Mac-Verkäufe sind Ende des Jahres gegen den Markttrend eingebrochen

Der PC-Markt ist Ende letzten Jahres weltweit deutlich gewachsen, der Mac konnte von diesem Aufwärtstrend allerdings nicht profitieren. Apple hat im letzten Quartal 2019 weniger Computer verkaufen können als noch im Vorjahr.
Die Weihnachtswochen waren für den PC-Markt insgesamt eine gute Zeit, das zeigen neue Daten der Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner. Laut IDC ist der weltweite Absatz von PCs in Q4 2019 um rund 4,8% gewachsen. Damit wurden der Schätzung nach rund 71,8 Millionen Einheiten weltweit verkauft. Die Spitzenplätze werden wie üblich von den weltweit größten Herstellern Lenovo und HP besetzt, die ihre Absatzzahlen teils deutlich steigern konnten. Lenovo etwa konnte 6,5% mehr Rechner verkaufen als im Vorjahr und setzte so rund 17,8 Millionen Einheiten ab. HP lag mit 17,17 Millionen verkauften Geräten nur wenig dahinter, auf Platz drei folgt schließlich Dell mit rund 12,46 Millionen verkauften Rechnern weltweit.

Apple mit großem Abstand auf Platz vier

Apple kann zwar den vierten Platz bei den weltweiten PC-Verkäufen behaupten, jedoch nur mit großem Abstand zu den drei größten Herstellern. Nach den nun veröffentlichten Schätzungen hat Apple in Q4 2019 rund 4,7 Millionen Macs verkauft, das wäre ein Minus von rund 5,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch Marktanteile musste der Mac lassen: Kam man Ende 2018 noch auf 7,3% weltweiten Marktanteil, waren es zuletzt nur noch rund 6,6%. Auch auf das ganze Jahr gerechnet, verliert der Mac. Während nämlich der weltweite PC-Markt zulegen konnte, um geschätzte 2,2% – das erste Wachstum über ein Jahr seit 2011 – schrumpften die Verkäufe des Mac ihrerseits um rund 2,2%.
Im Jahr 2019 verkaufte Apple somit laut Schätzung von IDC rund 17,68 Millionen Einheiten. Die Zahlen von Gartner sind ein wenig optimistischer, hier konnte Apple immerhin rund 18,5 Millionen Macs im vergangenen Jahr verkaufen, auch hier wird aber ein weltweit wachsender Markt bei sinkenden Mac-Verkäufen skizziert.

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Roman van Genabith
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10 Kommentare zu dem Artikel "Mac-Verkäufe sind Ende des Jahres gegen den Markttrend eingebrochen"

  1. Blub 14. Januar 2020 um 12:29 Uhr · Antworten
    Das kommt davon wenn man konsequent gegen den Kunden entwickelt, wie z.b. fehlende Anschlüsse, und schlechte Qualität abliefert, wie die Tastatur oder das Displaykabel, hinzu kommen die kundeunfreundlichen Preise. Vermutlich kannibalisiert das iPad auch die Macverkäufe, zumindest hat iPadOS einen großen Schritt in die Richtung getan.
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    • Maurice 14. Januar 2020 um 12:51 Uhr · Antworten
      Ist doch auch mal schöne, wenn dann nicht mehr „jeder“ mit nem MacBook rumrennt 😎
      iLike 4
    • iPhoner 14. Januar 2020 um 14:30 Uhr · Antworten
      +1, nochdazu die mickrigen Speichervolumina auf den MacBook’s. Die BWL’er in den Führungsriegen reagieren eben nur auf deutliche (schlechte) Zahlen.
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      • Roman van Genabith 14. Januar 2020 um 14:37 Uhr ·
        Gewiss gewiss, ;) es wird sich in dem Fall aber doch mehr so verhalten, dass das Supportaus von Windows 7 den restlichen Markt deutlich getrieben hat, wie Vorredner schon angemerkt hatten. Diesen Umstand hatte ich beim Verfassen gerade nicht im Kopf, aber das wird sich deutlich ausgewirkt haben.
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    • Norman 14. Januar 2020 um 17:25 Uhr · Antworten
      „Fehlende Anschlüsse“ 😂 USB-C ist ALLE Anschlüsse auf einmal 😐
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  2. floh 14. Januar 2020 um 13:32 Uhr · Antworten
    Ohne dass jetzt irgendwo nachgelesen oder verifiziert zu haben: könnte gut sein, dass die gestiegenen Verkäufe bei den anderen Herstellern mit dem Ende des Supports von Windows 7 zusammenhängen..oder dadurch zumindest angekurbelt werden und „Altgeräte“ durch neue mit Windows 10 ausgetauscht werden. Das Ganze natürlich vor allem im Business Bereich.. Davon kann der Mac dann an sich auch nicht wirklich profitieren.
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  3. sevenofnine 14. Januar 2020 um 13:39 Uhr · Antworten
    Genau so ist es, wir hatten WIN7 zum Jahresende mit hunderten von WIN10 PCs ersetzt! Sieht im neuen Jahr für die PC Hersteller gleich wieder ganz anders aus.
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  4. nighty 14. Januar 2020 um 15:57 Uhr · Antworten
    Ich würde gern einen Mac Mini kaufen, aber da kommt ja nichts interessantes. Die Preise sind extrem hoch und mit der 128GB SSD einfach nicht interessant für mich. Einen i5 und 512GB SSD für 899€, dann bin ich dabei. Besser wäre ja AMD Ryzen, aber Apple ist ja verpartnert mit Intel.
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  5. Norman 14. Januar 2020 um 17:25 Uhr · Antworten
    „Fehlende Anschlüsse“ 😂 USB-C ist ALLE Anschlüsse auf einmal 😐
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  6. didodeldö 15. Januar 2020 um 12:06 Uhr · Antworten
    Es gibt eine einfache Antwort auf die Frage, warum das so ist. Die MacBooks sind einfach zu teuer…vor allem das MBA und die 13“ MBP sind jenseits von gut und böse. Beim 16“ kann man immerhin nach der letzten Preissenkung sagen es liegt wieder in einem denkbaren Kostenrahmen, wenn auch wie immer am oberen Rand des Segmentes. Wenn Apple nicht endlich mal wieder vernünftige Budget Laptops anbietet, wird der Marktanteil weiter stetig sinken!
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