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iPhone-Nutzer in Russland bekommen ab heute unter anderem diese Apps vorgeschlagen

Moskau - Symbolbild anastasiya - romanova - unsplash

Apple-Nutzer in Russland sehen ab sofort eine Liste empfohlener Apps, wenn sie ein neues iPhone einrichten. Darunter fallen aktuell unter anderem verschiedene Messenger, Browser und Karten-Anwendungen. Der Download ist vorerst noch optional und geschieht nicht automatisch. Eine Modifikation dieser Konditionen zu einem späteren Zeitpunkt ist indes nicht abwegig.

Ab sofort werden Nutzern in Russland eine Reihe von Apps zur Installation vorgeschlagen, sobald sie ein iPhone neu einrichten. Dieser Schritt hatte sich bereits vor wenigen Wochen angedeutet, wie wir in einer entsprechenden Meldung berichtet hatten. Er erfolgt in Erfüllung einer gesetzlichen Vorgabe, die die russische Regierung unlängst erlassen hat und die mit dem 01. April in Kraft getreten ist.

Wie sich diese Neuerung nun konkret auswirkt, berichten russische Nutzer unter anderem auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Es werden verschiedene Apps zur zur Installation vorgeschlagen, von denen angenommen werden kann, dass Nutzer sie gebrauchen können. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen von Yandex, die in Russland sehr populär und weit entwickelt sind. So wird etwa die Yandex-Karten-App vorgeschlagen, die in russischen Städten oft bessere Navigationsanweisungen als Google Maps liefert.
Auch der Browser von Yandex steht auf der Liste.

Installation ist vorerst noch freiwillig

Daneben wird das ebenfalls aktuell in russischer Hand befindliche Messenger-Netzwerk ICQ sowie die App von VK zur Installation vorgeschlagen. Derzeit ist die Installation dieser Anwendungen noch freiwillig und geschieht nicht automatisch, das mag sich aber später ändern.

Die Liste wird dem Nutzer nach Festlegung verschiedener Systemeinstellungen wie dem Dark-Mode oder den True Tone-Einstellungen präsentiert.

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Roman van Genabith
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4 Kommentare zu dem Artikel "iPhone-Nutzer in Russland bekommen ab heute unter anderem diese Apps vorgeschlagen"

  1. Bronx 1. April 2021 um 19:04 Uhr · Antworten
    Lebe hoch Demokratie
    iLike 8
  2. Hmbrgr 2. April 2021 um 09:11 Uhr · Antworten
    Ich sehe da keine Probleme! Apple und Google geben doch auch ihre APPS vor, die schon beim Kauf installiert sind! Und da man Apps auch wieder löschen kann, verstehe ich nicht den unterschwelligen Hinweis auf das „böse Russland“!
    iLike 1
    • rudluc 5. April 2021 um 09:37 Uhr · Antworten
      Der Staat hat sich nicht da einzumischen, welche Apps Nutzer verwenden sollen, vor allem nicht staatliche Apps! Es wäre natürlich noch interessant zu analysieren, ob mit diesen Apps eine Überwachungsfunktion verbunden ist. Ansonsten wäre es eher als protektionistischer Akt zu sehen.
      iLike 0
  3. Flexmat 2. April 2021 um 09:48 Uhr · Antworten
    Jede Institution, die Apps empfiehlt, verfolgt damit bestimmte Interessen. Entweder sind es kommerzielle Interessen (z.B. Datensammlung zu Werbezwecken), oder aber politische Interessen (z.B. Einflussnahme auf Meinungsbildung oder Datensammlung zur Überwachung). Wenn ich mich entscheiden könnte, dann wäre mir ersteres lieber.
    iLike 4