Macht der Kauf von E-Plus durch O2 die Mobilfunk-Preise teurer?

Das Bundeskartellamt warnt in einem neuen Brief an die EU-Komission, die Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland (O2) könne die Preise auf dem Markt in die Höhe treiben. Ähnlich hat es sich bereits in Österreich abgespielt.

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Die von der Europäischen Kommission angestrengten Auflagen für die Fusion der beiden Mobilfunk-Giganten reichen nach Einschätzung des Bundeskartellamtes nicht aus, um den Wettbewerb auf dem Markt in Bewegung zu halten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in der heutigen Freitagsausgabe. Kartellamtschef Andreas Mundt hält es in einem Brief an die zuständigen Kommissare für bedenklich, die Übernahme ohne weiteres zuzulassen.

Ein Blick nach Österreich plädiere für Vorsicht, so der Behördenchef. Nach dem Zusammenschluss von Orange und Hutchison Ende des Jahres 2012 sind die Preise bei den Nachbarn ebenfalls spürbar gestiegen. Das sei gegenüber der Kunden nicht vertretbar. Bis zum 10. Juli hat die EU-Kommission noch Zeit, die Bedingungen für den Aufkauf zu festzulegen, dass weder für den Markt noch für die Kunden Nachteile entstehen.

Zuletzt plante die EU einen neuen Netzbetreiber auf dem Markt zu unterstützen, der Funkfrequenzen, Standorte für Funkmasten, circa 200 Shops und ein Callcenter als Starthilfe bekäme. Hier hat sich allerdings noch kein Interessent gefunden.

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Philipp Tusch
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15 Kommentare zu dem Artikel "Macht der Kauf von E-Plus durch O2 die Mobilfunk-Preise teurer?"

  1. Halb&Halb 13. Juni 2014 um 09:01 Uhr ·
    Für diese Erkenntnis brauchten wir ein Bundeskartellamt? Wo die Fusionspläne das erste mal über die Medien liefen, schrillten schon bei mir als Privatperson sofort die Glocken.
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    • Neeco 13. Juni 2014 um 11:50 Uhr ·
      Nur kannst Du als Privatperson leider wenig dran ändern, daher, ja, wir brauchen ein Kartellamt!
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      • Halb&Halb 13. Juni 2014 um 13:45 Uhr ·
        Soweit ja richtig @ Neeco. Vielleicht hab ich mich etwas verdrückt ausgekehrt. Um etwas dagegen auszurichten – Kartellamt her, aber für die Erkenntnis … ;)
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    • Tito 14. Juni 2014 um 10:53 Uhr ·
      Mein erster Gedanke war: „Das wird der Netzqualität zugute kommen“ – Synergie!
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  2. Holger 13. Juni 2014 um 10:33 Uhr ·
    Aber hättest Du auch die Macht und Die Instrumente das zu verhindern?
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  3. Target 13. Juni 2014 um 10:34 Uhr ·
    wer braucht schon e+ oder o2 oder die fussion. die haben sch… netze was internet und lte betrifft. da bleibe ich lieber weiterhin bei t-mobile, trotz höheren gebühren super netz ! da zahl ich lieber mehr und hab was davon, und hab kein ärger wie anderen bekannten von mir die noch bei e und o2 sind und immer mit EDGE surfen…
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    • Heinz_Fuchs 13. Juni 2014 um 11:17 Uhr ·
      Glückwunsch das freut mich für dich das du das richtige Netz gewählt hast.
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  4. Carsten 13. Juni 2014 um 11:17 Uhr ·
    Eigentlich komisch Dürfen Preise niemals auch mal steigen?? Gibt’s nicht immernoch das Prinzip Angebot und Nachfrage solange es mehr als einen Anbieter gibt?
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    • Neeco 13. Juni 2014 um 12:00 Uhr ·
      Das Prinzip von Angebot und Nachfrage funktioniert nur in einem Oligopol, was bedeutet, dass es genügend Anbieter geben muss, um eine Konkurrenz darzustellen und eine gerechte, marktwirtschaftliche Preisbildung zu ermöglichen. Wenn wir uns das genaue Gegenteil davon betrachten, das Monopol, dann wird auffallen, dass der Anbieter seine alleinige Vormachtstellung auf dem Markt ausnutzen kann und beliebig hohe Preise festlegen kann, ohne dass der Konsument (aufgrund seiner Abhängigkeit vom Produkt) etwas daran ändern kann. Im Mobilfunkmarkt liegt derzeit ein klares Oligopol dar, was marktwirtschaftlich funktionieren kann, oder eben auch nicht. Derzeit sind Mobilfunkpreise zwar relativ hoch, funktionieren tut der Markt hier jedoch trotzdem. Das kann sich jedoch durch zu viele Übernahmen und Reduzierung der Unternehmen schnell ändern und das Oligopol kann monopolistische Züge erhalten, was zwar erstrebenswert für Unternehmen ist, jedoch fatal für den Verbraucher.
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      • Neeco 13. Juni 2014 um 12:01 Uhr ·
        * Polypol muss es ganz oben heißen. Viel Spaß beim Lesen :)
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      • SushiKing27 13. Juni 2014 um 12:40 Uhr ·
        Gut erklärt! Danke!
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      • Marc S. 13. Juni 2014 um 14:52 Uhr ·
        Die Menschen wollen immer mehr und immer weniger dafür ausgeben !!! Unglaublich …
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  5. Carsten 13. Juni 2014 um 11:21 Uhr ·
    Durch die Netzinfrastruktur entstehen sogenannte „natürliche“ Monopole. Wenn man Wettbewerb will, müsste man eigentlich – wie bei der Bahn – Netz und Betreiber voneinander trennen. Das führt allerdings wieder zu anderen Problemen. :(
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  6. ispeedy 13. Juni 2014 um 12:52 Uhr ·
    Ein Blick nach Österreich !?- ok: selbst wenn die Gebühren dort gestiegen sind, sind sie noch immer günstiger als bei uns: unsere Nachbarn haben viel höhere highspeed Daten Pakete für kleineres Geld! Ich weiß das aus den Skiurlauben! Und dann hab ich noch gesehen, dass man dort Internet (Festnetz) mit bis zu 250 Mbit bekommen kann, zu vernünftigen Preisen! Das beste Angebot bei uns in Deutschland ist unitymedia ( oder in anderen Bundesländern Kabel Deutschland), aber die können nur bis 150 Mbit! Also bitte österreichische Verhältnisse , gern!
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    • Halb&Halb 13. Juni 2014 um 14:00 Uhr ·
      Du in deinem Kommentar geschrieben, das einige Angebote wesentlich billiger/besser als Hierzulande trotz der Fusionen der zwei Netzanbieter im Ösiland. Um die östereichischen Verhältnisse zu bekommen, wie du sie gerne hättest ;) müssten ja quasi die Angebote Hierzulande schon mal besser/billiger sein als in Österreich momentan. (Hoffe, habe mich diesmal glei richtig ausgedrückt :)
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