Netflix rebelliert gegen Apple: Will Kunden nicht mehr via iTunes zahlen lassen

Netflix möchte nicht mehr Teile seines Umsatzes an Apple abgeben: Wer aktuell via iTunes sein Abo bezahlt, unterstützt auch Apple mit 30% und Netflix möchte das nicht hinnehmen. Der Streit ist symptomatisch für ein Phänomen, das im App Store wuchert.

Der Videostreamingdienst Netflix lässt sich aktuell mit teils deutlichen Rabatten nutzen. Möglich wird das über die iTunes-Karten-Rabatt-Aktionen, die es hier fast jede Woche gibt und die es möglich machen, Apps und Abos günstiger zu erstehen.

Nebeneffekt der immer zahlreicher werdenden In-App-Käufe sind steigende Einnahmen in Apples Service-Sparte, die auch die App Store-Erlöse verbucht. 30% erhält Apple hier von jedem Geschäft. Netflix ist nicht der erste Anbieter eines Dienstes, den das stört. Spotify ist ein anderes Beispiel.

Nun möchte auch Netflix diesen Umsatzausfall nicht mehr hinnehmen.

Netflix nicht mehr via Apple-ID bezahlen

Aktuell führt Netflix einen Feldversuch durch:Man kennt diese Experimente, so versucht Netflix etwa herauszufinden, ob Zuschauer auch bereit wären, mehr Geld für den Dienst zu zahlen als aktuell, wie wir zuvor berichteten.

Nun werden Neukunden und Bestandszuschauer in 33 Märkten, darunter auch in Europa, aufgefordert, ihre Zahlungsdetails zu aktualisieren und zwar im Web, wie TechCrunch berichtet.

Würde Netflix all seine via Apple zahlenden Kunden auf einen anderen Zahlungsweg ohne provisionsbedingte Abflüsse umstellen, würde das in erheblichen Mehreinnahmen resultieren.

Netflix kann das Geld brauchen: Es hat die letzten Jahre sehr viel Kapital in die Produktion neuer Serien gesteckt und zuletzt liefen die Geschäfte eher mäßig.

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Roman van Genabith
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12 Kommentare zu dem Artikel "Netflix rebelliert gegen Apple: Will Kunden nicht mehr via iTunes zahlen lassen"

  1. ibo 21. August 2018 um 22:22 Uhr ·
    Oh ja. Ich wäre dabei.
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  2. Veräppler 21. August 2018 um 22:25 Uhr ·
    Schade, ich zahle meine ganzen App Store Käufe und Abos über meine Handyrechnung, das finde ich eigentlich sehr entspannt und übersichtlich.. ich kann den Zug von Netflix allerdings nachvollziehen, auch wenn ich darunter „leiden muss“
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  3. Georg 21. August 2018 um 22:53 Uhr ·
    Ich finde es besonders wichtig das ich jederzeit mein Abo in meinem Appel Account beenden kann , ohne wenn und aber und nicht auf irgendeine umständliche Art mein Abo beim Anbieter kündigten muss wobei man jedesmal herausfinden muss was zu beachten ist und den richtigen Termin nicht verpasst zu haben. Dann lieber kein Abo
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    • Halb&Halb 22. August 2018 um 10:00 Uhr ·
      Nehm mir es bitte nicht übel, aber ich nenne dies Faulheit. Wenn Apple Strom über seinen App-Store anbieten würde, würdest du ihn glatt auch dort beziehen, nur um ‚einen‘ Anbieter zum kündigen zu haben?
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      • Georg 22. August 2018 um 22:51 Uhr ·
        Ja würde ich !! …… und Faulheit, na ja ich würde es Kunden Service nennen . Ich habe schon so einiges an Zeit verplempert um diese Abo Banditen wieder loszuwerden. Hast du z.B. schon mal versucht einen Mobiltelefon Vertrag bei einem 2 bzw. 3. Anbieter zu kündigen ? ……. und so ein Klick, Abo beendet, fertig, alles bestens ! Sollten die mir doch hinterher laufen wenn ich mein Abo verlängern soll.
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      • Halb&Halb 23. August 2018 um 09:47 Uhr ·
        Nun Mobilfunkvertrag kündigen hatte ich noch nicht. Ich habe seit 1992 ein und die selbe Rufnummer. Ansonsten Kündigung bei X oder Y an die richtige Adresse – fertig. NIE Probleme gehabt. Eher Andersherum – die Bereitstellung bestellter Leistungen, da musste ich schon mal nachhaken.
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  4. ProfDr 21. August 2018 um 22:57 Uhr ·
    Wenn ich 15% weniger zahle für mein Guthaben, dann bekommen dir damit bezahlten Apps 15% weniger Geld?!
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    • iPadAir 22. August 2018 um 00:11 Uhr ·
      Nein. So wie ich es verstanden habe, geht es darum, dass durch die vielen iTunes Karten Rabatte noch mehr Menschen dazu verleitet werden, das Abo über den App Store abzuschließen, an dem Netflix aber weniger verdient. D. h. durch die iTunes Karten Rabatte ist der App Store für viele eine attraktivere Zahlungsmethode in Vergleich zur Website mit Kreditkarte & Co. geworden. Zugleich ist dies aber die nachteiligere Zahlungsmethode, bei der bei Netflix am Ende am wenigsten ankommt.
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    • Michel2397 22. August 2018 um 08:42 Uhr ·
      Nein. Für die bleibt es beim normalen Betrag. Nur du sparst dann halt durch den Rabatt.
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    • nighty 22. August 2018 um 08:43 Uhr ·
      Nein. Netflix muss ganz normal im ersten Jahr 30% abführen, ab dem zweiten Jahr dann 15%. Apple sollte die Preise für Abos nochmal überdenken und vielleicht direkt 15% anbieten und ab dem zweiten Jahr 10%. Das würde die App Anbieter dann wahrscheinlich auch weniger stören.
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  5. Frank 21. August 2018 um 23:27 Uhr ·
    Ich habe gar nicht gewusst das ich damit auch Apps und Abos zahlen kann, dachte es wäre rein für Musik. 🤣
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  6. BlackEagle 22. August 2018 um 10:45 Uhr ·
    Also ich sehe das zweierlei. Netflix nutzt ja die Apple Kunden und dies lässt sich Apple halt bezahlen. Netflix bietet selbst keine Geräte an die ihr Abostreams möglich macht, deswegen müssen sie was abgeben. Wenn Netflix nicht an die Apple Kunden rankommt würden sie viel weniger Umsatz als nur 30% vom Gewinn abgeben zu müssen. Apple weiß halt wie man mit seiner Marktposition umgeht und das finanziell nutzt.
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