine 0 gibt es nicht. Laut Nuki sollen damit viele Geburtstage als Zutrittscode – wohl eine gängige Schwachstelle – vermieden werden. Auch verhindert die App einige Zahlungskombinationen, um leicht zu erratende Codes zu verhindern. Wählt ihr sechsmal die gleiche Zahl, also beispielsweise 111111, meckert die App nicht. Aber es wird in eurem Sinne sein, eine etwas anspruchsvollere Kombi zu wählen.

Keine Innovation, aber dennoch beachtlich: Anscheinend lernt der Fingersensor bei regelmäßiger Nutzung mit. Verändern sich die Fingerabdrücke recht schnell – zum Beispiel bei kleinen Kindern oder wenn man viel mit den Händen arbeitet -, erkennt sie das Keypad 2.0 trotzdem.

Am Anfang habe ich die Installation des Keypads erklärt und folglich gibt es keinen aktiven Diebstahlschutz. Den braucht es in der Theorie auch gar nicht: Solange das Gerät mit dem Smart Lock verknüpft ist, ist es für andere Nuki-Systeme nicht einsetzbar und folglich wertlos. Wird euer Keypad tatsächlich gestohlen, braucht ihr Nuki nur die polizeiliche Verlustanzeige sowie die Rechnung eures Keypads zusenden und ihr erhaltet einen kostenfreien Ersatz. Eine tolle Support-Leistung von Nuki!

Sicherheitsrelevante Änderungen am Keypad müssen zuerst in der App gestartet und dann am Keypad bestätigt werden.

Sicherheitsrelevante Änderungen am Keypad müssen zuerst in der App gestartet und dann am Keypad bestätigt werden. (Screenshot: Valentin Heisler)

Nuki Keypad 2.0 im Alltag

Von der elterlichen Haustür mit dem Katastrophen-Fingerleser habe ich euch schon berichtet. Bei Besuchen nutze ich direkt den Schlüssel, anstatt auch nur an den Einsatz des Fingers zu denken. Demnach konnte es bei Nuki ja nur besser werden und das Vorgänger-Keypad war schon ein tolles Produkt. Kurzum: Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! In meiner gesamten Testphase gab es nicht eine einzige Fehlinterpretation. Und ich habe wirklich sehr viel getestet, sowohl mit eingespeicherten als auch nicht-eingespeicherten Fingern. Sogar bei leicht nassen Fingern hat der Sensor performt.

Der Fingerprint-Sensor macht in jeglicher Hinsicht eine tolle Figur.

Der Fingerprint-Sensor macht in jeglicher Hinsicht eine tolle Figur. (Bild: Valentin Heisler)

Das Öffnen des Schlosses klappt in einer insgesamt guten Geschwindigkeit, nur manchmal brauchten Keypad und/oder Smart Lock eine kleine Denksekunde. In meinem Fall konnte der Fingerprint-Leser die Eingabe eines Zutrittscodes eigentlich vollständig ersetzen und hat meinen Test ohne Wenn und Aber bestanden. Ist euch dies einen Preis von 159 Euro Wert, könnt ihr problemlos zugreifen. Alternativ bietet Nuki das Keypad der ersten Generation immer noch an; es kostet euch 79 Euro.

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Valentin Heisler
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1 Kommentar zu dem Artikel "Nuki Keypad 2.0 im Test: Haustür elegant per Fingerabdruck geöffnet | REVIEW"

  1. Kottan58 17. Juni 2023 um 21:28 Uhr ·
    Gut das es ein neues Keypad mit Fingerabdruck Sensor gibt. Der einzelne Fingerabdrucksensor ging nämlich nicht mit dem Smartlook 2.0 nicht. Jetzt wird das System noch komfortabler.
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